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New York Jets' Marcus Maye leaves the field with a towel over his head after an NFL football game against the Las Vegas Raiders, Sunday, Dec. 6, 2020, in East Rutherford, N.J. (AP Photo/Bill Kostroun)

Die New York Jets kassieren im 12. Saisonspiel die 12. Niederlage. Bild: keystone

Das Jets-Drama beginnt 13 Sekunden vor Schluss – und 9 weitere Highlights des NFL-Weekends

Mit den Kansas City Chiefs und den New Orleans Saints haben sich in der NFL die ersten beiden Teams für die Playoffs qualifiziert. Die Geschichten in Week 13 schrieben aber andere: Zum Beispiel Packers-Quarterback Aaron Rodgers, der Tom Brady und Drew Brees in den Schatten stellte.



Die Resultate

Bevor wir zu den Highlights kommen, wie üblich zunächst die Resultate von Week 13:

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bild: screenshot ran.de

» Hier geht's zu den Standings nach Week 13.

Die Highlights

Jets fehlen Sekunden zum ersten Sieg

0:11 nach elf Spieltagen? Na und, dachten sich die New York Jets. Das NFL-Schlusslicht zeigte gegen die Las Vegas Raiders eine deutliche Steigerung und hätte beinahe zum ersten Mal gewonnen. 1:42 Minuten vor dem Ende führten die Jets mit 28:24 und stoppten einen Drive der Raiders kurz vor der eigenen Endzone. Doch schon wenig später mussten Sam Darnold und Co. den Ball wieder abgeben, sodass die Raiders noch einen Anlauf nehmen konnten.

Und so kam es, wie es kommen musste: 13 Sekunden vor Schluss warf Vegas-Quarterback Derek Carr einen tiefen Pass über 46 Yards zu Receiver Henry Ruggs, der den Ball fünf Sekunden vor Schluss in der Endzone fing, und der erste Jets-Sieg war futsch. Mit dem sofort zum «Miracle in the Meadowlands» getauften Spielzug verbesserte Las Vegas seine Bilanz auf 7:5 Siege, während die Jets auch nach 12 Partien weiter auf ihren ersten Saisonsieg warten müssen.

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Der entscheidende Touchdown-Pass von Carr auf Ruggs. Video: streamable

Rodgers in Windeseile zum Rekord

Aaron Rodgers hat beim 30:16-Sieg seiner Green Bay Packers gegen die Philadelphia Eagles einen historischen Meilenstein erreicht. Der Star-Quarterback warf im dritten Viertel den 400. Touchdown-Pass seiner Karriere. Diese Schallmauer durchbrachen bislang nur sechs Quarterbacks vor ihm: Drew Brees, Peyton Manning, Tom Brady, Dan Marino, Brett Favre und Philip Rivers.

Aber keiner seiner Berufskollegen war so schnell wie der 36-jährige Packers-Spielmacher. Lediglich 193 Spiele brauchte Rodgers, um in diesen erlesenen Kreis aufgenommen zu werden. Als einziger Spieler knackte er die Schallmauer von 400 Touchdowns unter 200 Spielen. Dem bisherigen Rekordhalter Brees gelang dieses Kunststück «erst» nach 205 Spielen, Tom Brady liegt nun auf Rang 5 der Liste mit 212 Einsätzen. Brett Favre, Rodgers' legendärer Vorgänger bei den Packers, benötigte 228 Spiele, um diese Marke zu übertreffen.

Rodgers bewerkstellige seinen Rekord-Touchdown nicht irgendwie, sondern in typischer AR12-Art: Zunächst überbrückte er bei seinem Drive in sieben Spielzügen 99 Yards, dann fand er seinen Wide Receiver Davante Adams, der sich schliesslich in die Endzone kämpfte.

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Der 400. Touchdown-Pass in der Karriere von Aaron Rodgers. Video: streamable

Rodgers > Hurts > Wentz

Rodgers zeigte auch sonst eine bärenstarke Leistung: Der Packers-Quarterback warf zwei weitere Touchdowns und kam am Ende auf 295 Yards. Dass Rodgers unabhängig von seinen Zahlen immer noch zu den besten Spielmachern der Liga gehört, zeigte er gleich mehrmals: Beim zweiten Touchdown beispielsweise, als er einen Sack gerade noch verhindern konnte und unter Druck den Touchdown-Pass auf Robert Tonyan warf. Oder kurz nach Beginn der zweiten Halbzeit, als er mit einem 42-Yard-Pass aus der eigenen Endzone Davante Adams bediente.

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Rodgers' Pass aus der Bedrängnis auf Tonyan. Video: streamable

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Rodgers' Granate aus der eigenen Endzone auf Adams. Video: streamable

Weniger gut lief es bei Eagles-Quarterback Carson Wentz, der im dritten Viertel nach nur 79 Yards und sieben Sacks durch seinen Rookie-Stellvertreter Jalen Hurts ersetzt wurde. Dieser überzeugte bei seinem vierten NFL-Einsatz mit 112 Passing-Yards und 29 Rushing-Yards. Erst ganz zum Schluss, als er immer mehr Risiko nehmen musste, unterlief Hurts seine einzige Interception. Gut möglich, dass die Zeit von Wentz in Philadelphia dennoch bald abgelaufen ist.

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Der erste Touchdown-Pass von Hurts in der NFL. Video: streamable

Dolphins und Bengals gehen sich an den Kragen

Das Duell zwischen den Miami Dolphins und den Cincinnati Bengals wurde zu Beginn des Schlussviertels von einer Massenschlägerei überschattet. Weil Bengals-Receiver Mike Thomas Miamis Punt-Returner Jakeem Grant vor dem Catch überhart angegangen war und damit gegen die Regeln verstossen hatte, gingen die Spieler wild aufeinander los und deckten sich gar mit Tritten ein. Kurz vor der Halbzeitpause waren bereits Dolphins-Cornerback Xavien Howard und Bengals-Receiver Tyler Boyd aneinandergeraten. Sie gingen sich an die Gurgel und wurden schliesslich vom Feld verwiesen.

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Der Brawl zwischen den Dolphins und den Bengals. Video: streamable

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Die Schlägerei zwischen Howard und Boyd. Video: streamable

Das Sportliche rückte dadurch am Ende komplett in den Hintergrund: Nach seiner Daumenverletzung kehrte Dolphins-Quarterback Tua Tagovailoa für Routinier Ryan Fitzpatrick zurück und der Rookie verlieh seinem Team gleich wieder den nötigen Schub. Nach frühem 0:7-Rückstand half Tua mit 296 Passing-Yards wesentlich mit, die Partie noch zu drehen. Den Grossteil auf dem Weg zum 19:7-Sieg erledigte allerdings Kicker Jason Sanders, der gleich vier Field Goals aus 25, 48, 23 und 19 Yards verwandelte.

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Die besten Szenen der Partie. Video: YouTube/NFL

0:45 – Chargers kassieren Rekordpleite gegen Patriots

Die New England Patriots haben den Los Angeles Chargers die Höchststrafe verpasst und siegten gleich mit 45:0. Die überforderten Kalifornier fanden nie ins Spiel und brachten lediglich zwei Field-Goal-Versuche zustande, die aber beide misslangen. Besonders bitter: Einer wurde gar geblockt und von den Patriots in die Endzone zurückgetragen. Auch der sonst so zuverlässige Quarterback Justin Herbert machte mit zwei Interceptions keinen guten Eindruck.

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Der Patriots-Touchdown nach dem geblockten Field Goal. Video: streamable

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Der 70-Yard-Touchdown von Punt-Returner Gunner Olszewski. Video: streamable

Ganz anders lief es bei den Patriots: Neben den Special Teams überzeugte beim Team von Trainerlegende Bill Belichick vor allem das Laufspiel. Allein Quarterback Cam Newton erlief zwei Touchdowns, warf zudem für 69 Yards und einen Touchdown. Im dritten Durchgang lief er dann ganze 13 Mal (!) und damit genau so oft, wie er den Ball warf.

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Die besten Szenen von Newton gegen die Chargers. Video: YouTube/NFL

Für die Chargers war das 0:45 die höchste Niederlage der Franchise-Geschichte. Bisher standen zwei 0:41-Pleiten als Negativrekord zu Buche – gegen die damaligen Boston Patriots (1961) und die Atlanta Falcons (1973).

Mayfields Rekord und der «Big Man» in der Endzone

Dank einer rekordträchtigen ersten Halbzeit von Quarterback Baker Mayfield gewannen die Cleveland das Spitzenspiel gegen die Tennessee Titans mit 41:35. Mayfield warf bis zur Pause gleich vier Touchdown-Pässe. Ein Kunststück, das seit 1951 keinem Browns-Spielmacher mehr gelungen war. 38:7 stand es bei Spielhälfte, es war die höchste Pausenführung in der Franchise-Geschichte. Der sehenswerteste Spielzug war dabei derjenige zum 16:0, als Mayfield mit Offensive Tackle Kendall Lamm einen sogenannten «Big Man» in der Endzone fand.

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Lamm mit dem Big-Man-Touchdown für die Browns. Video: streamable

Entscheidend war auch, dass die Defense der Browns Titans-Running-Back Derrick Henry überraschend gut in Schach halten konnte. Der wieselflinke Muskelmann musste sich am Ende mit für ihn enttäuschenden 60 Yards begnügen. Dass es am Ende nochmal enger wurde, mussten sich die Browns dagegen selbst ankreiden: Sie versuchten das Ergebnis zu verwalten und liessen in der Offense immer wieder wichtige Punkte liegen. Der letzte Touchdown der Titans kam eine halbe Minute vor Spielende dann aber zu spät, um noch einmal ernsthaft eine Chance auf den Sieg zu haben.

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Die besten Szenen der Partie. Video: YouTube/NFL

Wilsons missglückte Hail Mary

Den New York Giants ist gegen Seattle Seahawks eine faustdicke Überraschung gelungen. Der Leader der NFC East, in der weiterhin nur Teams mit negativer Siegesbilanz spielen, gewann auswärts bei den Seattle Seahawks dank seiner hervorragenden Defense mit 17:12. Überragender Mann war Defensive End Leonard Williams mit 2,5 Sacks und zwei «Tackles for Loss».

Seahawks-Quarterback Russell Wilson kam gegen die aufsässigen Giants nie richtig auf Touren. Er konnte zwar 263 Passing-Yards und einen Touchdown-Pass verbuchen, produzierte allerdings auch zwei Turnover. Kurz vor Schluss hatte Wilson dennoch den Sieg in der Hand, sein Hail-Mary-Versuch aus der eigenen Platzhälfte fand kurz vor der Giants-Endzone aber keinen Abnehmer.

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Der letzte Versuch von Russell Wilson. Video: streamable

Kicker doch noch der Held im Vikings-Drama

Was für ein Drama in Minnesota: Die Vikings sahen beim 27:24-Sieg nach Verlängerung gegen die Jacksonville Jaguars kurz vor dem Ende der regulären Spielzeit wie der sichere Sieger aus. 1:08 Minuten vor Schluss lagen sie mit 24:16 in Front, doch die «Jags» schafften dank eines Touchdowns von Running Back James Robinson und einer Two-Point-Conversion tatsächlich noch den Ausgleich.

Danach wurde es noch dramatischer: Beide Kicker verballerten ein Field Goal zum möglichen Sieg. Erst Minnesotas Dan Bailey aus 51 Yards 18 Sekunden vor Schluss, dann Jacksonvilles Chase McLoughlin aus 62 Yards eine Sekunde (!) vor dem Ende.

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Die dramatische Schlussphase in der regulären Spielzeit. Video: streamable

In der Verlängerung brachte den Vikings schliesslich eine Interception von Jaguars-Quarterback Mike Glennon den entscheidenden Vorteil. Schliesslich war es Bailey, der sich mit einem Field Goal aus 23 Yards für seinen Fehlschluss und zwei verpasste Extrapunkte in der regulären Spielzeit rehabilitieren konnte.

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Das Game-Winning Field Goal von Bailey. Video: streamable

Watson gibt Sieg aus der Hand

Die Houston Texans kassieren gegen die Indianapolis Colts eine ganze bittere 20:26-Niederlage. 1:28 Minuten vor dem Ende standen die Texans an der Zwei-Yard-Linie, ein Touchdown mit Extrapunkt könnte zum Sieg reichen. Doch Quarterback Deshaun Watson produzierte nach einem schlechten Snap seines Centers einen Fumble und entschied so die Partie.

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Der Fumble von Watson. Video: streamable

Texans-Superstar J.J. Watt konnte es nicht fassen und auch Watson war am Boden zerstört. Doch am Ende konnte er sich nicht viel vorwerfen lassen: Ihm gelang gegen die bärenstarke Colt-Defense zwar kein Touchdown, aber er warf für ordentliche 341 Yards und verschuldete neben dem unglücklichen Fumble lediglich einen Turnover.

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Watson kann seine Tränen nach Spielschluss nicht zurückhalten. Video: streamable

Saints und Chiefs bereits in den Playoffs

Mit den Kansas City Chiefs (22:16 gegen die Denver Broncos) und den New Orleans Saints (21:16 gegen die Atlanta Falcons) stehen die ersten beiden Playoff-Nehmer bereits fest. Noch nicht ganz durch sind die bei 11 Siegen noch ungeschlagenen Pittsburgh Steelers, die heute gegen das Washington Football Team antreten. Sie haben das Pech, dass sie in ihrer Division mit den Cleveland Browns einen hartnäckigen Verfolger haben.

Bereits fix ausgeschieden sind folgende Teams aus der AFC:

Die Playoff-Wahrscheinlichkeiten vor dem Chiefs-Spiel:

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