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«Lage ist katastrophal»: Hitzesommer fordert Millionen von toten Fischen

«Lage ist katastrophal»: Hitzesommer fordert Millionen von toten Fischen

Der Hitzesommer hat in der Schweiz hunderttausende Fische das Leben gekostet – und weitere tote Fische könnte folgen.
19.08.2026, 16:0919.08.2026, 16:09

«Die Lage für die Fische ist katastrophal», sagte David Bittner, Geschäftsführer des Schweizerischen Fischerei-Verbandes im SRF «Tagesgespräch».

Im flachen Uferwasser wie hier am Bodensee bei Romanshorn verenden die Fische.
Ein toter Fisch am Bodensee. Bild: imago-images.de

«Wir rechnen damit, dass dieser Jahrhundertsommer Millionen von toten Fischen fordern wird», sagte Bittner weiter. Bis sich die Fischbestände wieder erholt haben, brauche es Jahre.

Besonders problematisch für die Fischwelt ist laut Bittner die Kombination aus Trockenheit und Hitze. Viele heimische Fischarten sind auf kälteres Wasser angewiesen. Ab etwa 20 Grad Celsius geraten sie laut Bittner unter Stress, ab 25 Grad könne die Wassertemperatur tödlich werden. Warmes Wasser enthält zudem weniger gelösten Sauerstoff und erhöht damit den Stress für die Fische.

Ausserdem trifft der Hitzesommer die Fischbestände in der Schweiz in einer bereits kritischen Situation: Drei von vier einheimischen Fischarten stehen auf der roten Liste der bedrohten Arten. «Das ist vielen Menschen draussen nicht bewusst», sagte Bittner.

Um Fische vor dem Vertrocknen zu bewahren, hätten Fischerei-Vereine, Fischer und kantonale Behörden Rettungsaktionen durchgeführt. So seien Fische etwa mit Elektrofanggeräten aus austrocknenden Gewässern gefangen und in andere Lebensräume umgesiedelt worden. Doch Bittner warnt: Das sind nur Notmassnahmen. Langfristig braucht es strukturelle Lösungen.

Dazu gehören laut Bittner etwa die schnellere Umsetzung des Gewässerschutzgesetzes, die ökologische Sanierung der Wasserkraftwerke und die Sicherstellung ausreichender Restwassermengen in den Gewässern

Entsprechende Gesetze existieren laut Bittner zwar. Sie würden aber viel zu langsam umgesetzt. Gesetzliche Fristen seien bereits abgelaufen. (sda)

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