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Ronaldo feiert mit Éder den EM-Titel.
Ronaldo feiert mit Éder den EM-Titel.Bild: Kai Pfaffenbach/REUTERS

«Ich bin kein Hexer. Aber ich fühlte, dass Éder das Siegtor erzielen wird» – die Stimmen zu Portugals Triumph

Finalheld Éder verrät dem Finalsieg gegen Frankreich, was der verletzte Cristiano Ronaldo ihnen vor der Verlängerung mit auf den Weg gegeben hat. Die Franzosen hadern währenddessen mit dem Schicksal und trauern ihren vergebenen Chancen nach.
11.07.2016, 01:2411.07.2016, 07:01

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Pepe (Verteidiger Portugal): «Ronaldos Aus war hart, wir haben unseren wichtigsten Spieler verloren. Einen, der jederzeit ein Tor erzielen und den Unterschied ausmachen kann. Aber Gott hat uns geholfen. Wir wollten für ihn gewinnen, und wir haben es geschafft. Wir danken Gott dafür. Wir mussten viel leiden, es war ein intensives Spiel.»

Cristiano Ronaldo (Captain Portugal): «Das ist einer der glücklichsten Momente meines Lebens. Ich habe alles gewonnen, was es mit dem Verein und individuell zu gewinnen gibt, aber mir fehlte ein Triumph mit der Nationalmannschaft. Gott sei Dank habe ich das nun erreicht. Unser Triumph ist verdient. Nach vielen Jahren der Opfer, in denen niemand an uns geglaubt hat, war das Glück auch etwas auf unserer Seite. Aber nur mit Glück gewinnt man nichts. Ich bin kein Hexer oder Psychologe. Aber ich fühlte, dass Éder das Siegtor erzielen würde und das sagte ich ihm vor der Verlängerung.»

Éder (Siegtorschütze Portugal): «Wir haben hart gearbeitet und gespürt, dass ganz Portugal hinter uns stand. Wir sind der glückliche, aber auch verdiente Sieger. Seit dem ersten Spiel haben wir an unsere Entwicklung geglaubt. Cristiano hat mir gesagt, dass ich das Siegtor schiessen müsse und dass er uns vertraue. Seine Kraft hat er uns übertragen. Aber entscheidend für den Sieg war unsere Mannschaftsleistung.»

Renato Sanches (Mittelfeldspieler Portugal): «An alle Portugiesen: Feiert! Ronaldo ist sehr wichtig, aber wir haben andere gute Spieler. So ist Fussball. Eder wurde immer kritisiert, und dann trifft er. Das war die bestmögliche Antwort an alle, die nicht an uns geglaubt haben.»

Raphael Guerreiro (Verteidiger Portugal): «Das ist der beste Moment meiner Karriere. Ich glaube, ich träume. Ich kann das gar nicht glauben. Ich spiele in Frankreich und dann hier zu gewinnen, ist spektakulär.»

Fernando Santos (Trainer Portugal): «Ich bin sehr glücklich. Cristiano war ein grossartiges Beispiel, er hat es zweimal noch versucht. In der Kabine hat er allen Jungs geholfen, das war die Definition von Teamwork. Wir haben eine leuchtende Zukunft.»

Didier Deschamps (Trainer Frankreich): «Natürlich ist das hart. Es hat uns auch ein wenig an der Frische gefehlt, aber wir hatten unsere Chancen. Am Ende liegt es an den Kleinigkeiten, das Match war sehr eng. Wir sind sehr enttäuscht, dass das Finale so geendet hat. Es war die einmalige Chance, Europameister zu werden. Wir werden Zeit brauchen, um das zu verdauen. Wir haben zusammen gewonnen und jetzt werden wir zusammen leiden.»

Hugo Lloris (Captain Frankreich): «Wir waren nicht cool genug. Portugal war mental stark, sie haben nur ein Spiel gewonnen über 90 Minuten, das zeigt die Ressourcen, die dieses Team hat.»

Antoine Griezmann (Stürmer Frankreich): «Es ist brutal, aber auch grossartig. Es gibt tolle Zeiten und traurige Zeiten. Wir müssen daraus lernen. Wir bereuen nichts, wir werden stärker zurück kommen. Es war frustrierend, wir haben den Pfosten getroffen, hatten Chancen. Portugal ist nicht nur Ronaldo, sie waren defensiv sehr solide, und sie haben ohne Ronaldo getroffen. Etwas später werde ich stolz sein, aber im Moment denke ich an das Team, ich bin enttäuscht. Ich wollte diese Trophäe mit ihnen gewinnen. Das ist meine zweite Finalniederlage innerhalb eines Monats. Das nervt.»

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quelle: x01095 / john sibley
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