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31-Jähriger wehrt sich vor Zürcher Obergericht gegen Ausweisung

31-Jähriger wehrt sich vor Zürcher Obergericht gegen Ausweisung

16.12.2025, 10:0616.12.2025, 10:06

Ein 31-jähriger Eritreer hat sich am Dienstag vor dem Zürcher Obergericht gegen eine Landesverweisung gewehrt. Er stiess 2021 eine Frau im HB vor einen einfahrenden Zug.

Der Zug Tilo der SBB faehrt in Richtung Flughafen Mailand Malpensa am Dienstag, 30. Juli 2019. Die neue Bahnverbindung von Stabio zum Mailaender Flughafen Malpensa ist seit dem 10. Juni 2018 in Betrie ...
Im Jahr 2021 habe der Beschuldigte eine Frau am Zürcher Hauptbahnhof vor einen fahrenden Zug gestossen. (Symbolbild)Bild: KEYSTONE/TI-PRESS

Der Beschuldigte lebt seit Frühling 2025 in einem betreuten Wohnheim, zuvor war er in einer psychiatrischen Klinik. Ihm macht vor allem die drohende Landesverweisung Sorgen, wie er am Dienstag vor Gericht sagte. Zum Vorfall wollte er nichts mehr sagen, «ich bin heute aber ein anderer Mensch».

Dass er die ihm unbekannte Frau auf die Geleise gestossen hatte, sei «kein böser Wille» gewesen. Er sei damals in einem sehr schlechten Zustand gewesen. Laut Gutachten leidet der 31-Jährige an paranoider Schizophrenie und einer posttraumatischen Belastungsstörung.

Bei dem Vorfall im Frühling 2021 im Zürcher HB war der Zug noch mit 17 Kilometern pro Stunde unterwegs und etwa 50 Meter entfernt, als die Frau auf die Geleise gestossen wurde. Sie konnte sich selber retten, der Lokführer leitete eine Bremsung ein. Der Zug kam schliesslich an der Stelle zum Stehen, wo die Frau vorher lag. (sda)

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Fünf Pannen und Fehlentscheide in Justiz und Vollzug der letzten fünf Jahre
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quelle: keystone / steffen schmidt
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