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Wechselhaftes Wetter behindert Löscheinsätze im Wallis

Wechselhaftes Wetter behindert Löscheinsätze im Wallis

25.07.2023, 13:3425.07.2023, 14:50

Das derzeit unbeständige Wetter erschwert die Löscharbeiten am Waldbrand im Oberwallis. Wegen teils heftiger Gewitter mussten die Einsatzkräfte am Montag teilweise und vorübergehend abgezogen werden. Die Lage im Brandgebiet blieb indes stabil.

Un helicoptere de la compagnie Air Zermatt, verse de l'eau pour eteindre les foyers dans la foret au-dessus des communes de Bitsch et Ried-Moerel le jeudi 20 juillet 2023 depuis Moerel Filet. Six ...
Die Lage im Brandgebiet bleibt stabil.Bild: keystone

«Das Wetter wird ein Unsicherheitsfaktor bleiben», sagte Einsatzleiter Christian Kummer am Dienstag. Die tieferen Temperaturen tragen aber zu einer rascheren Abkühlung des Bodens bei. Die Feuerwehr kämpfte weiterhin gegen Dutzende kleinere Schwelbrände und Glutnester.

Die Löscharbeiten aus der Luft werden tendenziell zurückgefahren, wie der Führungsstab mitteilte. Demnach wurde der Grosshelikopter am Montagnachmittag abgezogen. Seit Dienstag wird noch mit drei Kleinhelikoptern aus der Luft gelöscht. Das Wetter erschwert auch diese Einsätze. Denn bei Nebel bleiben die Helikopter am Boden.

Taktik bewährt sich

Das Ziel der Einsatzkräfte bestand weiter darin, Glutnester zu finden, auszugraben und zu löschen. Für die Arbeiten im Gelände waren weiterhin sechs Löschtrupps von fünf bis sechs Feuerwehrleuten im Einsatz, die jeweils von einem Forstmitarbeiter und einem Flughelfer unterstützt wurden.

Die Trupps sind mit GPS-Trackern und Wärmebildkameras ausgerüstet. «Diese Taktik der kleinstmöglichen Schritte bewährt sich bisher sehr gut. Die Leute kommen schnell voran, was zur guten Motivation beiträgt», sagte Förster Peter Aschilier.

Glitschiger Boden

Die Einsätze im Wald gestalten sich allerdings schwierig, vor allem auch, weil abgeworfenes Löschwasser und Regen die bis zu 20 Zentimeter dicke Ascheschicht in eine glitschige Bodenoberfläche verwandeln. Unter dieser Schlammschicht werden weiterhin noch kleinere Schwelbrände und Glutnester ausgemacht.

Wie der Führungsstab weiter mitteilte, tragen die Feuerwehrleute im Gelände grossmehrheitlich Bergschuhe. Diese böten zwar im Gegensatz zu den konventionellen Sicherheitsstiefeln der Feuerwehr besseren Halt im steilen und rutschigen Gelände.

Vier Paar Bergschuhe «verbraten»

Die Sohlen seien aber weniger hitzeresistent und der Verschleiss entsprechend hoch. Einige Feuerwehrleute hätten in der ersten Einsatzwoche bereits vier Paar Bergschuhe buchstäblich «verbraten», heisst es im Communiqué. Bei einzelnen Glutnestern wurden Temperaturen von 300 Grad Celsius gemessen.

Waldbrand im Wallis: Wir reden mit dem Gemeindepräsidenten

Video: watson

Der Waldbrand war am Montagabend vergangener Woche bei Bitsch ausgebrochen. Rund 200 Personen mussten daraufhin ihre Häuser verlassen. Grösstenteils konnten sie bereits am vergangenen Dienstag wieder in ihre Wohnungen zurückkehren.

Es gab keine verletzten Menschen oder Tiere und auch keine Gebäudeschäden. Insgesamt verbrannten 100 Hektaren Wald – so viel wie 140 Fussballfelder. (saw/sda)

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