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Der «SonntagsBlick» erscheint neu am Samstag

Marc Walder, Chief Executive Officer und Managing Partner der Ringier AG, spricht ueber die Zukunft des SonntagsBlicks, aufgenommen am Mittwoch, 9. September 2026 in Zuerich. (KEYSTONE/Michael Schmid)
Marc Walder, CEO der Ringier AG, sprach am Mittwochabend über die Zukunft des SonntagsBlicks.Bild: keystone

Der «SonntagsBlick» erscheint neu am Samstag

09.09.2026, 21:1509.09.2026, 21:15

Der «SonntagsBlick» erscheint ab dem 9. Januar 2027 am Samstag und heisst neu «Blick fürs Wochenende». Die Verlage Tamedia und NZZ wollen derzeit nichts am Erscheinungstag ihrer Sonntagsausgaben ändern.

Das Zürcher Verlagshaus Ringier bestätigte am Mittwoch, was schon länger als Gerücht existierte. Zuletzt hatte die «Republik» im Juli berichtet, dass der Entscheid gefallen sei, den Sonntag als Erscheinungstag zu streichen. Ringier wollte das damals nicht bestätigen.

Kein Stellenabbau geplant

Das neue Produkt vereine «die Stärken des bisherigen SonntagsBlick und der Samstagsberichterstattung der Blick-Familie in einem umfangreicheren Wochenendangebot», hiess es einer Mitteilung von Ringier.

Ein Stellenabbau ist laut der Ringier-Medienstelle nicht geplant. «Die Redaktion bleibt in ihrer heutigen Stärke bestehen», teilte sie auf Anfrage mit. Mit dem Ausbau auf 96 Seiten werde die redaktionelle Leistung des Produkts nochmals gestärkt. Dienstpläne und Produktionsabläufe würden aber an den neuen Samstagsrhythmus angepasst.

Das neue Produkt soll auf zwei Bünde aufgeteilt sein. Der zweite Bund gehört dabei ganz dem Sport. Der «Blick fürs Wochenende» wird wie der «SonntagsBlick» im Tabloid-Format erscheinen. Reza Rafi bleibt Chefredaktor. Das digitale Sportangebot soll zudem ausgebaut werden.

Der «SonntagsBlick» ist die älteste Sonntagszeitung der Schweiz, die Zeitung erschien seit 1969. Nun geht Ringier den gleichen Weg wie CH Media. Das Aargauer Verlagshaus stellte die «Schweiz am Sonntag» 2017 ein und gibt seither die «Schweiz am Wochenende» am Samstag heraus.

«Stehen zum Sonntag»

Gelassen geben sich die beiden anderen Verlage, die noch am Sonntag Zeitungen herausgeben, gegenüber Keystone-SDA. «Wir stehen zum Sonntag und zur SonntagsZeitung. Aktuell gibt es keine Pläne, die Erscheinungsweise zu verändern», heisst es bei der Medienstelle von Tamedia. Der Verlag sei überzeugt, dass der Sonntag auch künftig ein wichtiger eigenständiger Lesetag bleibe.

Die «NZZ am Sonntag» solle ebenfalls weiterhin am Sonntag erscheinen, teilte die Medienstelle der NZZ Gruppe auf Anfrage mit. «Die NZZ am Sonntag bleibt für uns strategisch wichtig und wir sehen nach wie vor ein starkes Bedürfnis nach hochwertigem Sonntagsjournalismus. Unabhängig von den Entwicklungen beim SonntagsBlick», heisst es weiter.

Auf die Frage, ob der Service der Sonntagszustellung finanziell ohne Ringier noch aufrechtzuerhalten ist, gehen die Verlage nicht näher ein. Die Verlage teilen sich derzeit die Zustellungskosten.

Die «SonntagsZeitung» erreichte laut den letzten Zahlen eine Auflage von 102'663. Die «NZZ am Sonntag» folgte mit 84'522, der «SonntagsBlick» mit 74'676. (leh/sda)

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11 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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TanookiStormtrooper
09.09.2026 22:51registriert August 2015
Also früher hat mein Papa den immer wegen der Sportberichterstattung gekauft. Mit dem Internet war's dann irgendwie nicht mehr nötig. Da würde es mehr Sinn machen die am Montag als reine Sportausgabe mit Resultaten und Analysen zu bringen, mit dem Rest kann man höchstens den Hamsterkäfig auslegen.
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