Schweiz
SP

Immunität von Roger Köppel und Fabian Molina auf dem Prüfstand

Bundesanwaltschaft will Immunität von Roger Köppel aufheben – auch Molina muss antraben

08.05.2022, 04:2108.05.2022, 18:05

In den vergangenen Wochen gerieten die beiden Zürcher Nationalräte Roger Köppel (SVP) und Fabian Molina (SP) in die Kritik. Köppel wird vorgeworfen, das Amtsgeheimnis verletzt zu haben, Molina nahm an einer unbewilligten Demonstration teil. Dies hat für die beiden Politiker nun Konsequenzen.

Roger Koeppel, SVP-ZH, telefoniert in der Wandelhalle des Nationalrats, waehrend der Fruehlingssession der Eidgenoessischen Raete, am Montag, 7. Maerz 2022, im Nationalrat in Bern. (KEYSTONE/Peter Kla ...
Bei Roger Köppel besteht der Verdacht einer Verletzung des Amtsgeheimnisses.Bild: keystone

Wie der «SonntagsBlick» berichtet, müssen sowohl Köppel als auch Molina nach der Sondersession des Nationalrats bei der Immunitätskommission antraben. Diese entscheidet darüber, ob die beiden ihre parlamentarische Immunität verlieren. Sollte dies der Fall sein, könnten Köppel und Molina strafrechtlich verfolgt werden.

Nationalrat Fabian Molina, SP-ZH, spricht waehrend der Fruehlingssession der Eidgenoessischen Raete, am Donnerstag, 10. Maerz 2022 im Nationalrat in Bern. (KEYSTONE/Anthony Anex)
Fabian Molina hat an einer unbewilligten Demonstration teilgenommen.Bild: keystone

Köppel wird vorgeworfen, auf seinem Videokanal «Weltwoche Daily» Informationen aus vertraulichen Kommissionsunterlagen öffentlich gemacht zu haben. Die Bundesanwaltschaft soll gemäss dem «SonntagsBlick» nun mitgeteilt haben, es bestehe ein «hinreichender Tatverdacht» gegen den Zürcher. Gleichzeitig betonte sie, es gelte nach wie vor die Unschuldsvermutung. Köppel hatte im Anschluss an die Vorwürfe gesagt, er verzichte freiwillig auf seine Immunität. Dies ist allerdings ohne Einwilligung der Kommission nicht möglich.

Fabian Molina nahm im Februar an einer Gegendemonstration gegen Rechtsextreme teil. Diese war unbewilligt. Aus diesem Grund geht die Zürcher Staatsanwaltschaft nun auch gegen den 31-jährigen SP-Politiker vor. (dab)

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