Schweiz
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Marco Chiesa, Vizepraesident AUNS, Staenderat SVP-TI, spricht waehrend einer AUNS Medienkonferenz zu Begrenzungsinitiative, am Donnerstag, 30. Juli 2020, im Hotel Kreuz, in Bern. (KEYSTONE/Anthony Anex).

Soll auf Albert Rösti folgen: SVP-Ständerat Marco Chiesa, hier an der AUNS-Medienkonferenz zur Begrenzungsinitiative am 30. Juli in Bern. Bild: keystone

Chiesa nominiert, Heer ausgebootet – das gefällt in der SVP nicht allen

Die SVP-Findungskommission schlägt den Tessiner Ständerat Marco Chiesa als einzigen Kandidaten fürs Parteipräsidium vor. In der Zürcher SVP, die mit Alfred Heer einen offiziellen Kandidaten ins Rennen geschickt hat, hat man daran nicht nur Freude.

Christoph Bernet / ch media



Bis gestern Abend gab es zwei offizielle Kandidaten für die Nachfolge von SVP-Präsident Albert Rösti: Die Nationalräte Andreas Glarner (58, AG) und Alfred Heer (59, ZH). Doch den tonangebenden Kräften in der Partei waren die beiden offensichtlich nicht genehm: Über Wochen kursierten immer wieder neue Namen von potenziellen Anwärtern, mit welchen die Findungskommission Gespräche führte. Einer nach dem anderen fiel aus dem Rennen. Kein Interesse, keine Zeit, falscher Zeitpunkt, so die Begründungen.

Am Donnerstagabend zauberte die Findungskommission dann mit Marco Chiesa einen Namen aus dem Hut, mit dem kaum jemand gerechnet hatte. Der 45-jährige Tessiner Ständerat sei «von Anfang an als Wunschkandidat auf unserer Liste gestanden», sagte der frühere SVP-Fraktionschef Caspar Baader, Präsident der Findungskommission, gegenüber Radio SRF. Nachdem er Ende Februar aus beruflichen Gründen abgesagt hatte, steht Chiesa nach der Kündigung seiner Stelle als Leiter eines Alterszentrums nun doch zur Verfügung.

Das Schweigen des Alfred Heer

In der Freitagsausgabe des «Corriere del Ticino» sagte Chiesa, er habe mit Glarner und Heer gesprochen, die nicht nur Ratskollegen, sondern Freunde seien. Beide hätten sich befürwortend zu seiner Kandidatur geäussert. Gegenüber den Online-Portalen von Tamedia tönte Chiesa am Freitagnachmittag dann schon etwas vorsichtiger. Wenn Heer und Glarner den Weg für eine Einerkandidatur frei machen, freue ihn das: «Es wäre aber auch kein Problem, wenn einer der beiden gegen mich antreten würde».

Während Andreas Glarner noch am Donnerstagabend öffentlich wiederholte und den Rückzug seiner Kandidatur bekannt gegeben hat, bleibt Alfred Heer bisher stumm. Telefonisch ist er am Freitag nicht zu erreichen. Auch eine Anfrage bei Benjamin Fischer bleibt unbeantwortet. Fischer ist Präsident der SVP des Kantons Zürich, die Heer offiziell nominiert hat.

Alfred Heer, der Präsident der Geschäftsprüfungsdelegation, gibt bekannt, dass eine Inspektion zur Geheimdienst-Affäre eröffnet wird.

Schweigt bisher: Der Zürcher SVP-Nationalrat Alfred Heer. Bild: KEYSTONE

Der Entscheid der Findungskommission dürfte nächste Woche vom Parteileitungsausschuss bestätigt werden. Dennoch könnte die Zürcher SVP an der Delegiertenversammlung vom 22. August Heer als Kandidaten vorschlagen.

Heer wäre «ein hervorragender Kandidat»

Einer, der Heer schon seit Jahrzehnten kennt, ist der Zürcher SVP-Nationalrat Mauro Tuena. Gemeinsam betreiben die beiden eine IT-Firma. Zwar sei Chiesa unbestritten ein guter Kandidat. «Aber ich hätte mir eine Auswahl gewünscht», bedauert Tuena.

Nationalrat Mauro Tuena an der Albisguetli-Tagung in Zuerich am Freitag, 17. Januar 2020.    (KEYSTONE/Walter Bieri)

Parteifreund und Geschäftspartner von Heer: Mauro Tuena. Bild: KEYSTONE

Die Findungskommission hätte Heer ebenfalls zuhanden der Delegiertenversammlung nominieren sollen, kritisiert Tuena. «Denn Heer ist ebenfalls ein hervorragender Kandidat, der das nötige Format hat». Schliesslich habe er die Zürcher SVP als Präsident von 2009 bis 2016 äusserst erfolgreich geführt. Es sei nun an Heer zu entscheiden, ob er dennoch antreten wolle.

Chiesa als «Signal des Aufbruchs»

Anders tönt es bei Heers Zürcher Nationalratskollegin Barbara Steinemann. Sie sei positiv überrascht gewesen von der Nominierung Chiesas: «Ich rechne ihm seine Bereitschaft hoch an, das Amt trotz seiner beiden kleinen Kinder zu übernehmen.»

Gemäss Steinemann bringe Chiesa alle nötigen Voraussetzungen mit, um ein erfolgreicher Parteipräsident zu werden: «Wie Toni Brunner ist er einer, der auf die Leute zugehen kann.» Chiesas Kandidatur sei ein Signal des Aufbruchs, dass all jene Lügen strafe, welche der SVP hämisch ein Personalproblem unterstellt hätten.

Barbara Steinemann, Nationalraetin SVP-ZH, spricht waehrend einer Medienkonferenz zum Thema

SVP-Nationalrätin Steinemann: «Chiesa kann auf die Leute zugehen». Bild: keystone

Während sich Steinemann einen Parteipräsidenten Andreas Glarner von Anfang an nicht vorstellen konnte, hätte sie mit Alfred Heer leben können. Allerdings gehöre dieser eine Generation an, die keine Aufbruchstimmung verbreite. (bzbasel.ch)

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43Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Sapere Aude 02.08.2020 11:58
    Highlight Highlight Die SVP sucht ja keinen Präsidenten, sondern einen Geschäftsführer, der das Unternehmen im Auftrag des Eigentümers Blocher führt.
  • Emil Eugster 02.08.2020 11:13
    Highlight Highlight Was soll das ganze Theater?
    Es bestimmt immer noch nur einer, wer den Präsidenten seiner Partei spielen darf.
  • Useurbrain 01.08.2020 10:59
    Highlight Highlight Wie wenn das Alter des Kandidaten bei der SVP was mit Aufbruchstimmung zu tun hätte; das Parteiprogramm ist sowieso „Rückwärtslaufend nach vorne schauen“ … dort ist die Zukunft, aber „mir wännds eso wie früehner…“
  • manhunt 01.08.2020 09:34
    Highlight Highlight im gleichschritt zurück in die vergangenheit. früher wars der führer, heute ists der vogt von und zu herrliberg. und obwohl diese autokratisch geführte partei keine 30% wähleranteil erreicht erdreisten sich ihre anhänger doch stets für sich anspruch zu nehmen, die einzig wahren schweizer, und dazu noch die einzigen demokraten zu sein.
  • zeusli 01.08.2020 06:22
    Highlight Highlight Wer bezahlt befiehlt....
    Christoph B. aus H.
    • Lucida Sans 02.08.2020 11:00
      Highlight Highlight Ja, aber, jetzt habe doch erst grad gelesen, der Mann sei mausarm!
  • Randy Orton 01.08.2020 03:47
    Highlight Highlight Ist die Zürcher SVP nicht damit beschäftigt, die Steuerzahler um Millionen zu erleichtern, damit man Ferraris kaufen kann? Oder gibt es keine Maskendeals mehr?
  • MartinZH 01.08.2020 01:41
    Highlight Highlight Ich finde es wirklich sehr schade, dass hier offensichtlich mein persönlicher "Einzel-Blitzer" getriggert worden ist. Schon traurig, wenn man mit einem dermassen destruktiven Verhalten um Aufmerksamkeit ringen muss. Tut mir nur leid, dass es so etwas überhaupt gibt. 😔
  • Shisha 31.07.2020 22:51
    Highlight Highlight Eine gute Wahl! Heer fehlt es am nötigen Charisma, Glarner ist zu polarisierend und spaltend. Chiesa ist genau die richtige Besetzung.
    • FrancoL 31.07.2020 23:16
      Highlight Highlight Bitte nachschlagen was Charisma heisst.
  • In vino veritas 31.07.2020 22:31
    Highlight Highlight Tja, der Heer ist auf der Gefügigkeitsskala bestenfalls eine 7, also gefügig, aber mit eigenem Willen. Das will sich der Fürst zu Herrliberg nicht mehr antun. Der Chiesa stellt eine glatte 10 da, also komplett devot und handzahm. Das gefällt Blocher, da sie ab der Stufe 8 ihm blind aus der Hand fressen😉



    P. S.: Das Zuchtprogramm wurde diesbezüglich angepasst, also wird Blocher in Zukunft keine Probleme mehr mit dem Präsidenten haben...
  • the Wanderer 31.07.2020 20:35
    Highlight Highlight von welcher Aufbruchsstimmung bei der SVP redet da Frau NR Barbara Steinemann?

    vom Aufbruch in die Vergangenheit?

    • Cyrillius 31.07.2020 21:27
      Highlight Highlight Bei der SVP heisst es nicht eben nicht “Zurück in die Zukunft“ sondern “Vorwärts in die Vergangenheit“ 😉
  • pluginbaby 31.07.2020 19:28
    Highlight Highlight Ein auf nationaler Ebene unbekannter Name der noch nicht negativ behaftet ist. Könnte ein sehr geschickter Schachzug der SVP sein.
    • FrancoL 31.07.2020 23:21
      Highlight Highlight Noch nie hat die Romandie und das Tessin im Gleichklang mit der Deutschschweiz getickt und Chiesa wird bald einmal merken dass die Gewinne durch Verluste in der Deutschen Schweiz alimentiert werden und er muss dann wohl das Schiff wieder in die andere Richtung lenken.
    • Fisherman 01.08.2020 00:33
      Highlight Highlight @MartinZH
      Baader und Amstutz - sie verwechseln "starke Persönlichkeiten" mit "laut bellen"
    • MartinZH 01.08.2020 01:45
      Highlight Highlight Nur lächerlich, wie hier der "Einzel-Blitzer" wieder zugeschlagen hat... 😔
  • De-Saint-Ex 31.07.2020 19:16
    Highlight Highlight Einfach traurig.. und das in einer (angeblich) demokratischen Partei, die erst noch die Dreistigkeit besitzt, „Volk“ im Parteinamen zu führen. Traurig auch deswegen, weil diese Partei auch hier eindrücklich beweist, dass „national“ „autoritär“ bedeutet... Herrliberg hat gesprochen, also wird pariert.
  • Prometheuspur 31.07.2020 19:00
    Highlight Highlight Sodann lautetet es bald:
    "Und der Gewinner ist" - Trommelwirbel-Trommelwirbel-Trommelwirbel-Trommelwirbel - Päng!
    Ach jetzt hat sich doch der schon von Beginn an, superspitzen Wunschkandidat «Marco Chiesa» ganz plötzlich zurückgezogen. Damit hätte aber auch wirklich niemand, absolut niemand gerechnet. Sowas blödes.

    Wir schreiben das Jahr 3030
    und wenn sie noch nicht gestorben sind suchen sie. . . . . . . ,. . . . . .-. .
  • John Henry Eden 31.07.2020 18:55
    Highlight Highlight Pro Heer. Zum einen ist er Stadtzürcher, also eine echte Zürischnurre und zum anderen steht er für den Aufbruch in der SVP. Nämlich den Aufbruch weg von Herrliberg.

    Die Partei braucht nicht Blochers Geld, sondern neue, konservative Wähler. Und die holt man nur ohne Blocher, da es Secondos und/oder Frauen sind.
    • Pafeld 01.08.2020 19:03
      Highlight Highlight "Die Partei braucht nicht Blochers Geld"...

      Natürlich brauchen die das. Die SVP ist auf Geld so angewiesen, wie der Junkie auf den nächsten Schuss. Der Politstil der SVP funktioniert nur, indem man mehr Krach als alle anderen Parteien zusammen verursacht. Ohne professionelle Mittel wird es da schnell hochnotpeinlich. Wer die Mittel einschiesst, hat diese Partei im Griff.
      Darum wird es die Partei nach Blochers Ableben auch förmlich zerblasen. Weil sich die ganzen, anonymen Millionärsspender kaum mehr von einer dahergelaufenen Blochergöre mit dem Charme einer Kreissäge herumkomandieren lassen.
    • Caribepirat 02.08.2020 00:26
      Highlight Highlight Ihr Text hat weder Hand noch Fuss. Zuerst meinen Sie die Partei habe das Geld nötig von Blocher. Aber danach nicht mehr , weil es dan ev. aus den Händen der Tochter kommt. Kreissäge hin oder her. Sie hat ihre EMS Gruppe fest in der Hand, so könnte Sie auch bei Interesse die SVP eisern weiterführen. Ob es nützlich ist für die sogenannte Volkspartei bleibe offen.
    • Pafeld 02.08.2020 15:34
      Highlight Highlight @Caribepirat
      Das ist eine Illusion, auf die viele mächtige, schwerreiche Leute hereinfallen. In der EMS werden die Leute für ihre Loyalität bezahlt. Und selbst diese Loyalität geht nur so weit, wie sie muss. Eine Partei wie die SVP, die stellenweise zu Recht als Politsekte bezeichnet werden kann, braucht in erster Linie an der Basis Überzeugungstäter. Und diese Leute müssen durch Charisma befriedigt werden. Was aus einer Partei wird, bei der alles nur noch des Geldes wegen erledigt wird, hat man bei der FDP und ihrem letzten Initiativenfiasko gesehen.
  • TanookiStormtrooper 31.07.2020 18:52
    Highlight Highlight Wie bei Game of Thrones... 🤣
  • MikeT 31.07.2020 18:39
    Highlight Highlight Und da hat man jetzt immer wieder hören und lesen können, dass man es anders als die Grünen macht und keine Einerkandidatur bringt...
    • the Wanderer 31.07.2020 20:40
      Highlight Highlight bei der SVP befiehlt immer noch der Chef vom herrlichen Berg.

      Und der Chef mag Fredi Herr nicht, der ist ihm zu eigenständig.

      Und Andreas Glarner ist für Blocher nur der nützliche Trottel, zuständig für Ausländer-Hasstiraden, aber zum Präsi unter ihm will ihn der Chef nicht haben.
    • Shisha 31.07.2020 22:45
      Highlight Highlight Naja, Bundesratswahl und Parteipräsident sind - demokratiepolitisch - nicht gaaanz dasselbe.....
    • the Wanderer 01.08.2020 10:37
      Highlight Highlight @Shisha

      verstehe ihren Post nicht so ganz, können Sie das ein wenig detaillierter ausführen?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Darkside 31.07.2020 18:32
    Highlight Highlight Die suchen ja keinen Präsidenten, sondern eine Marionette von des Herr(liberg)ns Gnaden. Ein beschämendes Schauspiel.
    • pamayer 01.08.2020 11:57
      Highlight Highlight Genau so wie Maurer BR unter Blochers Gnaden ist.
    • Darkside 02.08.2020 01:45
      Highlight Highlight Wobei ich den Eindruck habe, dass Maurer sich durchaus ein gutes Stück weit von der blocherschen Parteidiktatur emanzipiert hat und als Bundesrat den weit besseren Job macht als Blocher seinerzeit.
  • Lowend 31.07.2020 18:27
    Highlight Highlight Sehr geehrte Frau Steinemann. Man muss der SVP nicht «hämisch vorwerfen, dass sie ein Personalproblem hat», es reicht, sich die Realität zu betrachten, wo lange keiner den Posten wollte und die zwei, die sich dann freiwillig melden indirekt abgeschossen werden, um einem dritten Platz zu machen, der dem Financier der Partei genehm ist.

    Solche Mauscheleien im Hinterzimmer deuten nicht auf eine funktionierende Parteidemokratie, sondern erinnert an Diktaturen, wo nur dem Führer genehme Günstlinge eine Chance auf Karriere haben.

    Normal oder gar demokratisch ist das jedenfalls nicht!
    • Makatitom 01.08.2020 01:15
      Highlight Highlight Und sie hat ein Personalproblem, doe SSVP, schau dir doch nur mal dieses Personal wie Steinemann und all die anderen Spalte an
    • Lowend 01.08.2020 12:50
      Highlight Highlight Vermutlich sind am nicht existierenden Personalnotstand der Blochertreuen ja wie immer alle anderen schuld.

      Steinemann und Co. haben einfach noch keinen Schuldigen aufgetrieben. 😉
  • Hitsch 31.07.2020 18:19
    Highlight Highlight Das ganze nennt man Auswahl a la $VP !
  • Pafeld 31.07.2020 18:16
    Highlight Highlight Gemein, dass Glarner Heer nun zuvorgekommen ist. Nun ist Heer das Bauernopfer, dass gerade noch gut genug ist, um demokratische Verhältnisse vorzutäuschen, indem er Christoph Blocher, äh sorry, der "Findungskommission" eine Alibiwahl von Chiesa ermöglicht. Oder er lässt sich diese Farce nicht bieten, zieht seine Kandidatur ebenfalls zurück und outet die Wahl als die Abnickkrönung, die sie eh schon immer war.
    Das böse Blut, dass in der Zürcher SVP eh schon am brodeln ist (siehe Kantonsratswahlen), dürfte nun nochmals eine Stufe zulegen. Da täuscht auch Steinemann nicht darüber hinweg.
  • MartinZH 31.07.2020 18:03
    Highlight Highlight Schon krass, was bei der SVP alles möglich ist. Ist es nicht genau diese Partei, welche immer die direkte Demokratie über alles stellt? Wie früher im ZK der KPdSU wird ein unbekannter Nobody und Extremist (Auns) auf den ersten Platz vorgerückt, obwohl Fredi Heer "im Volk" mit einer viel grösseren Akzeptanz und Zustimmung rechnen kann. Sein Fehler war eben nur, dass er ein paar Mal nicht derselben Meinung war, wie der Fürst von Herrliberg (Majestätsbeleidigung). Das rächt sich nun. Und der Ton wird leider wieder schärfer, wenn der neue Marionetten-Präsident künftig seine Auns-Parolen platziert.
  • Izak 31.07.2020 17:57
    Highlight Highlight Hat sich der grosse Vorsitzende mal wieder durchgesetzt. Offenbar ist die Zeit noch icht reif für einen XX. Parteitag der SVP, die entscheidende Voraussetzung ist ja auch (noch) neicht gegeben.
    • Smörebröd 31.07.2020 22:07
      Highlight Highlight Die entscheidende Voraussetzung wird auch nie gegeben. Das Töchterchen wird's in der Zukunft richten.

Eismeister Zaugg

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Am Samstag ist NHL-Star Joe Thornton (41) in Davos eingetroffen. Er kann nächste Saison für den HC Davos spielen. Sofern er das wünscht. Er hat den Schweizer Pass und würde keine Ausländerlizenz beanspruchen.

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