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Tempo 140 auf Schweizer Autobahnen? Jetzt muss Initiant Schläpfer Gas geben!

HSG-Absolvent und Internet-Unternehmer Marco Schläpfer ist der Initiator der Tempo-140-Initiative.
HSG-Absolvent und Internet-Unternehmer Marco Schläpfer ist der Initiator der Tempo-140-Initiative.Bild: zvg
Autobahn-Initiative

Tempo 140 auf Schweizer Autobahnen? Jetzt muss Initiant Schläpfer Gas geben!

Der Nationale Sammeltag vergangenes Wochenende hat nicht die Anzahl Unterschriften eingebracht, die sich der Initiator der Tempo-140-Initiative erhofft hat. Nun wird die Zeit fürs Sammeln knapp. 
21.01.2015, 16:0222.01.2015, 10:21

Auf Facebook war es so einfach: Innerhalb kürzester Zeit kamen auf der Seite Volksinitiative 140 auf der Autobahn bei 100'000 Likes über 153'000 Däumchenhochs für das Anliegen zusammen. Doch Likes in bare Münze – beziehungsweise in valable Unterschriften für eine Volksinitiative – zu verwandeln, ist gar nicht so einfach, wie Initiator Marco Schläpfer jetzt merken muss. 

Am letzten Samstag riefen er und seine prominenten Mitinitiatoren Lukas Reimann und Walter Wobmann per Facebook-Event zum Nationalen Sammeltag auf. Jeder der über 20'000 «Liker» sollte den Bogen ausdrucken, noch drei weitere reale Unterschriften für die «140er Initiative» sammeln und an Schläpfer schicken. «Yes We Car», steht auf der Page. «But, do they really»? 

So wurde auf Facebook für den Sammeltag geworben.
So wurde auf Facebook für den Sammeltag geworben.Bild: facebook

Erst gut ein Drittel geschafft

Der Rücklauf an Unterschriften ist seit dem Sammeltag nur zögerlich angelaufen. Bei drei Unterschriften pro Liker hätten mit einem Schlag 60'000 Unterschriften zurück fliessen müssen. Doch: «Bis jetzt sind seit dem Sammeltag zwischen 1000 und 2000 Unterschriften reingekommen», sagt Schläpfer. «Vielleicht müssen wir den Facebook-Usern noch ein bisschen besser erklären, dass sie die Unterschriften wirklich sammeln müssen.» Viele der jungen Liker seien bis anhin noch nie politisch aktiv gewesen. 

Das könnte knapp werden: Die Hälfte der Zeit ist abgelaufen, rund 43'000 Unterschriften sind gesammelt und rund 120'000 sind nötig, denn meistens werden noch ungefähr 20'000 für ungültig erklärt. 

Initiator Marco Schläpfer ist dennoch guter Dinge: «Wir werden einen weiteren Sammeltag initiieren und weiter Werbung auf Social Media machen. Die Autofahrer müssen jetzt zusammenstehen, denn sonst setzt sich niemand für sie ein», sagt er. 

Vor allem die 20- bis 35-Jährigen würden sich sehr für das Anliegen interessieren. «140 km/h ist  bei günstigen Strassenverhältnissen ein angemessenes Tempo für die Autobahn, so wie 50 km/h ein angemessenes Tempo für innerorts und 80 für ausserorts ist», meint Schläpfer. 

Keine Unterstützung findet das Volksbegehren beim grössten Schweizer Verkehrsverband, dem Touring Club Schweiz. Aus Sicht des TCS sind die geltenden Geschwindigkeitsvorschriften ausreichend für einen flüssigen Verkehr, sagte Sprecher David Venetz. 

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