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Privatflüge ans WEF in Davos nehmen laut Greenpeace wieder stark zu

Privatflüge ans WEF in Davos nehmen laut Greenpeace wieder stark zu

Immer mehr Topmanager und Politikgrössen reisen nach einer Auswertung von Greenpeace im Privatjet zum Weltwirtschaftsforum nach Davos GR.
15.01.2026, 06:0115.01.2026, 06:01

Im Vergleich zu 2024 und 2025 nahm die Zahl der an den umliegenden Flughäfen angemeldeten Privatflüge demnach um zehn Prozent zu.

A Gulfstream G650ER N898GA business jet is seen on the tarmac at Zurich Airport on Tuesday, January 13, 2026, in Zurich, Switzerland. Due to the World Economic Forum (WEF) taking place in Davos next w ...
Ein Privatjet am Flughafen Zürich. (Symbolbild)Bild: keystone

«Das Weltwirtschaftsforum will Antworten auf globale Probleme finden, aber die Reichen und Mächtigen befeuern mit ihren Luxusemissionen die Klimakrise und damit die grösste Bedrohung unserer Zukunft», kritisierte Greenpeace-Sprecherin Lena Donat.

«Wenn klimaschonende Alternativen einfach ignoriert werden, dann gehören extrem klimaschädliche Privatflüge sofort verboten.»

Für die Erhebung liess Greenpeace die Privatflugbewegungen an den sieben Flughäfen rund um Davos in Wochen des Weltwirtschaftsforums (WEF) mit denen in Durchschnittswochen vergleichen. In der WEF-Woche 2025 wurden demnach 709 über das normale Mass hinausgehende Privatflüge registriert. Ein Jahr zuvor waren es 628, im Jahr 2023 hingegen noch 227 zusätzliche Flüge gewesen.

Privatflüge verursachen laut Greenpeace pro Passagier etwa zehnmal so viel Treibhausgase wie ein Linienflug und etwa fünfzigmal so viel wie eine Zugfahrt.

Oft kurze Flugstrecken

Die meisten Privatflüge zum Weltwirtschaftsforum starteten laut Greenpeace-Report aus Frankreich (20 Prozent), es folgen Grossbritannien (13 Prozent) und Deutschland (12 Prozent). Generell seien die Flüge meist innereuropäisch, etwa 70 Prozent liessen sich auch innerhalb eines Tages mit dem Zug absolvieren. «Vielen Superreichen scheint es vollkommen gleichgültig zu sein, dass ihr Lebensstil eine Schneise der ökologischen Zerstörung hinter sich herzieht», kritisierte Donat.

Das Weltwirtschaftsforum beginnt am Montag in der Bündner Gemeinde Davos. In diesem Jahr werden rund 3000 Teilnehmende aus Politik und Wirtschaft erwartet, darunter US-Präsident Donald Trump. Am Flughafen Zürich werden zum Beispiel rund 1000 Zusatzflüge während des WEF erwartet. Das sind ähnlich viele wie in den vergangenen Jahren, wie der Flughafen am Dienstag mitteilte. (sda/dpa)

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50 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Paul M
15.01.2026 07:56registriert Mai 2023
tja, nehmen wir das Beispiel eines Managers aus Hannover... Was will der mit dem Zug nach Davos? Er ist 9 1/2 Stunden unterwegs (dabei sind die Verspätungen von DB noch nicht eingerechnet) und muss 2 oder 3 mal umsteigen.... Oder von Amsterdam kommt braucht er 11 Stunden mit 4 oder mehr mal umsteigen... Da verstehe ich voll, dass er seinen Privatjet nimmt... Das sind Leute mit einem eng getakteten Fahrplan wo die Zeit eine Rolle spielt...
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