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Masters champion Danny Willett, of England, gives a thumbs up after winning the Masters golf tournament Sunday, April 10, 2016, in Augusta, Ga.  (AP Photo/Chris Carlson)

Danny Willett holt sich den Sieg beim US-Masters in Augusta.
Bild: Chris Carlson/AP/KEYSTONE

Er locht am besten ein: Danny Willett gewinnt das wichtigste Golfturnier des Jahres

Ein knappes Dreivierteljahr nach seinem Sieg am Omega European Masters in Crans-Montana sitzt Danny Willett auf dem Thron des Golfsports. Der 28-jährige Engländer gewann das US Masters in Augusta.



Bei seinem ersten Sieg an einem der vier Majorturniere verwies Danny Willett seinen Landsmann Lee Westwood und den amerikanischen Topfavoriten Jordan Spieth um drei Schläge auf den geteilten 2. Platz.

Vorjahressieger Spieth hatte das prestigeträchtigste Golfturnier nach jeder der ersten drei Runden angeführt. In der Schlussrunde im Augusta National Golf Club führte er zeitweise mit fünf Schlägen Vorsprung, bevor er an den Löchern 10 bis 12 mit zwei Bogeys und einem Vierfach-Bogey komplett einbrach. Danach lag der 22-jährige Texaner auf einmal vier Schläge hinter Willett zurück. Er kämpfte sich noch bis auf zwei Schläge heran. Nachdem er jedoch am 16. Loch ein weiteres Birdie knapp verpasst hatte, war die Entscheidung gefallen. Spieth konnte sein vorangegangenes Debakel nicht wettmachen.

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Dieser Moment wenn du realisierst, dass du das wichtigste Golf-Turnier des Jahres gewonnen hast.
YouTube/Katt SAVAGE Williams!

Spieth wie ein Amateur

Spieths grässlich anzusehende Vorstellung am 12. Loch dürfte in die Golfgeschichte eingehen. Das 12. Loch ist ein kurzes, aber sehr tückisches Par 3. Es ist das Herzstück des hintersten Teils des Platzes, der auch Amen Corner genannt wird. In dieser Ecke wurden in den vergangenen Jahrzehnten unzählige Siegeshoffnungen zerstört. Spieth schlug den Ball an ebendiesem 12. Loch zweimal ins Wasser. Beim zweiten Versuch war er sichtlich gestresst; der Schlag glich dem eines unbedarften Amateurs.

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Das verflixte 12. Loch: Es wurde nicht zur Sternstunde des Jordan Spieth.
YouTube/Themadmistake

Jordan Spieth hat nun erstmals in seiner bislang reibungslos verlaufenen jungen Karriere – er gewann 2015 auch das US Open – erfahren müssen, wie schwer die Last eines absoluten Favoriten sein kann. Mit dieser Last war Tiger Woods, der 14 Majortitel im Palmares hat, in der besten Zeit seiner Karriere während vielen Jahren fertig geworden.

Die weiteren meistgenannten Siegesanwärter Jason Day aus Australien, Leader der Weltrangliste, und Rory McIlroy aus Nordirland beendeten das Turnier mit einem Rückstand von sechs Schlägen auf Willett im geteilten 10. Rang. Beide konnten in der Schlussrunde nie in den Kampf um den Sieg, das Siegerpreisgeld von 1.8 Millionen Dollar und das berühmte Grüne Jackett, den symbolischen Siegerpreis, eingreifen.

Willett wie einst Nick Faldo

In gewisser Weise erinnerten Willetts Triumph und das dramatische Geschehen in der Schlussrunde an den letzten Sieg eines Engländers in Augusta, jenen des grossen Nick Faldo 1996. Faldo startete damals mit einem hoffnungslos erscheinenden Rückstand von sechs Schlägen auf den Weissen Hai Greg Norman aus Australien in die letzte Runde. Der nervös gewordene Norman büsste Schlag um Schlag ein, während Faldo unbeeindruckt ein Birdie um das andere spielte. Zuletzt lag der Engländer fünf Schläge vor Norman.

Nebenbei beendete Willett die lange Durststrecke der Europäer, die seit dem Erfolg des Spaniers José Maria Olazabal im Jahr 1999 nie mehr den US-Masters-Champion stellen konnten. (zap/sda)

Der schönste Hole-in-one des Turniers geht auf das Konto von J.B. Holmes.

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