Schweiz
Migration

Private Betreuungsfirma zieht Flüchtlingen Geld vom Grundbedarf ab – und verlangt Lohnabgaben

Private Betreuungsfirma zieht Flüchtlingen Geld vom Grundbedarf ab – und verlangt Lohnabgaben

15.10.2015, 06:1215.10.2015, 07:23
  • Einem Bericht der Rundschau zufolge schlägt die Flüchtlingsbetreuungsfirma ABS Profit aus dem Geschäft mit Asylbewerbern. Die Firma wird von Gemeinden bezahlt, organisiert die Unterbringungen und verpflichtet sich, Flüchtlinge so zu betreuen, wie es Gemeinden tun müssten.
  • Doch das ist offenbar nicht überall der Fall. Der Bericht zeigt eine Wohnung in Benken SG, in der 11 Flüchtlinge in vier Zimmern untergebracht sind, und ein heruntergekommenes Haus in Gommiswald, in dem eine Familie aus Äthiopien lebt. Betreuung: ungenügend. 
  • Doch das ist nicht alles: Von den 450 Franken pro Person und Monat, die die ABS den Flüchtlingen abgeben müssen, werden insgesamt rund 70 Franken abgezogen – für Kommunikation und Putzgeld. 
  • Zudem liess die ABS von Asylbewerbern Lohnabtretungen unterschreiben, wie ein Wirt aus Uetliburg berichtet. Diese Lohnabtretungen sind gemäss Jurist Thomas Geiser nicht rechtens. 
  • Die ABS weist die Vorwürfe zurück. Der Gemeindepräsident von Benken hat den Vertrag mit der Firma gekündigt. (dwi)

Hier geht's zum Rundschau-Beitrag.

Dir gefällt diese Story? Dann teile sie bitte auf Facebook. Dankeschön!👍💕🐥

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Selbstbedienungsladen Ruag: So liefen die Geschäfte mit den Leopard-Panzern
Millionenschäden, dubiose Deals und jahrelanges Kontrollversagen: Ein neuer Untersuchungsbericht zeigt das Ausmass der Ruag-Panzeraffäre – und legt weitere Machenschaften offen.
Fast drei Jahre lang lief die externe Untersuchung durch eine Anwaltskanzlei, welche die Ruag auf Druck der damaligen Verteidigungsministerin Viola Amherd eingeleitet hatte. Am Freitag wurden die Karten zum Panzerskandal des bundeseigenen Rüstungsbetriebs auf den Tisch gelegt. Von «schwerwiegenden Verfehlungen, die dem Vertrauen der Öffentlichkeit in das Unternehmen schaden», sprach der aktuelle Verteidigungsminister Martin Pfister, der am Freitagnachmittag, 30. Oktober, vor die Medien trat.
Zur Story