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Lionel Messi ist nun auch Botschafter für Saudi-Arabien

Diese Sportler verdienen 2022 weltweit am meisten

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Diese Sportler verdienen 2022 weltweit am meisten
Das amerikanische Wirtschaftsmagazin «Forbes» hat seine jährliche Liste der weltweit bestverdienenden Sportler veröffentlicht.
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Messi bleibt bestbezahlter Sportler Welt – und ist nun auch Botschafter für Saudi-Arabien

13.05.2022, 10:3013.05.2022, 10:30

Gestern hat das amerikanische Wirtschaftsmagazin «Forbes» seine jährliche Liste der bestverdienenden Sportler weltweit veröffentlicht. An erster Stelle steht dabei einmal mehr Lionel Messi, der auf ein Jahressalär von 130 Millionen Euro kommt.

Geschätzt wird, dass Messi bei PSG ein Gehalt von rund 40 Millionen Euro erhält, das weitere Einkommen des argentinischen Superstars setzt sich vor allem aus Werbeeinnahmen zusammen – und da kennt Messi offenbar keine Grenzen.

In dieser Woche wurde nämlich bekannt, dass der 34-Jährige einen umstrittenen Werbedeal mit Saudi-Arabien eingegangen ist. Am Montag veröffentlichte der Twitter-Account von Saudi-Arabiens Tourismus-Behörde Fotos von Messi mit der Erklärung: «Wir heissen Lionel Messi und seine Freunde in Dschidda willkommen, um das historische Erbe Dschiddas und die Schönheit des Roten Meeres zu geniessen – #Messi_Ambassador_For_Saudi_Tourism.»

Später teilte Messi selbst ein Foto, wie er auf einer Yacht sitzt und in den Sonnenuntergang schaut. Dazu schreibt er: «Discovering the Red Sea in Saudi. #VisitSaudi.»

«Mit enormer Macht kommt auch grosse Verantwortung»

Eine mögliche Zusammenarbeit mit Saudi-Arabien stand bereits seit Februar im Raum – und schon bei den ersten Meldungen hagelte es Kritik. Messi wurde unter anderem von Familien von Gefangenen des Landes gebeten, solche Angebote anzulehnen. In einem Brief, der von der Menschenrechtsorganisation «Grant Liberty» verfasst wurde, hiess es:

«Sie sind eine Inspiration für Millionen von Menschen und was Sie sagen und tun, ist wirklich wichtig. Um es unverblümt zu sagen: Sie haben enorme Macht, aber mit dieser Macht kommt auch grosse Verantwortung.

Das saudische Regime will Sie benutzen, um seinen Ruf zu retten. In Saudi-Arabien werden Gefangene aus Gewissensgründen gefoltert, sexuell missbraucht und oft monatelang in Einzelhaft gehalten – und das in grossem Stil.

Frauenrechtlerinnen, Reformprediger, schiitische Aktivisten, Verfechter der Demokratie, ja jeder, der das Regime kritisiert oder auch nur in Frage stellt, muss mit langjährigen Haftstrafen und in einigen Fällen mit der Todesstrafe rechnen.

Wenn Sie ‹Ja› zu Visit Saudi sagen, stimmen Sie damit allen Menschenrechtsverletzungen zu, die heute im modernen Saudi-Arabien begangen werden. Wenn Sie jedoch ‹Nein› sagen, senden Sie eine ebenso starke Botschaft aus – dass Menschenrechte wichtig sind, dass Anstand wichtig ist und dass diejenigen, die foltern und morden, dies nicht ungestraft tun. Die Welt muss denen entgegentreten, die auf anderen herumtrampeln.»

Auch «Amnesty International» veröffentlichte damals schon eine Erklärung, in der Sportstars aufgefordert wurden, ihre Plattform zu nutzen, um das Regime anzuprangern.

Lionel Messi hat sich nun trotzdem dafür entschieden, als Botschafter für Saudi-Arabien zu amten. Anders hat das sein ewiger Rivale Cristiano Ronaldo getan. Im vergangenen Jahr lehnte der Portugiese ein Angebot über 6 Millionen Dollar für eine kommerzielle Zusammenarbeit mit Saudi-Arabien ab.

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