Schweiz
Wetter

Ohne Hurrikan Gonzalo wäre der diesjährige Oktober der wärmste in der Messgeschichte gewesen

Das Fazit zum Oktober

Ohne Hurrikan Gonzalo wäre der diesjährige Oktober der wärmste in der Messgeschichte gewesen

30.10.2014, 16:0230.10.2014, 17:02
1 / 20
Goldener Herbst
Zürich: Menschen geniessen das herrliche Herbstwetter am See.
quelle: keystone / ennio leanza
Auf Facebook teilenAuf X teilen

Der Oktober 2014 geht als der viertwärmste seit Messbeginn in die Annalen der Wetterfrösche ein. In der Südschweiz und in Teilen des Westens dürfte es sogar zum wärmsten, je gemessenen Oktober reichen, obwohl der Monat im Durchschnitt zu nass und nur mässig sonnig war.

Ein eiskaltes Monatsende ist nicht absehbar. Darum dürfte in einigen Teilen des Landes der Oktober-Wärmerekord egalisiert werden, wie die Wetterdienste am Donnerstag mitteilten.

Bisher waren die Oktober 1996, 2001 und 2006 die wärmsten. Gemäss MeteoSchweiz reiht sich der Oktober 2014 hinter ihnen ein.

Föhn trieb Temperaturen in die Höhe

Schuld am rekordverdächtigen Oktober sind lange Hochdruckphasen und ein kräftiger Südföhn in der ersten Monatshälfte, rapportieren SRF Meteo und MeteoGroup. Das trieb die Temperaturen 3 bis 3,5 Grad höher als im klimatologisch relevanten Durchschnittsoktober der Jahre 1961 bis 1990. In St.Gallen betrug der Wärmeüberschuss gemäss SRF Meteo sogar 4 Grad.

Trotz Wärmeüberschuss war es in vielen Landesteilen zu nass. Viele Wolken sorgten für milde Nachttemperaturen und Frost blieb die Ausnahme. So waren die Bäume im Mittelland zum Monatsende noch kaum verfärbt.

Viel Regen im Tessin

Wohlfühlwetter gab es trotz Wärmetagen mit über 20 Grad und Sommertagen mit über 25 Grad aber nicht. Im Tessin gingen in der ersten Monatshälfte extreme Regenfälle nieder. Es kam zu Erdrutschen. Zu wenig Regen gab es dagegen in der Bodenseeregion, im Unterengadin, im Wallis und streckenweise im Jura.

Arg zerzauste der Ex-Hurrikan «Gonzalo» am 21. Oktober das Land. Auf dem Chasseral erreichten Böenspitzen 174 km/h. Sogar im Flachland wurden Orkanböen gemessen, so in Grenchen ein Höchstwert von 125 Stundenkilometern.

Auch der Winter schaute kurz vorbei. In St.Antönien GR lagen am 23. Oktober 80 Zentimeter Schnee, in Klosters 56 Zentimeter. Nur dieser Wintereinbruch verhinderte gemäss SRF Meteo, dass der Oktober 2014 der mildeste in der Messgeschichte wurde. 

(wst)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Der Schweizer Mega-Kokainprozess könnte mit Freisprüchen enden
Viele Indizien und Beweise, vorbelastete Beschuldigte, ein Netz von Helfern in der Schweiz – trotzdem könnte einer der grössten Drogenprozesse ohne Schuldsprüche enden.
Enver H.*, 31, ist kein unbeschriebenes Blatt. Im November 2017 wurde er laut einem italienischen Gerichtsentscheid in Tirana verurteilt. Er habe sich mittels Erpressung, Drohung und Gewalt Immobilien und weitere Vermögenswerte verschafft.
Zur Story