Schweiz
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«Der übelste Kinderschänder der Schweiz» kommt unter Auflagen frei

Die Staatsanwaltschaft wollte den 76-jährigen Mann, der 1997 als «übelster Kinderschänder der Schweiz» Schlagzeilen machte, verwahren oder zumindest die stationäre Massnahme verlängern. Das Bundesgericht beurteilt den Fall anders.

Noemi Lea Landolt / ch media



Max (Name geändert) ist 76 Jahre alt und pädophil. In seinem langen Leben hat er schon viele Gerichtssäle von innen gesehen. Es sass in Berlin, Zürich, Wien oder Rorschach vor den Richtern. Immer ging es um sexuelle Handlungen mit Kindern. 1995 wurde Max bedingt entlassen.

Das Bundesgericht hat entschieden, unter welchen Voraussetzungen Aufnahmen einer Dashcam in einem Strafverfahren verwendet werden dürfen. (Archivbild)

Die Bundesrichter sind der Meinung, dass eine ambulante Therapie ausreichend ist. Bild: KEYSTONE

Er bewährte sich nicht. 1997 – 22 Jahre nachdem er in Berlin das erste Mal verurteilt worden war – folgten die Richter des Bezirksgerichts Brugg dem Antrag der Staatsanwaltschaft und verwahrten ihn. 2009 hob das Obergericht die Verwahrung auf und ordnete eine stationäre Massnahme an. Seither befand sich Max im stationären Massnahmenvollzug.

Dieses Jahr musste sich die Justiz erneut mit Max befassen. Der Mann, der 1997 als «übelster Kinderschänder der Schweiz» Schlagzeilen machte, ist alt geworden. Er hört schlecht. Deshalb rückte er während der Verhandlung vor dem Bezirksgericht Brugg mit seinem Stuhl näher zum Richterpult, um die Fragen besser verstehen zu können.

Die Staatsanwaltschaft wollte Max verwahren. Sollte das Gericht zum Schluss kommen, dass eine Verwahrung nicht angebracht ist, sei die stationäre Massnahme zu verlängern. Max’ Verteidiger beantragte dessen Entlassung und eine ambulante Massnahme.

Nur jeder Zehnte wird aus der kleinen Verwahrung entlassen

Dass eine stationäre Massnahme aufgehoben wird, kommt nicht allzu oft vor. In der Schweiz kommt pro Jahr nur etwa jeder Zehnte frei. Das zeigt eine Studie des Rechtswissenschafters Thomas Freytag und Doktorandin Aimée Zermatten.

Psychiatrische Gutachten spielen in solchen Fällen vor Gericht eine wichtige Rolle. Auch bei Max. Der Gutachter hat bei ihm eine Pädophilie diagnostiziert. Er habe unter verschiedenen Vorwänden Beziehungen zu vorpubertären Knaben gesucht, habe sie auf der Strasse angesprochen, sie in seine Wohnung mitgenommen, wo es zum sexuellen Missbrauch kam. Körperliche Gewalt habe er jeweils nicht ausgeübt.

«Das Amt für Justizvollzug und die Staatsanwaltschaft haben sehr für eine Verwahrung gekämpft.»

Die sechsjährige Freiheitsstrafe, zu der Max 1997 verurteilt worden war, hat er verbüsst. Die Massnahme wurde angeordnet, weil die Strafe alleine nicht geeignet war, der Gefahr weiterer Straftaten zu begegnen. Mit der Frage, wie gefährlich Max heute noch ist und wie es mit ihm weitergehen soll, beschäftigten sich alle Instanzen.

Nun hat das Bundesgericht entschieden, dass Max nicht verwahrt und die stationäre Massnahme nicht verlängert wird. Das Bundesgericht ist der Meinung, dass eine ambulante Massnahme ausreicht. Damit stützt es den Entscheid des Obergerichts.

«Eine Verwahrung wäre nicht verhältnismässig»

Nach über 20 Jahren kommt Max also unter Auflagen frei. Für seinen Mandanten sei das natürlich eine gute Nachricht, sagt Verteidiger Franz Hollinger. «Vor allem weil das Amt für Justizvollzug und die Staatsanwaltschaft sehr für eine Verwahrung gekämpft haben.» Eine Verwahrung wäre in Max’ Fall aber nicht verhältnismässig gewesen, argumentiert Hollinger. Er verweist auf einen ähnlichen Fall, mit dem sich das Bundesgericht 2013 befasst hatte.

«Ab Mitte Januar soll Max dann in einem betreuten Wohnen untergebracht werden, wo er nach Bedarf eng- oder weitmaschiger betreut wird.»

Damals hob es die Verwahrung eines 76-jährigen Sexualstraftäters auf, der über 20 Jahre im Verwahrungsvollzug sass. Das Bundesgericht ordnete eine ambulante Massnahme an. Trotz hoher Rückfallgefahr und ungünstiger Prognose. Die hohe Rückfallgefahr könne mit geeigneten Vorkehrungen derart reduziert werden, dass die Verübung einer Straftat nicht mehr als wahrscheinlich erscheint, heisst es im Urteil.

Zum gleichen Schluss kommt das Bundesgericht auch in Max’ Fall. Eine Verwahrung komme nur als letztes geeignetes Mittel, bei besonders schweren Straftaten in Frage. Auch eine stationäre Massnahme müsse verhältnismässig sein. Sie habe zu unterbleiben, wenn eine gleich geeignete, aber mildere Massnahme für den angestrebten Erfolg ausreiche.

Max kommt in ein betreutes Wohnen

Eine mildere Massnahme bedeutet im Fall von Max nicht, dass er sich eine Wohnung suchen kann und regelmässig in die Therapie muss. Die ambulante Massnahme ist an weitere Auflagen geknüpft. Max kommt in ein betreutes Wohnen und muss vorerst für die nächsten fünf Jahre wöchentlich in die Therapie. Zudem wurde ihm verboten, Kontakt zu Kindern unter 16 Jahren aufzunehmen und er erhält eine Bewährungshilfe.

Momentan befinde er sich in einer stationären Massnahme, wo er auf die ambulante Therapie vorbereitet werde, sagt sein Verteidiger. «Ab Mitte Januar soll er dann in einem betreuten Wohnen untergebracht werden, wo er nach Bedarf eng- oder weitmaschiger betreut wird.»

Bundesgerichtsurteil 6B_1332/2019 vom 10. Dezember 2019 (aargauerzeitung.ch)

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66Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Der Kritiker 19.12.2019 13:19
    Highlight Highlight und wisst Ihr, was mich wirklich erschreckt? dass sich unsere Gesellschaft mehr über Gretchen aufregt, als über pädophile Kreaturen.
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 19.12.2019 15:06
      Highlight Highlight Viele wollen gar nicht erst Täter werden. Es gibt viele, die sich vorher in Behandlung begeben.
      Aber du hast schon Recht:

      Pädophile: jo jo, das Problem wird sich von selbst lösen.

      Greta: VERDAMMT! Wenn wir die nicht zum Schweigen bringen, wissen plötzlich alle, dass wir ausschließlich für uns selbst gearbeitet haben und müssten dann plötzlich sogar noch anständig arbeiten!
  • Bivio 19.12.2019 11:18
    Highlight Highlight In solchen Fälle (und ähnlich gelagerten Fällen) bin ich ganz klar dafür, dass die Personen, welche entgegen dem Rat der Gutachter Personen entlassen, eine Haftungspflicht haben. Dies ist in der Privatwirtschaft auch so. Warum sollte es bei der Justiz oder dem Staat anders sein.
    • mrcharliebrown 19.12.2019 11:38
      Highlight Highlight Weil dann im Zweifelsfall alle weggesperrt werden.
    • R10 19.12.2019 12:33
      Highlight Highlight Das Gericht muss ohne Konsequenzen entgegen dem Rat des Gutachters handeln können. Ansonsten fällt nicht mehr das Gericht, sondern ein Gutachter das Urteil. Das wäre eines Rechtstaates nicht würdig.

      Ob das Urteil in diesem Falle korrekt ist, ist eine andere Frage. Es ist jedoch richtig, dass der Richter entgegen dem Gutachten handeln kann.
    • Garp 19.12.2019 17:38
      Highlight Highlight Gutachter geben keine Ratschläge, davon wird im Bericht auch nichts erwähnt.
  • mrgoku 19.12.2019 10:27
    Highlight Highlight Keine Worte für diese Entscheidung. Der arme Mann ist alt und hört nicht mehr... ohje.
    Sein Schniedel funktioniert aber noch?`

    Freilassen kann man ihn schon, dann aber ohne Schniedel.

    Der wurde mehrmals angeklagt und verurteilt Kinder missbraucht zu haben. So jemand hat nicht mal wenn er tot krank ist das recht auf Freiheit!
    • Garp 19.12.2019 17:42
      Highlight Highlight Ich bin gegen Verstümmelung und auch ohne Schniedel kann man Kinder missbrauchen.

      Es geht darum, dass die Rochter das wohl so einschätzen, dass wenn er in einer betreuten WG ist, keine Kinder mehr in die eigene Wohnung locken kann. Er hat auch nie Gewalt angewendet, sonst wäre der Beschluss sicher ein anderer.
  • Em Den 19.12.2019 09:48
    Highlight Highlight Was ich nicht nachvollziehen kann ist dieser Täterschutz. Das ist irgendwie mit der Unschuldsvermutung gekoppelt. Er ist mehrmals für seine Delikte bestraft. Wieso dürfen wir nicht wissen wie er heisst, wo er wohnt und wie er aussieht? Unsere Kinder laufen ständig Gefahr und sind fast gezwungen alleine den Schulweg mit 4 zu absolvieren und solche Typen werden immer wieder entlassen und wir lesen ständig wieviele rückfällig werden - auch dieser Mann. Ich kann es einfach nicht begreifen...
    • nöd ganz. klar #161! 19.12.2019 17:09
      Highlight Highlight @ Em Den

      Die Chance, dass dein Bruder, deine Frau oder sonst Jemand aus deiner Familie deine Kinder missbraucht, ist um Faktoren höher als ein zufälliger Übergriff.
      Und ja, warum wir kein Register für Sexualstraftäter haben? Weil dies nichts bringt. Angenommen, deinNachbar Ueli hatte vor 10 Jahren eine Verurteilung wegen sex. Nötigung, würdest du dann deine Kinder nicht mehr rauslassen? Den Ueli mit einem Lynchmob aus dem Dorf jagen? Umziehen?
      Ich empfehle diese ausgesprochen berührende und ehrliche Artedoku:
      Play Icon
    • Em Den 19.12.2019 18:40
      Highlight Highlight @nöd ganz klar #161
      Also, bitte nicht verallgemeinern und kein Whataboutism. Vorbestragfte, rückfällige Täter sind um Faktoren gefährlicher als meine Frau oder Verwandte von mir. Hier handelt es sich nicht um Ueli, der als Teenager S....sse gemacht hat, sondern um den "übelsten Kinderschänder der Schweiz". Ich werde keine Lynchmob organisieren, aber ich würde einfach den Schulweg mit meinem Sohn gehen, wenn ich weiss, dass so ein Monster ein Nachbar von mir ist. Ich will wissen, was die Eltern der Opfer von diesem Mann oder von Dutroux von ihrer Argumentation halten.
  • DerSchöneVomLande 19.12.2019 09:27
    Highlight Highlight Nun denn, heissen wir ihn willkommen in unserer Gesellschaft. :-/ Ich werde wohl noch ein Auge mehr auf meine Kids haben müssen.
  • P. Silie 19.12.2019 08:08
    Highlight Highlight Ich höre es schon wieder.. ein seit 1848 von rechtsbürgerlichen geführtes System, welches so gar nichts mit links-liberal zu tun haben will..

    Ich hoffe mal, dass der kein Kind mehr erwischt, falls ja, Richter und Psychologen vor Gericht bringen und den Staat auf Schadenersatz verklagen, dass dem nur so die Ohren wackeln.

    Vom Staat erwarte ich nicht viel, mindestens aber dass er seine Bürger schützt.
    • manhunt 19.12.2019 11:55
      Highlight Highlight zur info:

      bundesrichter denys: gps
      bundesrichterin jametti: svp
      bundesrichter rüedi: svp

      somit ist die mehrheit des gremiums wohl alles andere als links-liberal.
    • P. Silie 19.12.2019 14:00
      Highlight Highlight Das ist ja genau das Witzige! Manhunt 😆

      "Diese Wahl hätte vor wenigen Jahren wohl kaum jemand für denkbar gehalten, oder genauer gesagt: die oppositionslose Nominierung Jamettis durch die SVP-Fraktion. Als «Kuckucksei im SVP-Nest» betitelte die «SonntagsZeitung» einst die hochdekorierte Juristin, die sich in Ausländer- oder Gesellschaftsfragen deutlich linker positionierte als ihre Mutterpartei."
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 19.12.2019 15:10
      Highlight Highlight @Silie
      Seit wann hast du dermaßen viel für diese Art von Zynismus übrig?
      Feinsinnig, aber treffend. 😂👍
    Weitere Antworten anzeigen
  • Baccaralette 19.12.2019 07:40
    Highlight Highlight Nun, er ist alt geworden.

    Was überhaupt nicht heisst, dass er seiner Neigung nicht mehr nachgeht, nur weil er schwerhörig ist.

    Unverständlich.
    • drüber Nachgedacht 19.12.2019 10:10
      Highlight Highlight Wahrscheinlich ist er nicht nur schwerhörig, sondern auch impotent.

      Da wir dies aus dem Bericht nicht erfahren, beruhen unsere Kommentare nur auf Annahmen.

      Grundsätzlich hat er seine Strafe abgesessen und wenn er nicht mehr rückfällig wird, gibt es keinen Grund mehr ihn auf Staatskosten im Gefängnis zu behalten.

      Wenn sowohl Ober- wie auch Bundesgericht davon überzeugt sind, dass er nicht mehr Rückfällig wird, wird es wohl einen Grund geben...



    • Baccaralette 19.12.2019 14:19
      Highlight Highlight Ach. Und weil er impotent ist, kann er keine kleinen Jungen mehr malträtieren? Da solltest du nochmals drüber nachdenken.
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 19.12.2019 15:01
      Highlight Highlight Hormonelle triebunterdrückung ist sowieso der letzte Witz. Kamagra und Alkohol wirken dem entgegen.
      Über mein Gefühl für Ethik und Menschlichkeit sprechen wir irgendwann sonst. Bei solchen Mensche ist die einzige noch funktionierende Maßnahme, scheinbar nur noch organische Kastration anstatt die chemische.
      Alternativ würde auch ein Neuroschrittmacher Sinn machen. In dem er die entsprechenden Nerven der Lendenwirbelsäule blockieren.
      So, und nun können wir über Ethik reden.

      Meine liebe Baccaralette, ist überhaupt nichts gegen dich gerichtet. Meine liebe Muse hat mich wieder inspiriert. 😉
    Weitere Antworten anzeigen
  • Geiwetschteiler 19.12.2019 07:31
    Highlight Highlight Wie kann so was sein? Das ist doch ein Paradebeispiel für eine Verwahrung auf Lebzeiten. Hoffentlich kann der Richter sich noch im Spiegel ansehen, wenn er hört, dass wieder ein Kind unter dem Typen gelitten hat.
  • Imfall 19.12.2019 07:06
    Highlight Highlight Zum Kotzen!

    Aus dem Urteil: Ebenfalls zurecht beachtet die Vorinstanz in diesem Zusammenhang, dass die 2010 und 2016 begangenen Straftaten "nur" sog. Hands-off-Delikte betrafen und gemäss Gutachter keine eigentlichen Rückfälle darstellten

    Definition: Unter „Hands-Off“-Handlungen fällt das Vorzeigen pornografischer Materialien bzw. das Herstellen pornografischer Fotos und Filmaufnahmen von Kindern, Exhibitionismus, Voyeurismus sowie alle weiteren sexuell-intendierten Handlungen ohne körperliche Berührung zwischen Kind und Täter.
  • Luky22 19.12.2019 06:51
    Highlight Highlight „Eine Verwahrung wäre nicht Verhältnismäßig“. Dahinter stecken Überlegungen! Die Strafe ist abgesessen. Das Gericht entscheidet. Wenn es nach dem Volk ginge, müsste wohl jeder Hühnerdieb weggesperrt werden, um die Gesellschaft zu schützen.
    • Geiwetschteiler 19.12.2019 10:21
      Highlight Highlight Erklärst du das mal den Opfern die für ihr ganzes Leben geschädigt sind bitte?

      P.S.: Kinder ≠ Hühner
    • maude 19.12.2019 14:15
      Highlight Highlight Einen Menschen der sich an Kindern vergangen hat ( die dann den Rest ihres Lebens mit den Folgen leben müssen) mit einem Hühnerdieb zu vergleichen...Bin schockiert ab den Herzen dies gegeben hat....will sehen wer immernoch so denkt, wenn sein Kind betroffen ist...
    • Luky22 19.12.2019 19:50
      Highlight Highlight @maude: Wenn mein Kind betroffen wäre, hätte ich womöglich Selbstjustizgedanken. Drum bin ich froh, dass über das Strafmaß bzw. über allfällige weitere Verwahrung das Gericht entscheidet und nicht ein Betroffener!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Streuner 19.12.2019 06:48
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte beachte die Kommentarregeln.
    • Purscht 19.12.2019 10:14
      Highlight Highlight Der Kommentar, auf den du Bezug nimmst, wurde bereits entfernt.
    • Gzuz187ers 19.12.2019 11:38
      Highlight Highlight Der Kommentar, auf den du Bezug nimmst, wurde bereits entfernt.
    • Streuner 19.12.2019 12:04
      Highlight Highlight Der Kommentar, auf den du Bezug nimmst, wurde bereits entfernt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Le French 19.12.2019 06:41
    Highlight Highlight Wenn die Richter und Gutachter, die ihn nun entlassen haben bei einem Rückfall auch persönlich haftbar gehalten werden....aber eben. Das passiert dann nicht.
    • Tomsen2 19.12.2019 07:59
      Highlight Highlight Das würde einem missbrauchten Kind auch nichts helfen.
    • MetalUpYour 19.12.2019 08:47
      Highlight Highlight Das passiert nur in Diktaturen...
    • JaneSodaBorderless 19.12.2019 10:35
      Highlight Highlight Eine/einen Richterin/Richter persönlich für die Handlung einer/eines Täterin/Täters verantwortlich zu machen, halte ich für äusserst bedenklich und absolut falsch! Wer will dann noch richten? Wahrscheinlich nur noch krude Menschen, die dann alle StraftäterInnen bei kleinstem Vergehen oder schon nur bei Verdacht verwahren.
      Es gibt keine 100% Sicherheit, es bleibt immer ein (Rest-)Risiko.
      In die Medien gelangen bloss die gescheiterten Fälle, spannend wäre es, diese Fälle im Verhältnis mit den erfolgreichen Urteilen zu sehen.
      Vielleicht beschert uns watson ja mal mit nem Bericht darüber?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Mügäli 19.12.2019 04:51
    Highlight Highlight Trotz hoher Rückfallgefahr und ungünstiger Prognose lassen unsere Behörden so Einen wieder frei .. man nimmt das Risiko in Kauf das er sich nochmals an Kindern vergeht .. er ist unterdessen ein alter Mann und hat anscheinend in seinem Dasein hinter Gittern, seinen Therapien es nicht geschafft seine Neigungen zu kontrollieren oder daran zu arbeiten .. das Rechtssystem soll die Gesellschaft vor solchen Menschen schützen, verstehe solche Urteile nicht ....
    • Jojoeffekt 19.12.2019 07:01
      Highlight Highlight @Idrisi: Klar sind differenzierte Urteile wichtig. Aber irgendwie verstehe ich den "Mob", wenn er nicht will, dass seine Kinder missbraucht werden 🤷‍♂️
    • Garp 19.12.2019 07:39
      Highlight Highlight @Mugäli
      Die hohe Rückfallgefahr bezog sich im Artikel auf den früheren Fall.
      Wenn man mit betreutem Wohnen eine neue Tat verhindern kann, dann spricht nichts gegen die Auflösung der Verwahrung.

      Die beste Prävention ist seinen Kinder ihr Recht um den eigenen Körper beizubringen, das Recht nein zu sagen, mit ihnen über Täter zu sprechen etc. . Die meisten Missbräuche kommen übrigens immer noch innerhalb der Familie und Verwandten, Nachbarn vor.
    • Name_nicht_relevant 19.12.2019 07:47
      Highlight Highlight So sehe ich das auch, der "Mob" und ich wollen überhaupt nicht, dass so einer jemals auch nur 1s die Chance bekommt, irgend jemandem nahe zu kommen. Er wird immer diese Neigung und diesen Zwang haben, das geht nach so vielen Jahren niemals weg. Seien wir ehrlich, so ein Monster gehört nicht in die Freiheit.
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