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Testspiel: Gegen Finnland schlägt die Stunde der Nati-Reservisten

Switzerland's national soccer team during a training session at the kybunpark stadium in St. Gallen, Switzerland, Saturday, March 27, 2021. Switzerland will play against Lithuania in a Group C of ...
Bislang durften sie nur zuschauen, gegen Finnland können sich Eray Cömert und Co. endlich zeigen.Bild: keystone

Gegen Finnland schlägt die Stunde der Nati-Reservisten: «Sie sollen sich empfehlen»

Nach den zwei Siegen in der WM-Qualifikation gegen Bulgarien und Litauen beschliesst das Schweizer Nationalteam die Länderspielserie der letzten Tage am Mittwoch mit dem Test gegen Finnland.
31.03.2021, 08:4131.03.2021, 08:41

Es gibt viele Weisheiten im Fussball, die von den Protagonisten gebetsmühlenartig vorgebracht werden. Zum Beispiel diese: Es gibt keine kleinen Gegner mehr. Dass in der Aussage ein Funke Wahrheit steckt, zeigten die ersten Spiele in der WM-Qualifikation. Spanien gewann gegen Georgien erst in der Nachspielzeit 2:1. Portugal schlug Aserbaidschan nur 1:0. Oder eben die Schweiz: Sie mühte sich am Sonntag in St. Gallen zu einem 1:0 gegen Litauen.

Zwei Tage nach diesem zähen, aber doch erfolgreichen Abend sitzt Nationaltrainer Vladimir Petkovic wieder im St. Galler Kybunpark und gibt eine weitere (Trainer-)Weisheit von sich. «Jedes Spiel ist wichtig.» Auch in einem Test gehe es um FIFA-Punkte, es gehe auch für die einzelnen Spieler um viel, so Petkovic. Und er verspricht: «Wir nehmen dieses Spiel nicht locker.»

Der Test gegen Finnland könnte Petkovic vielleicht tatsächlich ein paar wichtige Inputs in Hinblick auf die EM im Juni liefern. Vor allem, wenn es um die personelle Planung geht. Wenn er sagt, er sei noch nicht so weit, das EM-Kader im Kopf zu haben, ist das natürlich geflunkert. 18 oder 19 der 23 Plätze sind vergeben. Aber für einige Spieler geht es gegen Finnland darum, dem Trainer zu zeigen, dass sie mehr sein können als nur EM-(Mit-)Fahrer. Petkovic: «Die Spieler sollen mir zeigen, dass ich sie an der EM bringen kann. Sie sollen eine Empfehlung abgeben.»

Ein solcher Spieler ist Mario Gavranovic. Der Stürmer von Dinamo Zagreb hat zwar im Herbst im Spiel gegen Deutschland zwei Tore erzielt. An Haris Seferovic kommt er im Sturmzentrum aber nicht vorbei und in der Hierarchie des Zweimann-Sturms steht er auch hinter Breel Embolo. «Ich schaue nicht, wer die Nummer eins oder zwei ist. Es geht darum, bereit zu sein, wenn man gebraucht wird. Auch von der Bank aus kann man etwas bewegen», beteuert Gavranovic.

Mehmedi ist abgereist

Petkovic wird neben Gavranovic einigen weiteren Spielern eine Chance geben, sich zu präsentieren. Ins Detail will er aber nicht gehen. «Die Aufstellung wird auch für mich eine Überraschung sein. Ich weiss auch noch nicht, ob Jonas Omlin oder Yvon Mvogo im Tor steht.» Sicher nicht zum Einsatz kommt Admir Mehmedi, der das Camp wegen einer Wadenverletzung verlassen hat. Bereits nach dem Spiel gegen Litauen war Stammkeeper Yann Sommer wegen privaten Gründen abgereist.

Gegner Finnland steht vor einem grossen und bislang einzigartigen Fussballjahr. Die Auswahl aus dem Norden hat sich erstmals für eine EM-Endrunde qualifiziert. «Das ist ein physisch starker, harter Gegner», so Petkovic. Er erinnert daran, dass Finnland im letzten November ein Testspiel gegen Weltmeister Frankreich 2:0 gewonnen hat. Und wenn es die Franzosen ähnlich hielten wie die Schweizer, dass ihnen nämlich jeder Test wichtig ist, dann sollte es die SFV-Auswahl am Mittwoch tatsächlich nicht locker nehmen.

Die mögliche Aufstellung:

Tor: Mvogo (PSV Eindhoven).
Verteidigung: Elvedi (Borussia Mönchengladbach), Cömert (Basel), Rodriguez (Torino), Mbabu (Wolfsburg).
Mittelfeld: Zakaria (Borussia Mönchengladbach), Xhaka (Arsenal), Benito (Girondins Bordeaux); Fernandes (Mainz), Vargas (Augsburg).
Sturm: Gavranovic (Dinamo Zagreb). (pre/sda)

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