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So gut geht es den Schweizer Bergbahnen – eine Region schwingt obenaus

Flims Cassons Segnesboden
Auch die neue Bahn auf den Cassons in Flims trägt zum guten Ergebnis der Schweizer Bergbahnen bei.Bild: Reto Fehr

So gut geht es den Schweizer Bergbahnen – eine Region und Höhenlage schwingt obenaus

Nach der starken Sommersaison zahlt sich auch der goldene Herbst für die Schweizer Bergbahnen aus. Die Ersteintritte legen deutlich zu. Insbesondere das Berner Oberland und Anlagen auf typischen Wandergebieten zwischen 1000 und 2000 Metern sind sehr gefragt.
05.10.2026, 11:2205.10.2026, 11:39

Die Schweizer Bergbahnen blicken auf eine erfolgreiche Sommersaison. Von Mai bis Ende September stiegen die Ersteintritte schweizweit gegenüber dem Vorjahr um zehn Prozent. Gegenüber dem Durchschnitt der letzten fünf Jahre beträgt das Plus 28 Prozent.

Erfreulich: Nicht einzelne Hotspot-Regionen oder Destinationen sorgen für das Plus, sondern Bergbahnen unterschiedlicher Grösse und verschiedener Höhenlagen.

Daten und Quellen
Für das Saison-Monitoring wertet der Branchenverband Seilbahnen Schweiz (SBS) die Gästeanzahl (Ersteintritte) von über 140 Mitgliedern aus der ganzen Schweiz aus. Die nun vorliegenden Zahlen erlauben eine Analyse des Saisonstarts der Sommersaison 2026 von Mai bis Ende September.

Nach einem aussergewöhnlich heissen und trockenen Sommer präsentierte sich auch der September überall freundlich und stabil. Die sehr guten Bedingungen für Wanderungen, Ausflüge und Freizeitaktivitäten in den Bergen wirkten sich positiv auf die Nachfrage aus. Die Bergbahnen konnten ihre Position als beliebte Ausflugs- und Freizeitdestinationen erneut bestätigen.

Gleichzeitig lässt sich die Entwicklung nicht allein mit dem Wetter erklären. Die Ersteintritte liegen nicht nur über dem Vorjahr, sondern auch deutlich über dem Durchschnitt der letzten fünf Jahre. Dies bestätigt den langfristigen Trend, wonach das Sommergeschäft für viele Bergbahnunternehmen zunehmend an Bedeutung gewinnt. Dazu beigetragen haben auch die kontinuierlichen Investitionen der Bergbahnen in attraktive Freizeit-, Erlebnis-, Wander- und Bikeangebote.

Berner Oberland legt deutlich zu

Regional zeigen sich Unterschiede. Am stärksten entwickelte sich das Berner Oberland mit einem Plus von 22 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auch Graubünden (+13 %), die Waadtländer und Freiburger Alpen (+10 %) sowie die Zentralschweiz (+7 %) verzeichnen überdurchschnittliche Zuwächse. Das Wallis (+2 %) liegt leicht über dem Vorjahresniveau, während sich das Tessin und die Ostschweiz auf Vorjahresniveau bewegen.

Das Ergebnis der Ostschweiz wird weiterhin durch die Betriebseinstellung der Säntis-Schwebebahn während des Neubaus beeinflusst. Ohne diesen Sondereffekt würde auch die Ostschweiz ein deutlich positives Ergebnis ausweisen. Mehrere Bahnen in der Ostschweiz erreichten Höchstwerte im Beobachtungszeitraum.

Die Gondel der S
Die Säntisbahn wird neu gebaut und war darum dieses Jahr ausser Betrieb.Bild: www.imago-images.de

Langfristig deutlich im Plus

Im Vergleich zum Durchschnitt der letzten fünf Jahre fällt das Bild noch deutlicher aus. Schweizweit liegen die Ersteintritte 28 Prozent über dem langjährigen Mittel. Besonders stark präsentiert sich das Berner Oberland (+59 %). Auch die Waadtländer und Freiburger Alpen (+31 %), die Zentralschweiz (+30 %), Graubünden (+14 %), das Tessin (+12 %) und das Wallis (+10 %) liegen deutlich über dem Durchschnitt.

Bergbahnen in mittleren Höhen sind gefragt

Die Auswertung nach Unternehmensgrösse zeigt, dass die positive Entwicklung nicht ausschliesslich von einzelnen bekannten Ausflugsbergen getragen wird. Sowohl kleine als auch grosse Bergbahnunternehmen verzeichnen gegenüber dem Vorjahr deutliche Zuwächse.

Die Betrachtung nach Höhenlage zeigt ein interessantes Bild. Die grössten Zuwächse verzeichneten Bergbahnen in Höhenlagen zwischen 1000 und 2000 m ü. M. Unternehmen in diesen Lagen steigerten ihre Ersteintritte gegenüber dem Vorjahr um 15 Prozent. Demgegenüber lagen die Zuwächse bei Anlagen unter 1000 ü. M. (+3 %) und bei hochalpinen Anlagen über 2000 ü. M. (+2 %) deutlich tiefer. Besonders stark entwickelten sich klassische Wander-, Ausflugs- und Erholungsgebiete in mittleren Höhenlagen. (fox)

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