Schweiz
International

EDA bestellt belarussischen Botschafter ein

Nach Verhaftung von Schweizer Journalistin: EDA bestellt belarussischen Botschafter ein

01.02.2021, 16:3801.02.2021, 16:47

Einen Tag nach der vorübergehenden Festnahme von SRF-TV-Korrespondentin Luzia Tschirky hat das Aussendepartement EDA den belarussischen Botschafter Alexander Ganevich einbestellt. Das teilte das EDA am Montag im Kurznachrichtendienst Twitter mit.

Das EDA verurteilte die Festnahme von Tschirky. Zugleich forderte es «die Freilassung aller willkürlich inhaftierten Personen», wie es in dem Tweet vom Montagnachmittag hiess. Die Schweiz verfolge die Situation weiterhin genau.

Die SRF-TV-Korrespondentin Tschirky war am Sonntag in der belarussischen Hauptstadt Minsk von der Polizei für mehrere Stunden festgenommen worden. Der Grund war zunächst unklar. Laut eigenen Angaben war Tschirky mit Bekannten in der Stadt unterwegs und von drei maskierten Sonderpolizisten in einen Minibus gezogen worden.

Laut SRF hielt sich Tschirky mit einer gültigen Akkreditierung in Belarus auf. Ihre Bekannte und deren Mann wurden den Angaben zufolge zunächst weiter festgehalten. Sie selbst begab sich nach ihrer Freilassung in die Schweizer Botschaft in Minsk. Das EDA hatte wegen der Festnahme beim belarussischen Aussenministerium interveniert. (cma/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Wieder Bibi! Warum Netanjahu einfach nicht von der Macht zu verdrängen ist
Israels Regierungschef hat seine Gegner erneut überrascht. Zwar fehlt ihm die Mehrheit, doch seine Chancen auf eine weitere Amtszeit sind intakt.
Am Morgen des 28. Oktober erlebten die Israelis ein Déjà-vu, schreibt der Journalist Amit Segal. Vor dreissig Jahren gingen sie mit Schimon Peres schlafen und wachten neben Benjamin Netanjahu auf. Diesmal hiess der Mann, mit dem sie ins Bett gingen, Gadi Eisenkot. Am Morgen lag wieder Bibi neben ihnen.
Zur Story