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Tom Brady ist das neue Aushängeschild der Tampa Bay Buccaneers.
Tom Brady ist das neue Aushängeschild der Tampa Bay Buccaneers.bild: twitter/bleacherreport

Brady stellte bei den Bucs nur eine Forderung – präsentiert wurde der «GOAT» auf Youtube

25.03.2020, 11:0226.03.2020, 06:35

Keine Frage: Den Tampa Bay Buccaneers ist mit der Verpflichtung von Star-Quarterback Tom Brady der Coup schlechthin geglückt. Plötzlich ist das Team aus Florida, das seit zwölf Jahren nicht mehr in den Playoffs stand, in aller Munde. Allzu viel Überzeugungsarbeit mussten die «Bucs» bei Brady gar nicht leisten: Am ersten Tag der Free Agency telefonierten General Manager Jason Licht und Headcoach Bruce Arians mit dem 42-jährigen Superstar und nach 90 Minuten war bereits alles klar.

Wie die «Tampa Bay Times» berichtet, habe Brady im Gespräch viele Fragen gestellt, die gezeigt hätten, dass er sich bereits intensiv mit dem Team auseinandergesetzt hatte. Der sechsfache Super-Bowl-Gewinner habe den Enthusiasmus eines Teenagers ausgestrahlt und den Eindruck erweckt, dass das Feuer noch immer in ihm brenne.

Brady habe keinerlei Forderungen gestellt – nicht einmal die Trikotnummer 12, die bei den Bucs momentan Chris Godwin trägt und die dieser nur ungern abgeben will. Alles, was Brady wollte, waren die Telefonnummern von sämtlichen seiner künftigen Teamkollegen. Das Gehalt hatte Bradys Berater Donald Yee bereits vor dem Telefongespräch ausgehandelt: Mindestens 50 Millionen Dollar kriegt der neue Buccaneers-Quarterback in den nächsten zwei Jahren.

Brady via Youtube vorgestellt

Wegen der Ausbreitung des Coronavirus blieb Brady bei seinem neuen Arbeitgeber eine Ankunft im grossen Stil verwehrt. Vorgestellt wurde der «GOAT» («Greatest Of All Time») aber trotzdem – einfach via Youtube. In einer halbstündigen Telefonkonferenz sprach Brady zum ersten Mal über seinen spektakulären Wechsel.

Die Youtube-Vorstellung von Tom Brady.Video: YouTube/Tampa Bay Buccaneers

«Es ist ein spannender Moment für mich. Ich trete in eine neue, einzigartige Phase in meinem Leben ein», erklärte Brady in seinem Statement ganz zu Beginn. «Die Erwartungshaltung ist, dass ich ein grossartiger Teamplayer für diese Organisation sein werde. Ich habe viel Vertrauen in Coach Arians und höchsten Respekt vor ihm. Ich freue mich darauf, meine Teamkollegen zu treffen und all das zu erreichen, was wir uns zusammen vornehmen.»

Für einen Wechsel zu den Buccaneers seien «eine Menge Dinge» ausschlaggebend gewesen. «Die Spieler, Trainer und der Wille zum Sieg des Teams. Ich werde alles dafür tun, um dabei zu helfen», so der 42-Jährige. Die grösste Herausforderung für ihn werde sein, seine neue Offense kennenzulernen und zu verstehen. «Jeder hat andere Vorstellungen. Aber für mich ist Football, den Ball zu dem zu werfen, der frei steht. Wenn er weit weg steht, wirfst du weit. Wenn er in der Nähe ist, wirfst du kurz.» So weit, so einfach.

Brady über Coach Arians:

«Ich beobachte Bruce Arians Offensive schon lange, und sie hat schon viel Erfolg gehabt, mit verschiedenen Quarterbacks. Grossartige Offensiven drehen sich nicht um einen Spieler, es geht darum, dass alle Spieler im gleichen Rhythmus agieren. Ich werde in dieser Offseason sehr beschäftigt damit sein, alles über die Offensive zu lernen.»

Doch Brady betonte, dass er Zeit brauchen werde, sich einzugewöhnen: «Es gibt eine Menge talentierte Jungs in dieser Offense. Meine Aufgabe ist es, demjenigen den Ball zu geben, der damit etwas anfangen kann. Ich muss dafür eine Menge lernen, muss ihre Körpersprache begreifen und was sie bedeutet. Sobald wir alle zusammen trainieren können, werden wir das tun und daran arbeiten.»

Keinen Hehl machte Brady auch daraus, dass ihm der Umzug nach Florida noch etwas Kopfzerbrechen macht. «Das Klima ist anders. Mein Arbeitsweg ist anders. Ich bin keine 25 mehr, wo man seinen Koffer packt und einfach geht. Ich habe Familie, Kinder», erklärte er. «Aber andere Coaches und Spieler haben das hinbekommen. Und ich bin da kein Sonderfall. Ich will meiner Familie eine reibungslose Eingewöhnung ermöglichen, um mich auf meine Aufgaben mit dem Team umso besser konzentrieren zu können.»

Den Fragen, ob die Patriots seinen Abgang hätten verhindern können, versuchte Brady so gut wie möglich aus dem Weg zu gehen: «Nein, ich habe grossen Respekt. Es gibt keinen grösseren Patriots-Fan als mich. Ich bin Herrn Kraft, Bill Belichick und meinen Ex-Teamkollegen sehr dankbar. Ich wünsche den Patriots nur das Beste. Aber man hat mich hierher geholt, damit ich einen guten Job mache. Und dafür werde ich alles tun.»

Als ein Journalist trotzdem nachhakt, erklärte Brady. dass er nicht mehr über die Vergangenheit sprechen wolle. «Denn das ist für meine Zukunft nicht wichtig. Ich habe die Zeit genossen. Aber für alle ändern sich Dinge im Leben. Es war sehr emotional, denn die Beziehungen zu meinen Teamkollegen und Coaches bedeuten mir sehr viel. Die werden nicht verschwinden, nur weil ich ein anderes Trikot trage. Aber ich habe eine Aufgabe vor mir, der ich gerecht werden will. Ich bin ein sehr disziplinierter Quarterback und arbeite jeden Tag, um mich und mein Team zu pushen. Und ich kann es kaum erwarten, dass es losgeht.»

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