Harry Kane versetzt alle ins Staunen – mit einem Abstoss (!)
Dieser Typ ist unheimlich: Als erst zweiter Spieler nach Cristiano Ronaldo hat Harry Kane gemäss Opta in zehn Champions-League-Spielen in Folge getroffen. In zwei Wochen könnte Kane den Ronaldo-Rekord mit einem Tor bei Atlético Madrid egalisieren. In den letzten elf Spielen für Bayern München und England erzielte der 33-Jährige 14 Tore und bereitete acht weitere vor. Und all das tut Kane, während er das Spiel aus allen Bereichen des Platzes beeinflusst.
Beim 2:2-Unentschieden gegen Arsenal am gestrigen Mittwochabend bewies der gelernte Mittelstürmer dies einmal mehr. Kane bereitete den zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich von Alphonso Davies mit einem Traumpass von der Mittellinie vor und brachte sein Team später per souverän verwandeltem Penalty in Führung. Besonders Eindruck schindete er bei manchem Experten aber in einer anderen Situation.
So führte Kane nach einem gegnerischen Eckball selbst den Abstoss aus und leitete so einen Konter ein, der beinahe zu einem Tor geführt hatte. Für Thierry Henry war dies das perfekte Beispiel für Kanes Spielintelligenz.
Der Engländer hatte dem Sender CBS Sports zuvor erklärt, dass der Plan der Bayern vorsah, bei gegnerischen Standards drei Spieler vorne zu lassen. Dies sei ihm in diesem Moment bewusst gewesen, weshalb er wusste, dass er mit einem schnellen langen Ball hinter die aufgerückte Arsenal-Defensive für Gefahr sorgen könne. «Das ist ein grosser Teil meines Spiels. Diese kleinen Details können einen massiven Einfluss auf den Ausgang der Partie haben», so Kane.
Henry lobte den Bayern-Superstar dafür, als Einziger an die Vorgaben von Trainer Vincent Kompany gedacht, so schnell geschaltet und dadurch den Gegenangriff eingeleitet zu haben. «Ich habe noch nie einen Mittelstürmer den Abstoss ausführen sehen», schwärmte der frühere Weltklassestürmer und ergänzte: «Er spielt das Spiel nicht, er denkt es!»
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— Uzumaki Diagon Alley Footy (@diagoalleyfooty) October 22, 2026
Ohnehin waren nach dem Königsklassen-Kracher alle voll des Lobes für Harry Kane, der am nächsten Montagabend womöglich erstmals in seiner Karriere mit dem Ballon d'Or ausgezeichnet wird. Der 33-Jährige ist der grosse Favorit, seine grössten Konkurrenten sind Weltmeister Lamine Yamal und Kylian Mbappé.
In den Augen von Declan Rice, Nationalteamkollege und gestriger Gegner, wäre Kane ein mehr als verdienter Sieger: «Es ist seine Zeit. Er wird mit dem Alter immer besser und auch heute war er unglaublich.» Bei Liverpool-Legende und TNT-Experte Steven Gerrard klang es ähnlich: «Er ist womöglich der beste Spieler, den England je hatte. Ein grösseres Kompliment kann ich ihm nicht geben.»
"All these small details can have a massive impact come the end of the game." Harry Kane talks through taking the goal kick that led to a big Bayern chance 👇 https://t.co/drBMlZ6lau
— CBS Sports Golazo ⚽️ (@CBSSportsGolazo) October 21, 2026
Kane selbst erklärte, dass er es als «riesige Ehre» empfände, als Weltfussballer ausgezeichnet zu werden, fügte aber gleich an: «Ich spreche nicht gerne über mich selbst. Erst einmal gilt der Fokus dem Spiel vom Wochenende und dann hoffe ich, dass ich den Montag geniessen kann.»
Weitere Highlights
Sommer hält und heizt ein
Club Brügge hat nach dem überraschenden Sieg bei Inter Mailand auch Lens geschlagen. Yann Sommer glänzte beim 3:0-Sieg mit sieben Paraden und landete mit einer davon in der Auswahl der besten Goalie-Momente vom Mittwochabend.
⛔ Courtois ⛔ Raya ⛔ Neuer ⛔ Sommer Elite goalkeeping all over Europe... 🧤 @QatarAirways | #LetsFly https://t.co/uOcycklhlz
— UEFA Champions League (@ChampionsLeague) October 21, 2026
Nach dem Spiel wurde der 37-Jährige von den belgischen Fans gefeiert und bekam gar das Megafon überreicht, um diesen einzuheizen. Trainer Ivan Leko lobte Sommer als Mann des Spiels und erklärte: «Ohne ihn hätten wir zur Pause 0:3 zurückgelegen.»
Wer hat nun das schönere Tor erzielt?
Yan Diomande erzielte beim 4:1-Sieg von Real Madrid gegen Leipzig ein absolutes Traumtor. Auf Flanke von Brahim Diaz traf der Ivorer per Volleyhammer zum Endstand gegen seinen Ex-Klub. Arda Güler zeigte sich davon dennoch wenig beeindruckt. «Mein Tor war schöner», sagte der Türke im Doppelinterview mit Diomande – selbstverständlich mit einem Augenzwinkern.
Güler musste den Ball nach einem Kopfball von Kylian Mbappé nämlich nur noch über die Linie drücken. Dementsprechend reagierte Diomande lachend: «Er ist der bessere Spieler, aber mein Tor war das schönere, das weiss er auch.»
Arda Güler: “My goal was better than Yan Diomande’s. Of course.” Diomande: “he’s a better player, but my goal is better, he know that 😂” https://t.co/hLyZCMQ7ZG
— Gill (@Gilld) October 21, 2026
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