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Die letzen Feinarbeiten auf dem Rasen und im Saegemehl laufen in der Schwingerarena auf hochtouren, dies anlaesslich des Eidgenoessischen Schwing- und Aelplerfest (ESAF) in Estavayer , am Donnerstag, 25. August 2016. (KEYSTONE/Urs Flueeler)

Wo können die Sägemehl-Ringe 2022 aufgebaut werden? Bild: KEYSTONE

Nach den Umweltschützern wehren sich auch die Bauern gegen das Eidgenössische 2022

Den Plänen für die Durchführung des Eidgenössischen Schwingfestes 2022 in Aesch erwächst immer mehr Widerstand. Nach den Umweltschützern stellen sich auch die Landwirte des fraglichen Areals quer.



Wie die «Basellandschaftliche Zeitung» am Dienstag berichtete, sind die Landwirte – Besitzer und Pächter – nicht bereit, das zwischen Aesch und Reinach gelegene Aescher Feld für den grössten Schweizer Sportanlass temporär zur Verfügung zu stellen. Ueli Siegenthaler, einer der Bauern, begründet die ablehnende Haltung in einem Schreiben damit, dass der vorgesehene Standort höchst ungeeignet sei. Der Schaden für das landwirtschaftlich genutzte Land übersteige den Nutzen bei weitem.

Der Festakt beim Eidgenoessischen Schwing- und Aelplerfest (ESAF) Estavayer 2016 in Payerne, am Sonntag, 28. August 2016. (KEYSTONE/Urs Flueeler)

Das Areal für das Eidgenössische 2016 in Estavayer. Bild: KEYSTONE

Weiter steht in dem Brief: «Das bäuerliche Bodenrecht überträgt den Landwirten in dieser Frage – unabhängig vom allenfalls abweichenden Grundeigentum – die abschliessende Verfügungsgewalt.» Die Bauern haben demnach die Möglichkeit, das Eidgenössische auf dem vorgesehenen Gebiet zu verhindern. Der Entscheid der Bauern ist gemäss der Mitteilung schon am 2. Juni gefallen.

Fussballstadion nicht möglich

Vor zwei Wochen hatten sich lokale und regionale Umweltschutzorganisationen mit einer damals begonnenen Petition gegen den Austragungsort gewendet, weil auf dem fraglichen Boden schützenswerte Tierarten brüten würden. Die Gegner führten ins Feld, man könnte das Fest wie 1977 im St.-Jakob-Park, dem früheren Joggeli, abhalten.

Um diesen Fleck geht's.

Die Alternative Fussballstadion ist indessen unrealistisch und längst nicht mehr zeitgemäss. Die heutigen Anforderungen an ein Eidgenössisches Schwingfest könnte der St.-Jakob-Park bei weitem nicht mehr erfüllen. Die Nachfrage liegt mittlerweile bei deutlich über 50'000 Zuschauerplätzen, während die Kapazität des Stadions bei lediglich rund 38'000 Plätzen liegt.

Die Basler Fans rauchen mit Pyro den St.  Jakob Park voll vor dem Fussball Meisterschaftsspiel der Super League zwischen dem FC Basel 1893 und dem Grasshopper Club Zuerich, im Stadion St. Jakob-Park in Basel, am Samstag, 10. September 2016. (KEYSTONE/Patrick Straub)

Für die Champions League geht's, für das Schwingfest reicht's nicht. Bild: KEYSTONE

Warten auf Anfang November

Zudem wäre es um den zugebauten St.-Jakob-Park herum nicht möglich, ein auch nur einigermassen taugliches Festgelände einzurichten. Die letzten Eidgenössischen in Frauenfeld (2010), Burgdorf (2013) und Estavayer (2016) haben gezeigt, dass jeweils rund 50'000 Zuschauerinnen und Zuschauer ohne Ticket anreisen – nur um am Fest dabei zu sein.

Im basellandschaftlichen Kantonalschwingerverband wartet man vorderhand auf die Ergebnisse einer Machbarkeitsstudie, die Anfang November vorliegen sollte. Sie soll die Realisierungschancen des Fests auf dem Aescher Feld ermitteln. Die Regierung des Kantons Baselland steht dem Standort wohlwollend gegenüber. (sda)

So gut ist die Stimmung am Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest

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    Alle Leser-Kommentare
  • teha drey 19.10.2016 11:41
    Highlight Highlight Ich weiss nicht worauf des Autors Einschätzung über die Untauglichkeit des St. Jakobs-Parks fusst. Ich gehe einig, dass in dem Fussballstadion die Stimmung nicht dieselbe sein wird, wie Open-air. Aber dass man kein "einigermassen taugliches Festgelände einrichten könne", ist eine aus der Luft gegriffene Behauptung. In Basel gibt es Festprofis, die zwischen der Birsbrücke und dem Zeughaustunnel sehr wohl einen grossartigen Festplatz bauen könnten. Da braucht es ein bisschen Kreativität und Phantasie. Aber möglich wäre das in jedem Fall. Wie sinnvoll das ist, ist eine andere Frage.
  • koks 18.10.2016 18:01
    Highlight Highlight Die Bauern die wehren sich doch nicht. Die wollen nur in gutbäuerischer Manier mehr Geld dafür erhalten.
    • Imfall 18.10.2016 20:36
      Highlight Highlight war auch mein erster gedanke : )

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