Kämpferische Leistung wird nicht belohnt: Thun verliert gegen Hajduk Split knapp
Thun – Hajduk Split 0:1
Der Spanier Dalisson de Almeida erzielte nach etwas mehr als einer Viertelstunde den einzigen Treffer der Partie auf dem Thuner Kunstrasen - auch weil Niklas Steffen in der 67. Minute einen fragwürdigen Foulpenalty von Michele Sego parierte und Dalisson in der Nachspielzeit einen Lob aus der Distanz an die Latte setzte. Nach zwei Runden steht Thun damit zusammen mit vier weiteren Teams ohne Punkt da und Hajduk Split mit der Basler Leihgabe Martin Soticek wie sieben andere Konkurrenten mit dem Punktemaximum.
Dass die Gäste den Grundstein für den Sieg in der Anfangsphase legten, passte ins Bild: Hajduk, das als kroatischer Vizemeister und aktueller Leader in der heimischen Meisterschaft anreiste und vor Ort auf die Unterstützung von rund 5000 kroatischen Fans zählen konnte, spielte seine technische Überlegenheit vorab in der Startphase aus. Danach gestaltete Thun die Partie vier Tage nach dem erzitterten Penaltysieg in Schaffhausen im Schweizer Cup mindestens ausgeglichen.
Thuns beste Chancen vergaben Furkan Dursun und Noah Christoffersson. Dursun, mit neun Torbeteiligungen in den letzten zehn Spielen aktuell der formstärkste Thuner, verzog nach gut 20 Minuten einen aussichtsreichen Nachschuss. Der für Dursun ins Spiel gekommene Christoffersson brachte eine Viertelstunde vor Schluss eine Hereingabe von Brighton Labeau aus bester Position nicht im offenen Tor unter.
Die Captainbinde trug bei den Thunern wieder Marco Bürki, der bei der 0:1-Auftaktniederlage gegen Twente Enschede wegen anstehender Vaterschaft gefehlt hatte und auf heimischem Terrain noch seine 5-Spiele-Sperre verbüsst. Dafür fehlte gegen Hajduk Patrik Kristal nach dem fragwürdigen Platzverweis gegen Twente.
Thun - Hajduk Split 0:1 (0:1)
10'000 Zuschauer. - SR Gillett (AUS).
Tor: 17. Dalisson de Almeida 0:1.
Thun: Steffen; Fehr, Bamert, Bürki, Mambwa; Reichmuth (83. Lengen), Roth (77. Derbaci), Käit, Maier (70. Zoukit); Labeau (70. Braschi), Dursun (70. Christoffersson).
Hajduk Split: Silic; Acapandié, Hadzikadunic, Maresic, Hrgovic; Fayad (84. Van Hoorenbeeck), Del Moral (78. Dendoncker); Bamba (84. Martin), Dalisson de Almeida, Soticek (70. Melnjak); Sego (78. Livaja).
Bemerkungen: Thun u.a. ohne Kristal (gesperrt), Gutbub, Montolio und Seiler (alle verletzt). 68. Steffen hält Penalty von Sego. Verwarnungen: 47. Del Moral, 56. Roth, 64. Maresic, 73. Reichmuth.
Getafe – Lugano 2:5
Tabelle
Europa League
Sunderland gibt in der Europa League die ersten Punkte ab. Der Premier-League-Klub kassiert bei Lech Posen nach der Auswechslung von Captain Granit Xhaka das 1:1.
Der ukrainische U21-Nationalstürmer Timur Tuterow traf bereits in der zweiten Minute für die Gäste, bei denen Xhaka zunächst wie gewohnt als Captain die Fäden zog. Als der Schweizer Regisseur nach gut einer Stunde ausgewechselt wurde, musste Sunderland jedoch den Ausgleich durch Leo Bengtsson hinnehmen.
Mit sieben Punkten aus drei Runden befindet sich Sunderland im zweithöchsten europäischen Wettbewerb immer noch auf gutem Weg, sich direkt für die Achtelfinals zu qualifizieren.
Nach wie vor makellos ist Remo Freuler mit Olympiakos Piräus, das zuhause gegen Sparta Prag den dritten Sieg einfuhr (1:0). Umgekehrt präsentiert sich die Ausgangslage für Ulisses Garcia mit Olympique Marseille. Die Nordfranzosen, vor eineinhalb Jahren in diesem Wettbewerb noch Halbfinalist, bezogen mit einem 0:1 bei Rapid Wien die dritte Niederlage.
Auch die AC Milan mit Ardon Jashari tat sich wiederum schwer. Die Norditaliener unterlagen bei Bournemouth nach zwei Penaltys und einer Roten Karte gegen Goalie Mike Maignan in der ersten Halbzeit 0:3. Der 4:0-Auswärtssieg bei Dominik Schmids RB Salzburg in der 2. Runde blieb damit das einzig Zählbare für Milan.
Tabelle
(riz/sda)
