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YB-Fan wegen Gewalt in Birmingham zu zwei Monaten Haft verurteilt

Police and players try to calm down the BDC Young Boys fans Aston Villa v Young Boys, UEFA Europa League, Group Stage, Football, Villa Park, Birmingham, UK- 27 Nov 2025Birmingham Villa Park United Kin ...
Gerangel zwischen YB-Fans und der Polizei in Birmingham.Bild: www.imago-images.de

YB-Fan wegen Gewalt in Birmingham zu zwei Monaten Haft verurteilt

29.11.2025, 16:3829.11.2025, 16:39

Ein 36-jähriger Fan des Berner Fussballclubs BSC Young Boys ist wegen Ausschreitungen während des Europa-League-Spiels vom Donnerstag in Birmingham zu zwei Monaten Haft verurteilt worden. Dies teilte die örtliche Polizei mit.

Drei weitere Fans des Fussballclubs mussten am Samstag vor Gericht. Die 38, 24, und 18 Jahre alten Männer befanden sich am Samstagnachmittag noch in Untersuchungshaft, wie die West Midlands Police mitteilte.

Insgesamt nahm die Polizei acht YB-Fans fest. Sechs wurden am Freitagmittag am Flughafen der englischen Stadt Birmingham festgenommen. Zwei waren bereits am Donnerstag während des Spiels verhaftet worden.

Ihnen wird vorgeworfen, während des Fussballspiels gegen Aston Villa einen Polizeibeamten angegriffen und an gewalttätigen Ausschreitungen teilgenommen zu haben. Gemäss den Behörden hätten die Fans Stadionsitze und Münzen in Richtung von Spielern von Aston Villa und Polizeibeamten geworfen. Der Villa-Spieler Donyell Malen wurde von einem Bierbecher am Kopf getroffen. Die Vorkommnisse waren teilweise am Fernsehen zu sehen.

Der nun verurteilte 36-Jährige sei geständig, den Beamten angegriffen zu haben, schrieb die Polizei weiter. Neben der zwei monatigen Haftstrafe muss er eine Busse von 200 Pfund (rund 215 Franken) zahlen.

YB will Aufklärung

Der Berner Fussballclub steht zusammen mit eingeschalteten Anwälten in Kontakt mit den Festgenommenen, hiess es am Samstag auf Anfrage von Keystone-SDA. Der Verein begrüsse die konsequente Einzeltäterabklärung in Birmingham, schrieb der YB-Verwaltungsratspräsident Marcel Brülhart. Bei nachweisbaren Straftaten drohe ein Stadionverbot.

Auch das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) bestätigte die Vorkommnisse in England. Die Schweizerische Botschaft in London stehe in Kontakt mit den Behörden und unterstütze die Schweizer im Rahmen des konsularischen Schutzes, hiess es auf Anfrage.

Am Freitag hiess es nach Darstellung von YB, dass die Lage eskaliert sei, nachdem Captain Loris Benito auf Geheiss des Schiedsrichters den Dialog mit den Fans suchte. Die Polizisten, mit dem Rücken zum Spielfeld stehend, hätten gemeint, die Fans wollten Richtung Rasen gehen. Darauf sei es zu Ausschreitungen gekommen. YB sei daran, «das Geschehen vollständig aufzuklären». (pre/sda)

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