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Belinda Bencic

Covid-Impfzertifikat von möglicher Bencic-Gegnerin eventuell gefälscht

Italy's Camila Giorgi reacts during a player press conference at the 2023 Australian Open tennis championship in Melbourne Australia, Tuesday, Jan. 17, 2023. (Vince Caligiuri/Tennis Australia via ...
Camila Giorgi: Hatte auf der Pressekonferenz nach ihrer Erstrunden-Partie wesentlich mehr Mühe als auf dem Court.Bild: keystone

Covid-Impfzertifikat von möglicher Bencic-Gegnerin soll gefälscht gewesen sein

Camila Giorgi steht im Verdacht, 2022 mit einem gefälschten Impfzertifikat an den Australian Open teilgenommen zu haben. Nun wehrt sich die Italienerin, die auf Belinda Bencic treffen könnte.
17.01.2023, 06:5817.01.2023, 13:15
Simon Häring, Melbourne / ch media

Mit ihrer Gegnerin machte sie in nur 55 Minuten kurzen Prozess und gab beim 6:0, 6:1-Sieg nur ein Game ab. Grösser war die Herausforderung, die danach auf Camila Giorgi wartet. Die 31-Jährige steht im Verdacht, vor einem Jahr bei der Einreise nach Australien ein gefälschtes Impfzertifikat vorgelegt zu haben – und sich nie gegen Covid-19 immunisiert zu haben.

Darauf angesprochen, entwickelte sich ein bizarrer Dialog zwischen der Italienerin und Journalistinnen in Melbourne. Ein Auszug.

Wollen Sie etwas zu den Vorwürfen sagen?
Camila Giorgi:
Ich habe nichts verstanden.

Es geht um ihr Impfzertifikat. Wollen Sie dazu etwas sagen?
Ja, natürlich. Die Ärztin hatte ein paar Probleme mit dem Gesetz in diesem Jahr. Ich habe alle meine Impfungen an verschiedenen Orten machen lassen. Sie steckt in Schwierigkeiten, nicht ich.

Haben Sie sich auf Dokumente dieser Ärztin verlassen?
Ich bin nicht in Gefahr, sie ist in Gefahr. Ich bin ruhig. Das ist ihre Sache, nicht meine. Ich bin da ganz gelassen. Sie gab 300 Leute an, die sie behandelt hat, darunter mich. Ich sehe mich nicht in Gefahr.

epa10150941 Camila Giorgi of Italy returns the ball to Madison Keys of the United States in their second round match during the US Open Tennis Championships at the USTA National Tennis Center in in Fl ...
Camila Giorgi könnte im Turnierverlauf auf Belinda Bencic treffen.Bild: keystone

Die Hausärztin von Camila Giorgi war im Februar 2022 verhaftet worden. Daniela Grillone steht im Verdacht, für ihre Patienten falsche Zertifikate am Laufband ausgestellt haben - unter anderem für die Tennisspielerin. Sie sagt: «Ich habe alles getan, was die australische Regierung verlangt. Sonst wäre ich nicht hier. Ich bekam meine Impfungen von verschiedenen Ärzten. Von ihr bekam ich nur eine. Ich habe keinen falschen Nachweis.» In der Fragerunde, die zum Kreuzverhör wird, beantwortet Giorgi nicht einmal die Frage, was für eine Impfung sie erhalten haben soll.

Haben Sie versucht, sich zu versichern, dass die Impfung, die Ihnen von Daniela Grillone verabreicht worden ist, korrekt war, nachdem Sie von den Vorwürfen gegen die Ärztin gehört haben?
Camila Giorgi:
Natürlich, ich habe alle Impfungen gemacht.

Also haben Sie danach eine zusätzliche Impfung gegen Covid-19 machen lassen, um sicherzugehen, dass sie vollständig geimpft sind?
Ich habe alle Impfungen gemacht.

War es eine Impfung gegen Covid-19?
Was meinen Sie? Eine Impfung ist eine Impfung.

Camila Giorgi, of Italy, returns a shot to Madison Keys, of the United States, during the second round of the US Open tennis championships, Wednesday, Aug. 31, 2022, in New York. (AP Photo/John Minchi ...
Ihre erste Runde in Melbourne überstand Giorgi in unter einer Stunde: Camila Giorgi.Bild: keystone

Aber war es eine Covid-19-Impfung?
Es ist eine Impfung. Danke.

Grillone hatte gegenüber den Ermittlungsbehörden ausgesagt, sie könne «mit absoluter Sicherheit bestätigen, dass der gesamten Familie Giorgi kein Impfstoff verabreicht worden ist». Bei den Australian Open galt im Vorjahr eine Impfpflicht. Giorgi erreichte damals die dritte Runde, wo sie der späteren Siegerin, Ashleigh Barty, unterlegen war. Dafür erhielt sie umgerechnet rund 140'000 Franken Preisgeld. Giorgi (WTA 70) ist die mögliche Drittrundengegnerin von Belinda Bencic. Am Donnerstag trifft sie auf die Slowakin Anna Karolina Schmiedlova (28, WTA 105).

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