Sforza wird vorgestellt, doch Burgener spricht: «In Basel zählt nur der Meistertitel»
Der FC Basel hat seinen neuen Trainer Ciriaco Sforza offiziell vorgestellt. An der Medienkonferenz ging es aber auch um viele andere Themen, die den FCB momentan umschwirren.
Bei seiner Präsentation als neuer Trainer des FC Basel konnte Ciriaco Sforza weniger als 24 Stunden nach der Vertragsunterzeichnung noch nicht viel kommunizieren. In Sachen Zielsetzung blieb er vage. «Wir wollen Erfolg haben und die Jungen weiterentwickeln», sagte der 50-Jährige, der am Mittwoch beim FCB einen Vertrag über zwei Jahre unterschrieben hatte.
Von welchem Verein spricht Ciriaco Sforza? «Menschen im Verein, die sehr positiv sind, die Ruhe haben. Und die Muttenzerkurve. Die muss man alle mitnehmen.» Humor hat er. #rotblaulive pic.twitter.com/eVSFe3uxBh
— Simon Häring (@_shaering) August 27, 2020
Was für den FC Basel als Erfolg gilt, sagte dafür der Präsident Bernhard Burgener: «Hier in Basel gilt nur der Meistertitel. Das erwarten die Fans und die ganze Stadt. Auch international wollen wir erfolgreich sein, und wir wollen wieder in den Cupfinal. Nur den Cup zu gewinnen wie in der letzten Saison (2018/19 – Red.), reicht nicht.»
Beim Pingpong mit den Medien stand Burgener deutlich mehr im Fokus als Sforza. Angesprochen auf die Kritik an seiner Person, gab sich der Präsident kämpferisch. «Die Kritik verstummt, wenn wir Meister werden. Aber ein Haar in der Suppe findet sich immer. Ich wusste, dass es schwierig wird, aber ich halte an meinem Konzept fest. Eigentlich haben wir es im Griff.»
Wie er das meinte? Burgener verwies auf die Leistungen der aktuellen Saison (auf dem Rasen), die am Sonntag mit dem Cupfinal gegen die Young Boys zu Ende geht. «Wenn der Tiefpunkt der 3. Platz in der Meisterschaft, die Europa-League-Viertelfinals und der Cupfinal sind, dann verstehe ich die Welt nicht mehr.»
Positive Neuigkeiten hatte Burgener von der finanziellen Front zu verkünden: Die Liquidität spiele eine zentrale Rolle. Am Anfang hätten sie gewusst, dass es bis zum Sommer reichen würde, jetzt seien sie sicher, dass es bis zum Februar oder März reichen würde, so Burgener. (abu/sda)
Der Liveticker zum Nachlesen:
Damit ist die Pressekonferenz beendet
Frage an Ciriaco Sforza: Wo schauen sie den Cupfinal
Frage an Bernhard Burgener: Warum wird die Stadiomiete nicht mehr bezahlt?
Frage an Bernhard Burgener: Sie erhalten seit drei Jahren sehr viel Kritik – was läuft falsch?
Frage an Bernhard Burgener: Wie steht es finanziell um den FCB?
Frage an Bernhard Burgener: Stadionauslastung bei 60 Prozent – wie wäre das für den FC Basel?
Frage an Bernhard Burgener: Ist das jetzt ein Neustart für den ganzen Verein?
Frage an Ciriaco Sforza: Ziehen Sie nach Basel?
Frage an Bernhard Burgener: Wer waren die anderen Kandidaten?
Frage an Bernhard Burgener: Was stimmt sie zuversichtlich für die neue Saison?
Frage an Ciriaco Sforza: Sind Ziele definiert worden?
Bernhard Burgener springt ein: «Wir haben natürlich auch sportliche Ziele. In Basel gilt nur der Meistertitel. Auch europäisch wollen wir natürlich möglichst weit kommen. Und wir wollen auch nächste Saison wieder in den Cupfinal.»
Frage an Ciriaco Sforza: Sehen Sie im Basel Spieler, die Sie umformen können?
Frage an Ciriaco Sforza: Was ist bei Ihnen als Trainer heute anders als vor fünf Jahren bei Thun?
Frage an Ciriaco Sforza: Welche jungen Spieler sind Ihnen besonders aufgefallen
Frage an Ciriaco Sforza: Wann haben die Gespräche mit dem FCB gestartet?
Bernhard Burgener springt ein: «Wir haben am Sonntag und am Montag Gespräche geführt.»
Frage an Ciriaco Sforza: Es gibt seit drei Jahren immer wieder negative Schlagzeilen rund um den FCB. Das können Sie nicht ign
Frage an Ciriaco Sforza: Welcher Teil der FCB-Philosophie passt zu Ihnen?
Frage an Ciriaco Sforza: Sie haben den schwierigsten Job im Schweizer Fussball. Warum trauen Sie sich dazu?
Frage an Ciriaco Sforza: Hat man Ihnen zugesichert, dass die Mannschaft mehr oder weniger gleich bleibt?
Bernhard Burgener springt ein: «Wir sind bei Transferthemen sehr zurückhaltend. Wir können sagen, von allen Gerüchten die herumgeistern ist keines bei uns eingetroffen. Wenn ein Spieler gehen will, dann können wir das meistens nicht verhindern. Das würde dem Verein nicht gut tun und auch den Spielern nicht helfen. Wir sind immer bereit, Abgänge von Schlüsselspielern zu kompensieren. Aktuell planen wir aber mit den Spielern, die wir haben.»
