Ärztin widerspricht Xhaka: «Ich habe ihn korrekt geimpft»
Am Montag äusserte sich der Schweizer Nationalspieler erstmals selbst zu den Vorwürfen. Er habe damals aus Misstrauen gegenüber dem Impfstoff und aus Verunsicherung «eine Impfbestätigung erworben, anstatt meine offenen Fragen auf dem vorgesehenen Weg zu klären», erklärte Xhaka. Dies sei ein Fehler gewesen, den er heute bereue.
Nun widerspricht die Luzerner Ärztin, die das Zertifikat ausgestellt hatte, dieser Darstellung zumindest teilweise. Gegenüber Blick sagt sie:
Das von ihr ausgestellte Zertifikat entspreche der Wahrheit. Xhaka habe sich Anfang 2022 an ihre Praxis gewandt. Weil er nach eigenen Angaben zuvor bereits an Covid erkrankt gewesen sei und Antikörper gehabt habe, sei die erste Impfung als Booster vorgesehen gewesen. Für das Zertifikat habe deshalb eine Impfung ausgereicht, so die Ärztin.
Unklar bleibt damit, wie Xhakas Aussage, er habe eine Impfbestätigung «erworben», und die Darstellung der Ärztin zusammenpassen.
Die Ärztin widerspricht zudem Berichten, wonach ihre Praxis geschlossen sei. Diese sei weiterhin regulär geöffnet.
Nach Informationen des Blick hatte die Polizei die Praxis bereits 2023 im Zusammenhang mit einem anderen Verfahren durchsucht. Ausgangspunkt sei die Anzeige einer Krankenkasse gewesen. Dabei seien die Ermittler auf verschiedene Covid-Dossiers gestossen, darunter jenes von Xhaka. Für die Ärztin gilt die Unschuldsvermutung. (mke)
