Sport
FC Luzern

So titelt die Presse nach den Ausschreitungen beim GC-Match.

Grasshopper Yoric Ravet laeut mit seinem Shirt zu den Fans nach dem Spielabbruch der GC Fans im Fussball Meisterschaftsspiel der Super League zwischen dem FC Luzern und dem Grasshopper Club Zuerich in ...
Erpresst: GC-Spieler übergeben den Fussball-Schlägern ihre Trikots.Bild: KEYSTONE

«GC in Geiselhaft», «mit Schande runter» – die Reaktionen auf die Schmach von Luzern

13.05.2019, 05:2713.05.2019, 07:24

Es läuft die 66. Spielminute, die Grasshoppers liegen gegen den FC Luzern mit 0:4 Toren im Rückstand. GC steht nach 70 Jahren der Abstieg aus der höchsten Spielklasse bevor. Doch damit nicht genug. Eine Horde eigener Anhänger im Gästesektor droht, den Platz zu stürmen. Zuletzt muss das Spiel unterbrochen werden. «Beschämende Bilder, die für den Zerfall von GC stehen». So titelt am Tag nach der Schande der «Tages-Anzeiger».

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Fussball-Schläger hätten keine Vorstellung, wie sehr sie dem Grasshopper Club Zürich und dem ganzen Fussball schaden, heisst es im Artikel. «Der Club wird lange brauchen, um sich von diesem Schaden zu erholen.»

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Ähnlich vernichtend klingt es in einem Kommentar vom «Blick» am Montag: «Der tiefe Fall des einst noblen Rekordmeisters GC geht weiter, immer schlimmer. GC schafft es nicht einmal, sich einigermassen erhobenen Hauptes und mit Anstand aus der Super League zu verabschieden.»

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In einem weiteren Artikel über den GC-Skandal schreibt die Zeitung, an der Spitze des Hooligan-Mobs sei in Luzern ein altbekannter Neonazi gestanden. Stefan N., der keinen Hehl aus seiner Gesinnung mache, sei es gewesen, der sich bedrohlich vor dem Teamcaptain Heinz Lindner und GC-Präsident Stephan Rietiker aufgebaut und die Herausgabe der Trikots der Spieler verlangt habe. Diese mussten zuletzt kapitulieren und den Schlägern wurden die Trikots übergeben.

Später begründete der Club in einer Mitteilung: «Weil die Situation zu eskalieren drohte, haben wir in Absprache mit den Sicherheitskräften entschieden, der Kurve die Trikots zu übergeben. Die Sicherheit der Spieler und jene der friedlichen Fans im Stadion ist das für uns wichtigste Gut. Die Entscheidung bedeutet nicht, dass wir damit das unsportliche und menschlich fragwürdige Verhalten gutheissen.»

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Die NZZ kommentiert die GC-Schmach so: «Die Relegation ist drei Runden vor Schluss Tatsache geworden, auf die unrühmlichste Art und Weise. Der Abstieg ist ein Faktum mit monatelangem Prolog.»

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«Mit Schande runter», so lautet die Bilanz der «Aargauer Zeitung». Zwar hätten die Spiele ihre Hosen nicht ausgezogen, den Fussball-Schlägern aber je ein Trikot gebracht. «Ein Triumph für die ‹Fans›, die sich, nicht nur bei GC, viel zu wichtig nehmen, die aber viel zu selten aus dem Verkehr gezogen werden.»

(sar)

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