Mehrere Tennisstars sitzen in Dubai fest: «Wir können nur abwarten»
Von der plötzlichen Eskalation im Nahen Osten wurden nicht nur Touristen, sondern auch diverse Tennisspieler überrascht. Vom 23. bis 28. Februar fand in Dubai das ATP-Turnier der zweithöchsten 500er-Kategorie statt. Der Russe Daniil Medwedew gewann es kampflos, nachdem Tallon Griekspoor vor dem Final verletzt aufgeben musste.
Lange feiern konnte Medwedew nicht. Nur wenige Stunden nach seinem Turniersieg lancierte Israel Angriffe auf den Iran. Der Iran seinerseits reagierte mit Raketenschlägen auf Israel und andere Verbündete der USA im Nahen Osten. Unter anderem wurden in Dubai der Flughafen und das bekannte Burj Al Arab Hotel getroffen. In der Folge wurde ein Grossteil des Luftraums im Nahen Osten geschlossen.
Deshalb sitzen nun einige Tennisstars in der Luxusstadt der Vereinigten Arabischen Emirate fest: Medwedew, sein Finalgegner Griekspoor oder auch Andrej Rublew. Sie können noch nicht in die USA weiterreisen, wo ab dem 8. März ein ATP-1000-Turnier im kalifornischen Indian Wells ansteht.
«Die Situation ist ungewöhnlich, aber für uns ist das einzige Problem der geschlossene Luftraum», sagte Medwedew gegenüber Bolshe Tennis. Sie würden derzeit nicht wissen, wann sie Dubai verlassen können. Niemand wisse, wie lange die Situation noch andauere. «Wir können nur abwarten, aber uns geht es gut», sagt der Russe. Medwedew sollte eigentlich bereits morgen Dienstag im Mixed-Showturnier in Indian Wells an der Seite seiner Landsfrau Mirra Andrejewa antreten.
Daniil Medvedev is currently in Dubai & can’t leave due to the situation in the Middle East
— The Tennis Letter (@TheTennisLetter) March 1, 2026
“The airspace is closed. No one knows when we’ll be able to take off. It’s not clear whether it will last long or not. We’re just waiting.”
(via @SofyaTartakova)
pic.twitter.com/k8vMRtLJsL
Wie die spanische Zeitung Marca berichtet, habe die ATP den Tennisspielern zwei Alternativen vorgeschlagen, um Dubai zu verlassen: eine sechsstündige Autofahrt nach Oman, wo die Flughäfen ebenfalls geschlossen sind, oder eine zehnstündige Autofahrt nach Riad in Saudi-Arabien. Allerdings wären an beiden Grenzen lange Schlangen zu erwarten gewesen. Deshalb riet die ATP ihren Spielern, für den Moment in Dubai auszuharren, wo sie auch Zugang zu Bunkern hätten. (abu)
