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Lara Gut-Behrami

Olympia 2022: Lara Gut-Behrami holt Bronze im Riesenslalom

Bronze medalist Lara Gut-Behrami of Switzerland celebrates during the victory ceremony after the second run of the women's Alpine Skiing giant slalom race at the 2022 Olympic Winter Games in Yanq ...
Lara Gut-Behrami holt Olympia-Bronze im Riesenslalom.Bild: keystone

Gut-Behrami holt Bronze im Riesenslalom: «Ich habe nicht daran geglaubt»

Zweites alpines Rennen, zweite Schweizer Medaille: Wenige Stunden nach dem Abfahrts-Olympiasieg von Beat Feuz gewinnt Lara Gut-Behrami im Riesenslalom Bronze. Gold geht in China an die schwedische Topfavoritin Sara Hector.
07.02.2022, 09:5607.02.2022, 12:38

Gut-Behrami lag zur Halbzeit mit eineinhalb Sekunden Rückstand nur an achter Stelle. Doch die Riesenslalom-Weltmeisterin von Cortina 2021 zeigte im Finaldurchgang eine fulminante Fahrt. Trotz eines kleinen Patzers kurz nach dem Start gelang Gut-Behrami Laufbestzeit, womit sie sich noch um fünf Positionen verbessern konnte.

Ich habe nicht daran geglaubt, dass es fürs Podest reicht.
Lara Gut-Behrami

Die nach dem ersten Lauf ausser Reichweite scheinende Medaille wurde Tatsache, als die österreichische Halbzeit-Zweite Katharina Truppe um acht Hundertstel hinter die Tessinerin zurückfiel. «Im ersten Lauf passte das Timing überhaupt nicht, im zweiten lief dann plötzlich alles wieder wie auf Schienen», sagte Gut-Behrami im SRF-Interview.

Hector wie Wiberg 1992 ...

Auf die schon nach dem ersten Lauf führende Olympiasiegerin Sara Hector büsste Gut-Behrami, die 2014 schon einmal Olympia-Bronze – damals in der Abfahrt – gewonnen hatte, 0,72 Sekunden ein. Silber ging an die Italienerin Federica Brignone, die auf Hector 28 Hundertstel einbüsste.

... und Gut-Behrami wie Nef 2002

Nicht ganz so lange ist es her, seit die letzte Schweizerin in einem olympischen Riesenslalom auf dem Podest stand. 2002 war es, als Sonja Nef in Salt Lake City – damals auch als amtierende Riesenslalom-Weltmeisterin wie nun Gut-Behrami – ebenfalls Bronze geholt hatte.

«Wenn ich daran denke, wie mein erster Lauf war, ist es ein besonderes Ergebnis. Ich wusste nicht, wo ich stehe, auch nach dem ersten Lauf nicht. Im zweiten Lauf ging alles wie auf Schienen. Es ist auf jeden Fall wunderschön. Der Riesenslalom ist mir extrem wichtig. Wenn ich dort gut war, bin ich auch immer gut Speed gefahren. Ich fühle mich wohl in dieser Disziplin. Es waren gemischte Emotionen, auch weil es direkt nach mir schwere Stürze gab.»
Lara Gut-Behrami

«Es ist wunderschön, denn ich dachte mir immer, dass ich in meiner Karriere gerne auch im Riesenslalom Medaillen gewinnen würde. Ich schaffte das letztes Jahr in Cortina und dass es mir nun wieder gelang, ist genial», so Gut-Behrami. Besser klassiert waren in einem olympischen Riesenslalom erst drei Schweizerinnen: die Olympiasiegerinnen Yvonne Rüegg (1960 in Squaw Valley), Marie-Theres Nadig (1972 in Sapporo) und Vreni Schneider (1988 in Calgary).

Holdener und Gisin in Top 10

In Yanqing reihten sich neben Gut-Behrami mit Wendy Holdener (9.) und Michelle Gisin (10.) zwei weitere Schweizerinnen in den Top 10 ein. Das Innerschweizer Duo verlor gut eineinhalb Sekunden auf die Siegerin. Camille Rast, die im zweiten Lauf noch vier Positionen einbüsste, belegte den 16. Rang.

Mit Mikaela Shiffrin schied die Riesenslalom-Olympiasiegerin von 2018 früh im ersten Lauf aus. Wie für die Amerikanerin war auch für die Italienerin Marta Bassino der olympische Riesenslalom nach einem Innenskifehler bereits nach wenigen Sekunden zu Ende. (abu/sda)

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