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200-Millionen-Franken-Kredit für Schweizer Olympia nimmt erste Hürde

200-Millionen-Franken-Kredit für Schweizer Olympia nimmt erste Hürde

Der Bund soll die für 2038 geplanten Olympischen Winterspiele und Paralympischen Spiele in der Schweiz mit bis zu 200 Millionen Franken unterstützen.
04.09.2026, 20:2704.09.2026, 20:27

Die zuständige Nationalratskommission gibt dafür grünes Licht, stellt aber neue Bedingungen.

Federal Councillor Elisabeth Baume-Schneider, middle, poses for a group photo with a banner for the Olympic ticket of Switzerland 2038 and the Swiss delegation during the Opening Event at the House of ...
2038 soll Olympia in der Schweiz stattfinden.Bild: keystone

Die Wissenschafts-, Bildungs- und Kulturkommission der grossen Kammer (WBK-N) unterstütze die Schweizer Kandidatur, hiess es in einer Mitteilung der Parlamentsdienste vom Freitag. Dieser Grundsatzentscheid fiel deutlich – mit 21 zu 2 Stimmen bei 2 Enthaltungen. Die Kommission teile die Einschätzung des Bundesrats, dass die Winterspiele 2038 eine Chance für den Sport, die Jugend und den nationalen Zusammenhalt darstellen.

Die Winterspiele 2038 sollen dezentral durchgeführt und die Wettkämpfe auf verschiedene Orte verteilt werden. Der Bundesrat will nur dann Geld zur Verfügung stellen, wenn sich Kantone und Gemeinden mit mindestens demselben Betrag an den Kosten beteiligen.

Die WBK-N stellt nun weitere Bedingungen. So seien die Spiele nach hohen nationalen und internationalen Standards zu Nachhaltigkeit, Transparenz und Gouvernanz durchzuführen. Dazu gehörten insbesondere die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln sowie eine Sozial- und Kulturcharta.

Zu reden gab ferner, ob zur Unterstützung der Winterspiele eine eidgenössische Volksabstimmung stattfinden kann oder nicht. Der Bundesrat stuft den Beschluss als nicht referendumspflichtig ein. Mit 15 zu 5 Stimmen bei 4 Enthaltungen stützte die WBK-N diese Haltung. In den betroffenen Kantonen könnten sich Parlamente und gegebenenfalls auch das Volk äussern.

Der für die Organisation der Winterspiele zuständige Verein sieht eine privat finanzierte Defizitgarantie von 200 Millionen Franken vor und plant mit Gesamtkosten von 2,2 Milliarden Franken. Dieses Geld soll von der öffentlichen Hand, vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC) sowie aus Sponsoring und Merchandising kommen.

Die Schweiz hat den Zuschlag noch nicht, befindet sich aber in einer privilegierten Position. Das bedeutet, dass sie mit einer überzeugenden Bewerbung bis Ende 2027 beim IOC Exklusivität geniesst. (sda)

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