Schweiz
Zürich

Crans-Montana: Brandopfer war im Unispital mit Krankenhauskeim infiziert

41. Brandopfer von Crans-Montana war im Uni-Spital mit Krankenhauskeim infiziert

02.02.2026, 10:1102.02.2026, 12:55

Am Samstag kam nach der Brandkatastrophe von Crans-Montana die 41. Person ums Leben. Ein 18-Jähriger aus Lutry VD starb einen Monat nach dem Unglück im Universitätsspital Zürich. Wie das Spital gegenüber Inside Paradeplatz bestätigte, litt das Opfer am als «Krankenhauskeim» bekannten Acinetobacter baumannii.

A man lights a candle to commemorate the victims of the deadly fire in a bar in Crans-Montana, Switzerland, during a vigil in Kocani, North Macedonia, on Saturday, Jan. 10, 2026. (AP Photo/Boris Grdan ...
Kerzen in Crans-Montana.Bild: keystone

«Acinetobacter baumannii tritt leider immer wieder im Zusammenhang mit der Betreuung von brandverletzten Patienten auf», so das Spital. Neben dem Toten sei ein zweites Brandopfer mit dem Bakterium infiziert. Weitere Übertragungen seien in den letzten vier Wochen verhindert worden.

Todesursache bislang offen
Wie das Universitätsspital Zürich schreibt, ist die genaue Todesursache des 41. Opfers von Crans-Montana unklar. Diese sei Gegenstand der Staatsanwaltschaft des Kantons Wallis.

Beim Acinetobacter baumannii handelt es sich um ein antibiotikaresistentes Bakterium, das in Brandsituationen im Spital besonders oft auftritt. Für die Infizierten ist dies gefährlich: So verringert es die Überlebenschancen von Brandverletzten um rund 50 Prozent. Das Bakterium kann diverse Formen von Infektionskrankheiten hervorrufen, etwa Lungenentzündungen, Blutvergiftungen oder – vor allem bei Verbrennungsopfern – Wundinfektionen.

Acinetobacter baumannii gehört in vielen Ländern zu den problematischsten Krankenhauskeimen. (dab)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
«Historische» 30 Grad im September: Hier wurde am Sonntag der Temperaturrekord geknackt
Der Hitzesommer ist zwar nur noch eine ferne Erinnerung, doch auch im September haben sommerliche Temperaturen die Schweiz im Griff: Am letzten Septemberwochenende wurden an vielen Orten auf der Alpennordseite Temperaturrekorde geknackt. Das Thermometer kletterte in Basel-Binningen sogar auf 30,1 Grad.
Zur Story