Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Eishockey-WM in der Slowakei

Gruppe A in Kosice:
Frankreich – Grossbritannien 3:4 (0:0, 3:2, 0:1, 0:1) n.V.
Kanada – Dänemark 5:0 (3:0, 1:0, 1:0)

Gruppe B in Bratislava:
Schweden – Lettland 5:4 (1:0, 1:1, 3:3)
Österreich – Italien 3:4 (2:1, 0:2, 1:0, 0:0) n.P.

Italy's players celebrate after scoring during the Ice Hockey World Championships group B match between Austria and Italy at the Ondrej Nepela Arena in Bratislava, Slovakia, Monday, May 20, 2019. (AP Photo/Ronald Zak)

Die Italiener jubeln über den Verbleib an der A-WM. Bild: AP/AP

Die Sensation ist perfekt: Italien schafft den Klassenerhalt, Österreich steigt ab

Am zweitletzten Vorrundenspieltag der Eishockey-WM in der Slowakei qualifizierte sich Titelverteidiger Schweden als letztes Team für die Viertelfinals. Österreich und Frankreich steigen ab.



Schweden – Lettland

Schweden löste als letzte Mannschaft das Viertelfinal-Ticket mit einem 5:4-Erfolg über Lettland, das seine letzte Chance verspielte. Roberts Bukarts von Ocelari Trinec liess mit einem Hattrick Lettland lange hoffen. Die Letten benötigten einen Sieg in 60 Minuten, gingen im dritten Abschnitt erstmals in Führung, hielten diesen 3:2-Vorsprung bis elf Minuten vor Schluss, glichen später nochmals zum 4:4 aus und konnten im Finish während zwei Minuten Powerplay spielen. Dennis Rasmussen erlöste Schweden 34 Sekunden vor Schluss mit einem Schuss ins leere Tor.

Für das letzte Schweizer Vorrundenspiel vom Dienstagmittag gegen Tschechien präsentiert sich die Ausgangslage nach Schwedens Sieg wie folgt: Die Schweiz kann noch auf Platz 2 vorstossen, wenn sie Tschechien mit zwei Toren Unterschied besiegt und Schweden am Abend gegen Russland keinen Punkt holt. «Das ist das Ziel», so Nationalcoach Patrick Fischer, «wir wollen unbedingt den Viertelfinal in Bratislava spielen.» Nur der Gruppensieger und der Gruppenzweite dürfen in Bratislava bleiben; der Dritte und der Vierte müssen für die Viertelfinals nach Kosice reisen.

Wenn die Schweiz gegen Tschechien nicht in 60 Minuten gewinnt, beendet sie die Vorrundengruppe auf Platz 4. Im Viertelfinal träfen die Schweizer in diesem Fall auf den Sieger der Gruppe A. In dieser Poule kann sich Finnland am Dienstag mit einem Sieg über Deutschland den Gruppensieg sichern.

Frankreich – Grossbritannien

Schon am Montag wurde der Abstiegskampf entschieden. In der Gruppe A schaffte Grossbritannien ein Wunder. Die Briten realisierten nach zwei sensationellen Aufstiegen (aus der C-Gruppe in die A-Gruppe) dank eines 4:3 nach Verlängerung gegen Frankreich in extremis den Klassenerhalt. Frankreich führte nach 28 Minuten und zwei Goals innerhalb von sechs Sekunden (!) gegen die Briten 3:0. Diese glichen bis zur 46. Minute aber wieder aus. In der Overtime drückten die Franzosen auf das Siegtor. In der 63. Minute gelang Britanniens Verteidiger Ben Davies aber mit dem ersten Torschuss des Aussenseiters in der Overtime das 4:3-Siegtor. Stürmer Ben O'Connor steuerte drei Assists bei.

Vor einem Jahr hatte Österreich an der WM in Dänemark als erster Aufsteiger seit zehn Jahren den Klassenerhalt geschafft. Jetzt schafften die britischen Eishockeyaner das selbe Kunststück.

Frankreich wird als Absteiger im nächsten Frühling die WM in Zürich und Lausanne verpassen. Im französischen Absteiger-Team figurierte ein NHL-Akteur (Alexandre Texier von Columbus) und mit Eliot Berthon (Servette), Thomas Thiry (Zug), Charles Bertrand (Fribourg) und Tim Bozon (Servette) vier Spieler aus der National League. Betreut wurden die Franzosen von Philippe Bozon, der einst ein Jahr lang (erfolglos) den HC Lugano trainierte, und Assistent Rene Matte (Assistent bei Ambri-Piotta).

Österreich – Italien

Wie Frankreich wird auch Österreich im nächsten Frühling die WM in Zürich und Lausanne verpassen. Auch das Abstiegsduell in der Gruppe B verlief äusserst dramatisch. Italien setzte gegen Österreich im Penaltyschiessen durch. Zum Matchwinner der Azzurri im Shootout avancierte der gebürtige Kanadier Sean McMonagle, der mit dem 14. Penalty für die Entscheidung sorgte. Die Italiener schafften letztmals 2007 (12.) den Verbleib in der Topliga. Danach stiegen sie fünfmal ab.

Nach der regulären Spielzeit hatte es 3:3 gestanden. Die Österreicher wurden vom Schweizer Roger Bader gecoacht. Wie bei Frankreich gehörten mit Dominic Zwerger, Fabio Hofer (beide Ambri-Piotta), Patrick Obrist (Kloten) und Benjamin Baumgartner (Davos) vier Akteure aus der National League zum Kader. Hofer verzeichnete gegen Italien zwei Assists, das war für ihn jedoch kein Trost.

Die Tabellen

Gruppe A

Bild

Gruppe B

Bild

Die Telegramme

Österreich - Italien 3:4 (2:1, 0:2, 1:0, 0:0) n.P.

Bratislava. - 9085 Zuschauer. - SR Hribik/Tufts (CZE/USA), Lasarew/Ondracek (RUS/CZE). - 10. Bardaro (Trivellato) 0:1. 12. Ganahl (Unterweger) 1:1. 17. Michael Raffl (Fabio Hofer, Unterweger) 2:1. 35. Simon Kostner (Miceli) 2:2. 39. Rosa (Ramoser) 2:3. 42. Michael Raffl (Fabio Hofer) 3:3. - Penaltyschiessen: McMonagle -, Ganahl -; Bardaro -, Komarek 1:0; Miceli 1:1, Michael Raffl -; Armin Hofer -, Heinrich -; Rosa 1:2, Rauchenwald 2:2; Komarek -, Miceli -; Schneider -, McMonagle 2:3. - Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Österreich, 3mal 2 Minuten gegen Italien. - Bemerkungen: Österreich mit Hofer, Zwerger (beide Ambri-Piotta) und Obrist (Kloten). Italien mit Zanatta (Olten).

Kanada - Dänemark 5:0 (3:0, 1:0, 1:0)

Kosice. - 4665 Zuschauer. - SR Öhlund/Schukies (SWE/GER), Dalton/Hancock (GBR/USA). - Tore: 1. Dubois (Marchessault, Stone) 1:0. 7. McCann (Turris) 2:0. 9. Marchessault (Severson, Stone) 3:0. 34. Reinhart (Couturier, Chabot/Ausschluss Markus Lauridsen) 4:0. 45. Reinhart (Myers, Cirelli) 5:0. - Strafen: 4mal 2 Minuten gegen Kanada, 3mal 2 Minuten gegen Dänemark.

Schweden - Lettland 5:4 (1:0, 1:1, 3:3)

Bratislava. - 9085 Zuschauer. - SR Rantala/Romasko (FIN/RUS), Jensen/Nikulainen (DEN/FIN). - Tore: 11. Pettersson (Landeskog, Lindholm/Ausschluss Batna) 1:0. 30. Roberts Bukarts (Rihards Bukarts, Freiberg/Ausschluss Ekman-Larsson) 1:1. 34. Kempe (Nylander, Klingberg) 2:1. 42. Roberts Bukarts 2:2. 44. Jaks (Rihards Bukarts, Darzins) 2:3. 49. Lander (Kempe) 3:3. 51. Hörnqvist (Ekholm, Nylander) 4:3. 57. Roberts Bukarts (Indrasis, Sotnieks) 4:4. 60. (59:26) Rasmussen 5:4 (ins leere Tor). - Strafen: je 3mal 2 Minuten.

Frankreich - Grossbritannien 3:4 (0:0, 3:2, 0:1, 0:1) n.V.

Kosice. - 7440 Zuschauer. - SR Kaukokari/Stano (FIN/SVK), Kaderli/Leermakers (SUI/NED). - Tore: 24. Rech (Manavian, Bozon) 1:0. 28. (27:31) Sacha Treille (Chakviachvili, Texier/Ausschluss O'Connor) 2:0. 28. (27:37) Rech (Claireaux) 3:0. 35. Dowd (O'Connor) 3:1. 39. Hammond (O'Connor, Phillips) 3:2. 46. Farmer (Phillips, O'Connor) 3:3. 63. (62:03) Davies (Phillips) 3:4. - Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Frankreich, 3mal 2 Minuten gegen Grossbritannien. (sda)

Diese Youngsters musst du an der Hockey-WM im Auge behalten

Eishockey-Saison 2019/20

National-League-Saison 2019: Spielplan und alle weiteren wichtigen Termine

Link zum Artikel

Natistar Alina Müller: «Eltern verstehen nicht, warum eine Frau statt ihrem Sohn spielt»

Link zum Artikel

Diese 7 wichtigen Änderungen haben die Schweizer Hockeyklubs beschlossen

Link zum Artikel

Preisgeld-Vergleich: So viel mehr kassieren Männer im Sport als Frauen

Link zum Artikel

Die besten Bilder, Videos und Reaktionen zur Stanley-Cup-Party der Blues

Link zum Artikel

Vom letzten Platz zum Titel! St.Louis schreibt Geschichte und jubelt über Stanley Cup

Link zum Artikel

Paterlini ist neuer U 20-Nationaltrainer und der Verband spart beim Nachwuchs

Link zum Artikel

Die Schweiz spielt an der Heim-WM 2020 in Zürich – ein grober Fehler

Link zum Artikel

So muss Playoff! Danke den Hobby-Spielern für diese Hitchcock-Serie

Link zum Artikel

Sunrise kauft UPC – und am Ende zahlen die Sport-Fans die Zeche

Link zum Artikel

Alle Playoff-Topskorer seit der Saison 2002/03

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

2
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
2Alle Kommentare anzeigen

Die Schweiz ist «B-Weltmeister» – der erstaunlichste Reifeprozess aller Zeiten

4:1 gegen Norwegen. Vier Siege zum WM-Auftakt hatten wir auch schon. Aber noch nie auf diese Art und Weise. Die grosse Frage lautet nun: Wie weit kommt die «neue» Schweiz?

Kehren wir ein wenig in die Vergangenheit zurück, um die Leistungen der Schweizer hier in Bratislava einzuordnen. Die Vergangenheit hilft uns, die Gegenwart besser zu verstehen.

Also: Im letzten Jahrhundert mit der alten Ordnung des «Kalten Krieges» war auch die Hockeywelt überschaubar. Eingeteilt in eine A-, B- und C-WM. Die A-WM als oberste Stufe umfasste bloss 6 und später 8 Nationen. Und nicht 16 wie heute.

Die Schweiz gehörte mit Ausnahme von zwei schmachvollen Jahren in der C-WM (1969, …

Artikel lesen
Link zum Artikel