Schweiz
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Der plastikfreie Kühlschrank einer der gecoachten Familien. bild: zvg

In Genf gibt es jetzt Abfallcoaches – und die Resultate sind spektakulär

Kaum ein Land produziert mehr Müll pro Kopf als die Schweiz. In Carouge GE beraten jetzt Abfallcoaches Haushalte. Resultat: fast 70 Prozent weniger Müll. Das Projekt interessiert nun auch das Bundesamt für Umwelt.



Von 5 Kilo brennbarem Müll pro Woche und Kopf runter auf 500 Gramm – die Strategie von Carouge GE zeigt Wirkung.

Die Stadt hat in den letzten sechs Monaten regelmässig Abfallcoaches in 24 interessierte Haushalte geschickt. Immer zu Ende der Woche wägten die Familien ihren Abfall. Was dabei rauskam, ist recht eindrücklich: Gewisse Haushalte reduzierten ihren Abfall um 95 Prozent, berichtet die Tribune de Genève (Abo). Im Durchschnitt warfen die Familien 68 Prozent weniger Abfall in den Müll.

Neben den Coachings organisierte die Stadt auch zahlreiche Schulungen für die ganze Bevölkerung. Nicolas Walder, Grünen-Politiker und Gemeindepräsident von Carouge, zu watson: «Dort lernen die Bewohner beispielsweise ihr eigenes Waschmittel herzustellen und den Käse im Tupperware mit nach Hause zu nehmen, statt den in Plastik eingepackten zu kaufen.» Erst kürzlich habe ein Kurs zu selbst hergestelltem Make-up stattgefunden. Die verschiedenen Angebote hätten bisher rund 500 Haushalte erreicht.

Auch Bundesamt für Umwelt interessiert

Auch auf nationaler Ebene interessiere man sich für die Abfallcoaches, sagt Walder: «Das Bundesamt für Umwelt hat mich an ein Forum zum Thema eingeladen. Sie wollen prüfen, inwiefern das Projekt übernommen werden könnte.»

Walder hofft nun, dass andere Gemeinden und Städte nachziehen. Gewisse Behörden würden sich bereits zu den Coachings erkundigen, sagt Walder: Die Stadt Genf sei interessiert, mit ein paar anderen Gemeinden habe er informelle Gespräche geführt. In der Stadt Zürich ist man momentan daran, die Entsorgungsstrategie weiterzuentwickeln, sagt Sprecher Pio Sulzer zu watson. «Auch Zero Waste wird geprüft.»

Bereits einen Schritt weiter ist die Genfer Gemeinde Bernex. Dort werden Coaches in den nächsten Wochen damit beginnen, Familien und Einzelpersonen Tipps zu geben: «Ich bin überzeugt, dass so etwas viel mehr bringt als Info-Broschüren oder Videos», sagt CVP-Stadtrat Cyril Huguenin zur «Tribune de Genève».

Die Grünen-Nationalrätin Lisa Mazzone findet, ähnliche Projekte sollten in möglichst vielen Gemeinden organisiert werden. Auf nationaler Ebene sieht sie den Handlungsbedarf jedoch eher an der Quelle, also dass direkt in den Läden die Menge an Plastik reduziert wird. «Hier sind nicht nur individuelle Verhaltensweisen wichtig, sondern es handelt sich um eine kollektive Herausforderung.»

Erste Zero-Waste-Stadt in der Schweiz?

Die Coachings hat die Regierung von Carouge lange vor den Klimastreiks geplant, im Frühjahr 2018. Denn die Stadt hat ambitionierte Ziele: Sie will die erste Zero-Waste-Stadt der Schweiz werden.

Innert drei Jahren soll jeder der 23'000 Einwohner seinen Abfall um rund 30 Prozent reduzieren. Aktuell verursacht jeder Einwohner fast 180 Kilo Haushaltsmüll pro Jahr.

Dass man ihm vorwerfen könnte, die Bewohner der Gemeinde zu bevormunden, glaubt der Gemeindepräsident von Carouge nicht: «Die Coaches haben ja nur Familien besucht, die das auch begrüssen.» Ausserdem stünden die öffentlichen Behörden in der Verantwortung, einen nachhaltigen Umgang mit dem Abfall zu fördern.

Lebensmittel in Stoffbeuteln und Tipps der Coaches. bild: zvg

Initiiert hat das Projekt die Bevölkerung zudem selber, als die Stadt einen Aufruf machte mit dem Titel «Baut gemeinsam die Zukunft von Carouge». Die Organisation Zero Waste Switzerland meldete sich und gewann die Ausschreibung.

Walder ist sehr zufrieden mit dem Resultat. Er hofft nun auf einen Paradigmenwechsel: «Heute ist die Norm, seine Produkte verpackt zu kaufen. Unverpackte Produkte zu kaufen, ist speziell. Es muss gerade umgekehrt sein.»

Dem Grünen-Politiker liegt an erster Stelle der nachhaltigere Konsum am Herzen, aber es gehe auch um eine Kostenfrage: «Reduzieren wir unseren Müll, reduzieren wir auch die Kosten der Abfallentsorgung.» Ab September werden die Coaches in der Genfer Kleinstadt wieder von Tür zu Tür gehen und Tipps geben.

Im Wegwerfen sind wir Europameister

Fakt ist: Kaum ein Land produziert mehr Müll pro Kopf als die Schweiz. Ein Schweizer produziert pro Jahr im Schnitt 334 Kilo Haushalts- und Siedlungsabfall, der verbrannt werden muss. Wir recyceln aber auch viel. Unsere Recyclingquote beträgt gesamthaft 53 Prozent, wie Zahlen des Bundes zeigen.

Zum Vergleich: Europaweit gibt es bereits rund 400 Zero-Waste-Städte, ein Grossteil davon in Italien und in Spanien. Die italienische Stadt Paese beispielsweise verursacht, laut Zero Waste Europe, pro Einwohner und Jahr 57 Kilo Restmüll, der verbrannt wird. Die Stadt mit knapp 22'000 Einwohnern erreicht damit eine Recyclingquote von knapp 85 Prozent.

Plastikmüll im Meer

In der Schweiz wird ein Drittel der Lebensmittel weggeworfen

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    Alle Leser-Kommentare
  • P. Silie 13.04.2019 23:13
    Highlight Highlight Cool! Kann ich so jemanden bei mir am Freitag Abend haben das* mich bei Müllfragen schult? Würde mich sehr interessieren
  • Troxi 13.04.2019 18:28
    Highlight Highlight Diese Richtung einzuschlagen ist wichtig und richtig. Es ist schon genug mühsam, dass Recyclingfirmen neu für Plastik Gebühren verlangen. Trotzdem wird es neue Probleme hervorrufen. Die Verbrennungsfirmen werden zu wenig Abfall verbrennen können. Dies wird danach wieder zu wenig Hitze generieren um alle Gebäude mit Wärme zu versorgen, die inzwischen am Netz sind und weitere die geplant sind dazu zu nehmen. Ob technologischer Fortschritt alleine ausreichend sein wird, wird sich weisen.
    • Madeso 13.04.2019 20:52
      Highlight Highlight In Österreich, wo Kunststoffe separat gesammelt wird, müssen KEVs bereits extra Brennstoffe wie eben Kunststoff einkaufen.
      Gesammelter Haushaltspolitik ist zudem üblicherweise nicht rezyklierbar, da sortengemischt und daher minderwertig. Der wird weiterhin verbrannt, nun können aber die Sammelfirmen das Zeugs teuer verkaufen, anstatt dass das einfach direkt mit dem Müll geliefert wird.
  • wolge 13.04.2019 16:16
    Highlight Highlight Die grossen Coop, Migros, Aldi und Lidl haben es in der Hand.

    Statt nur perfekt aussehendes Gemüse und der Norm entsprechende Früchte in den Läden anzubieten sollten sie jegliches.

    Statt alles in Plastik zu verschweissen, zu grosse Verpackungen zu verwenden etc. Sollten sie möglichst nichts verpacken und Verpackungen möglichst klein halten.

    Die Ausrede: Die Konsumenten wollen dass, gilt nicht. Konsumenten kann man steuern und erziehen, dass sollten die Detailhändler nur all zu gut wissen. Sie tun dies schliesslich jeden Tag mit uns. Halt einfach mit Fokus Profit...
    • ReziprokparasitischerSymbiont 13.04.2019 19:47
      Highlight Highlight Coop hat mit seinem ünique-Gemüse jedenfalls schon mal einen Schritt gemacht. Interessanterweise sind die entsprechenden Kistchen immer ziemlich bald leer, Nachfrage scheint also da zu sein!
    • 7immi 14.04.2019 20:54
      Highlight Highlight @wolge
      Die Verpackung hat auch funktionelle Gründe. Die Produkte bleiben länger frisch/haltbar und so sinkt der Foodwaste. Zum Teil sind es auch hygienische Vorschriften oder Transportbedingte Verpackungen (Zb die „Luftverpackung“ von Chips) Man muss immer den ganzen Produktlebenszyklus betrachten. Wenn etwas früher weggeworfen werden muss hat man nichts gespart. Oder wenn man eigenes Geschirr mitnimmt und so Erreger einbringt, die das Produkt schneller verderben lassen. Oder wenn man das selbst mitgebrachte Gefäss zuhause mit viel Wasser abeäscht, uvm.
    • wolge 15.04.2019 01:52
      Highlight Highlight @7immi Gute Punkte. Da stimme ich dir gerne zu
  • Ribosom 13.04.2019 15:51
    Highlight Highlight Wenn wir uns zu Hause sehr anstrengen und alles getrennt entsorgen, reicht ein 35L Gebührensack für etwa 4-5 Wochen.

    Es ginge daher schon, auch das Entsorgen von PET, Alu, Glas, Karton, Papier, Plastik, Grünabfall und Blech ist heutzutage wirklich nicht mehr aufwändig.
    Jedoch sind die Leute (ja auch wir zu Hause) faul und schmeissen den Joghurtbecher lieber in den Hausmüll statt auszuwaschen und in den Plastikmüll zu geben.

    Gut wäre es jedenfalls, wenn jeder sein Tun hinterfragen würde und sich mal Gedanken über den Müll macht gegebenenfalls was daran ändert.
    • ReziprokparasitischerSymbiont 13.04.2019 19:49
      Highlight Highlight Mit den jogurt-Bächerli füllen wir jeweils die letzten Lücken im Geschirrspüler. So braucht sie niemand ab zu waschen und der Gechirrspüler läuft deswegen auch nicht öfter als sonst.
    • Trasher2 14.04.2019 18:57
      Highlight Highlight Ich habe mal in der Umweltarena Spreitenbach gehört, dass das Auswaschen (mit frischem Wasser und Spülmittel), sammeln und recyclen von Joghurtbecherli energietechnisch schlechter ist, als es einfach fort zu werfen.
      (Nur mit gebrauchtem Abwaschwasser ist’s besser als fortwerfen)
  • Donald 13.04.2019 15:44
    Highlight Highlight Nur weil etwas "selbst gmemacht" ist, ist es nicht automatisch umweltschonender. Oft braucht man beim selbst machen mehr Rohmaterial und Verpackung von diesem, als die Industrie.
    • Garp 13.04.2019 16:06
      Highlight Highlight Kannst du da Beispiele bringen, ich versteh nicht ganz was Du meinst?
    • marmuel 13.04.2019 16:46
      Highlight Highlight Das stimmt falls man nur kleine Mengen macht. ZB eine Pizza selber machen vs kaufen gibt wohl mehr Abfall beim selber machen (Schinken, Mozzarella, Tomatensauce, etc ist alles separat verpackt). Daher hat Donald sehr wohl recht.
    • Donald 13.04.2019 17:08
      Highlight Highlight Im Artikel ist ja von Waschmittel und Makeup die Rede, aber beim Essen stimmt das je nach dem natürlich auch.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Garp 13.04.2019 14:58
    Highlight Highlight Keine Ahnung wie man so viel Müll prozuzieren kann, oder zählt da Grünabfall mit dazu?
    Die meisten Verpackungen sind ja sehr leicht. Ich hätte da gerne mal eine detaillierte Aufstellung, was wovon anfällt.

    Mein Müllsack 17l reicht 2 Wochen und wiegt nicht mal ein Kilo.
    Mit Glasgefässen will ich nicht einkaufen gehen, ich schleppe alles zu Fuss.
    • ReziprokparasitischerSymbiont 13.04.2019 19:53
      Highlight Highlight Ein Kilo für 17l Müll? Dann hast du aber nur extrem leichten und voluminösen Abfall.
    • Garp 14.04.2019 09:44
      Highlight Highlight Ja, schwer ist unser Müll nicht. Grünabfälle gehen separat in die Grünabfuhr, das ist dann mehr Gewicht.
  • TrueClock 13.04.2019 14:19
    Highlight Highlight Mich würde interessieren warum wir so viel mehr Müll wie andere Länder produzieren, wenn wir ja da so schlecht sind. Gibts dazu Infos?
    • marmuel 13.04.2019 16:43
      Highlight Highlight Ja wäre interessant. Was mir sehr auffällt in der Schweiz ist, dass alles sehr klein portioniert ist. Wenn man zB 1kG Nüsse kaufen will muss man im Coop oder Migros 5×200g Packungen kaufen.
    • Garp 13.04.2019 19:28
      Highlight Highlight Nüsse werden schnell ranzig und sind dann nicht mehr gesund.
    • Na_Ja 13.04.2019 19:44
      Highlight Highlight @Marmuel
      Kleine Verpackungen haben den Vorteil, dass theoretisch weniger Lebensmittel weggeworfen werden müssen. Man kauft/braucht in den seltensten Fällen 1kg Nüsse, Trockenfrüchte, etc. auf einmal. Vor allem in kleinen Haushalten wären grosse Packungen eher kontraproduktiv.
    Weitere Antworten anzeigen
  • marmuel 13.04.2019 13:43
    Highlight Highlight Vielleicht sollten die Genfer erstmal über die Kehrichtsackgebühr nachdenken. Jeder der mal in Genf gewohnt hat kann bestätigen, dass Zürich in der Entsorgung und im Recycling weitaus fortschrittlicher ist.
  • Chääschueche 13.04.2019 12:30
    Highlight Highlight Finde ich sehr gut aber dafür müssten Migros und co. Ihre Fleisch/Fisch/Käsetheken auch in kleineren Läden anbieten. Denn wenn der Konsument für das "No Plastik" Konzept Xmal weiter mit dem Auto fahren muss ist das ganze dann wohl wieder für die Katze?!
    • Dein Vater 13.04.2019 14:32
      Highlight Highlight Nimm doch den ÖV, der fährt sowiso und wenn die Auslastung besser ist, haben wir gleich doppelt gewonnen.
  • Gubbe 13.04.2019 12:29
    Highlight Highlight DER Schweizer schmeisst nur den Verpackungsabfall weg. Halt auch manchmal was Faules. Ich glaube nicht, dass wir Schweizer alle Idioten sind, die für Alles einen von diesen ominösen Coaches braucht. Abgepackter Fruchtsalat ist doch mit das Dümmste was man produzieren kann, aber es wird gekauft. Warum, weil es da ist, also Faulheit.
  • Gerry Tiberius Reinhardt 13.04.2019 12:21
    Highlight Highlight Schade, kann man ab Juni bei Aldi die Milchverpackungen und andere Getränkekartons nicht mehr zurück bringen. Dies hat unseren Müllberg sehr reduziert.
    • nass 13.04.2019 15:25
      Highlight Highlight Definitiv. Noch viel mehr schade, dass die anderen Grossverteiler nicht mitgemacht haben und Aldi darum wieder aufhört.
    • ReziprokparasitischerSymbiont 13.04.2019 19:58
      Highlight Highlight Milch wird teilweise auch in Plastikflaschen statt Tetrapack angeboten, diese lassen sich recyclen. Bei Coop und Migros können sie beispielsweise in den Laden zurück gebracht werden.
  • bansaighdear 13.04.2019 12:07
    Highlight Highlight Mir persönlich wäre lieber man würde in Läden, grad z.B. der Migros auch mal wieder Sachen finden die NICHT aus China kommen. Achtet euch mal!
  • bansaighdear 13.04.2019 12:06
    Highlight Highlight Gibt das dann nicht Probleme bei den Verbrennungsanlagen?
  • ConcernedCitizen 13.04.2019 11:57
    Highlight Highlight Es ist wichtig zu erkennen, dass wir nicht „Recycling-Weltmeister“ sind, wie oft suggeriert wird. Es gibt durchaus Verbesserunspotenzial.
    • Legume 13.04.2019 12:46
      Highlight Highlight das waren wir noch nie, ganz recht, gegen aller gegenwärtigen meinung. nun baut genf eine neue KVA nach den alten Kapazitäten :). zudem ist bekannt, dass in unserem Haushaltsmüll 30% plastik und 30% bio abfälle vorhanden sind. wir haben in der CH noch viel potenzial 😄
    • Saul_Goodman 13.04.2019 12:54
      Highlight Highlight Gebe ich dir völlig recht. Wenn ich andere länder besuche, sehe ich da diverse sachen die getrennt gesammelt werden (angefangen bei tetra pack, hochwertige plastikverpackungen, etc.,) was bei uns grösstenteils immer noch nicht möglich ist.
    • Oliver (4) 13.04.2019 13:07
      Highlight Highlight Durchaus. Ich finde die Vorgehensweise in Japan sehr interessant. Plastik kommt dort nur als PET und recyclebares Plastik (プラ) vor. Papier, Alu, etc. wird ebenfalls recycled. Brennbaren Müll hat man als Haushalt praktisch keinen mehr.
    Weitere Antworten anzeigen

Ja, Herrgott nochmal, man darf fürs Klima streiken und in die Ferien fliegen!

Liebe Klima- und Umweltaktivisten-Kritiker, dieser Text ist für euch. Denn man kann sehr wohl für Klimaschutz kämpfen, ein Smartphone besitzen und in ein Flugzeug steigen.

Liebe User, wir müssen reden. Es gibt da etwas, das macht mich richtig wütend.

Da ist zum Beispiel die 16-jährige Schwedin Greta Thunberg, die mit ihrem Schulstreik gegen den Klimawandel Schüler auf der ganzen Welt inspiriert und politisiert. Thunberg reiste im Februar 65 Stunden von Schweden nach Davos, um das World Economic Forum zu besuchen. Während die schwedische Aktivistin Stunden auf Schienen durch vier Länder fuhr, wurde sie in den sozialen Medien kübelweise mit Häme überschüttet. …

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