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Finanzzahlen der Super League: So viel Geld haben YB, FCB, FCZ und Co.

Spieler kommen auf das Feld im Fussball Meisterschaftsspiel der Super League zwischen den BSC Young Boys und dem FC Luzern, im Stadion Wankdorf in Bern, am Sonntag, 14. April 2024. (KEYSTONE/Anthony A ...
YB ist dem Rest der Liga nicht nur bei den Matcheinnahmen und den Übertragungsrechten weit enteilt.Bild: keystone

So gross ist die Kluft zwischen Arm und Reich in der Super League

Am Montag hat die Swiss Football League die Finanzzahlen der Klubs aus dem Geschäftsjahr 2023 veröffentlicht. Diese zeigen eindrücklich, wer wo sein Geld holt, wie die Lücken geschlossen werden und wie gross die Kluft zwischen Arm und Reich ist.
16.04.2024, 08:5516.04.2024, 08:55
Jakob Weber / ch media

Wer in der kommenden Saison in einem UEFA-Wettbewerb spielen will, muss seine Finanzzahlen der heimischen Liga offenlegen, welche diese dann publiziert. Elf Schweizer Teams haben das in den letzten Wochen getan, darunter auch der FC Sion aus der Challenge League, der via Cupsieg in die Europa League vorstossen könnte. Auch Teams wie Basel, GC, Lausanne oder Luzern, welche mittlerweile wissen, dass es in der kommenden Saison keinen Europacup geben wird, sind dabei. LS-Ouchy und Yverdon verzichteten auf das Einreichen.

Aus den vielen Zahlen geht hervor, dass YB der Liga finanziell enteilt ist. Kein Team zahlt so hohe Löhne wie der Meister und aktuelle Leader. Kein Team hat so viel Gesamtertrag (83,6 Mio. Franken), Eigenkapital (51,6 Mio.) und kein Team schreibt einen höheren Gewinn (6,7 Mio.) als die Berner. Durch die Teilnahme an der Champions League erhält YB 29,1 Mio. für Übertragungsrechte und damit in etwa so viel Geld wie der Rest der Liga zusammen.

Ebenfalls interessant ist, dass der FC Basel beim Ertrag durch Sponsoring und Eintrittsgelder und auch bei den Personalkosten klar die Nummer zwei ist, obwohl man sportlich in deutlich tieferen Gefilden unterwegs ist. Beim Transferertrag ist der FCB sogar einsame Spitze und auf einen Transfergewinn von über 21 Mio. Franken kommt der Rest der Liga auch kumuliert nicht. Dass für die über 45 Transfers im Jahr 2023 aber 8,5 Mio. an Beraterhonoraren flossen, überrascht in der Höhe dann doch. Zum Vergleich: 2022 zahlte der FCB nur 2,7 Mio. und war damit immer noch nationale Spitze.

Der FCB erläutert via X, dass 6,4 Millionen der Summe Weiterbeteiligungen vorheriger Klubs an vom FCB im Sommer verkaufen Spielern seien. Warum diese Zahlungen bei der Liga und der UEFA allerdings unter Vermittlerhonorare fallen, ist unklar.

Spannende Geldflüsse in Genf, Lugano und Lausanne

Ebenfalls interessant sind die Zahlen von Lausanne-Sport, Lugano und Servette. Bei den Waadtländern trägt Ineos durch ein verhältnismässig viel zu hohes Sponsoring den Klub. Bei Servette und Lugano werden die Zahlungen von Rolex (14 Mio.) respektive aus Amerika (19,8 Mio.) unter sonstige betriebliche Erträge verbucht.

Nur YB (6,7 Mio. CHF) und Lugano (1,7 Mio. CHF) schreiben einen siebenstelligen Gewinn. Und da die Chinesen bei GC zuletzt einfach das Defizit deckten, steht dort auch 2023 ein hoher Verlust von 14 Mio. Franken zu Buche.

Die von der Liga publizierten Zahlen in der Übersicht.
Die von der Liga publizierten Zahlen in der Übersicht. Bild: sfl

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Interessant ist auch, dass die halbe Liga inklusive Sion zwischen 15 und 19 Millionen und damit ähnlich viel für das Personal ausgibt. Nur YB und Basel stechen oben hinaus. Winterthur zahlt nur die Hälfte.

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quelle: www.imago-images.de / spp-jp
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