Kym scheidet an den Swiss Indoors aus
Mit Jérôme Kym scheitert an den Swiss Indoors in Basel auch der letzte Schweizer. Der Aargauer verliert im Viertelfinal gegen Wawrinkas Bezwinger Jiri Lehecka 4:6, 2:6.
Kym, die Nummer 222 der Welt und dank einer Wildcard dabei, hält über weite Strecken gut mit, der Weltranglisten-21. aus Tschechien ist aber in den entscheidenden Momenten etwas abgeklärter und konstanter. Im ersten Satz kann Kym eine Breakchance zum 3:1 nicht nutzen und gibt gleich darauf seinen Aufschlag nach 40:0-Führung ab. Auch im letzten Game bietet sich dem 23-jährigen Fricktaler noch einmal eine Möglichkeit, auf 5:5 zu stellen.
Er schafft auch im zweiten Satz kein Break gegen den sehr solide auftretenden Tschechen, der in der Startrunde die Karriere von Stan Wawrinka beendet hatte. Stattdessen schlägt Lehecka zum 2:3 und dann gleich noch einmal zum 2:5 eiskalt zu. Danach gibt es für Kym, der als erster Schweizer seit Dominic Stricker vor drei Jahren die Viertelfinals der Swiss Indoors erreicht hatte, kein Zurück mehr. Nach 1:25 Stunden ist sein Abenteuer in Basel für dieses Jahr zu Ende.
Dennoch darf Kym sehr zufrieden sein. Er hatte auf ATP-Stufe zuvor erst einmal einen Viertelfinal erreicht, vor eineinhalb Jahren in Gstaad. In der Weltrangliste wird er rund 60 Positionen gutmachen.
Fils muss aufgeben
Der höchstverbliebene Gesetzte in den Halbfinals ist Taylor Fritz. Der Weltranglisten-13. aus den USA profitiert von der Aufgabe des als Nummer 2 gesetzten Arthur Fils beim Stand von 2:0 im zweiten Satz. Der Franzose kämpft um die erstmalige Teilnahme an den ATP Finals und ist eigentlich auf jeden Punkt angewiesen. Anderseits will er womöglich vor dem höher dotierten Masters-1000-Turnier in der Heimat Paris kein Risiko eingehen. Fils lässt sich erst am Rücken behandeln, ehe er das Handtuch wirft.
Im Halbfinal kommt es zwischen Fritz und Valentin Vacherot (ATP 31) zu einer Revanche. Der Monegasse und der Kalifornier trafen im letzten Jahr in der 1. Runde aufeinander, Fritz gewann nach über zweieinhalb Stunden. Am Freitag setzte sich Vacherot in drei Sätzen gegen den ehemaligen Finalisten Holger Rune durch, dessen viel versprechendes Comeback vorerst gestoppt wurde. (sda)
