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Olympia 2022

Olympia 2022: Eisschnellläufer van der Poel wittert Niederlande-Skandal

Gold medalist Nils van der Poel of Sweden celebrates on the podium during a medal ceremony for the men's speedskating 5,000-meter race at the 2022 Winter Olympics, Monday, Feb. 7, 2022, in Beijin ...
Der Schwede Nils van der Poel kritisiert die Niederländer.Bild: keystone

«Grösster Skandal in unserem Sport» – Eisschnellläufer wittert Niederlande-Verschwörung

10.02.2022, 07:4610.02.2022, 13:08

Eisschnelllauf ist eine der Disziplinen, die bei Olympischen Winterspielen in der Schweiz nicht extrem viel Beachtung geschenkt bekommt. Ganz anders in den Niederlanden, wo das Rundlaufen auf der Eisfläche die fast einzige Chance auf Olympia-Medaillen ist. Dementsprechend versuchen die niederländischen Funktionäre auch, die bestmöglichen Bedingungen für ihre Athleten zu schaffen.

Und genau dies stösst einem Konkurrenten nun äusserst sauer auf: Nils van der Poel – klingt vom Namen her zwar auch wie ein Niederländer, ist aber Schwede – wittert einen Skandal. Der Olympiasieger über 5000 Meter glaubt, dass die Funktionäre des niederländischen Verbands (KSNB) Einfluss auf den verantwortlichen Eismeister Mark Messer aus Kanada genommen haben, damit dessen Eismeister das Eis möglichst hart machen. Bei diesen Bedingungen würden die Niederländer besser laufen, während van der Poel selber weicheres und damit theoretisch auch schlechteres Eis bevorzuge.

Erin Jackson of the United States participates in a speedskating practice session at the 2022 Winter Olympics, Wednesday, Feb. 2, 2022, in Beijing. (AP Photo/Gerald Herbert)
Bevorteilt das Eis in Peking die Niederländer?Bild: keystone

Der 25-Jährige schreckt vor scharfen Worten nicht zurück: «Es ist der grösste Skandal in unserem Sport. Ich habe den grössten Respekt für die Holländer und die Eismeister, aber wir müssen über Fair Play diskutieren und das ist weit, weit weg von Fair Play. Das ist Korruption.» Dabei bezieht sich van der Poel auf eine Aussage des Niederländer Sander van Ginkel, der sagte, er versuche in Peking die bestmöglichen Bedingungen für seine Läufer zu schaffen. Van der Poel sagte, es sei peinlich für den Verband und die Sportler. Er ging gar so weit, dass er den angeblichen Skandal mit Doping-Vergehen verglich.

Der KNSB will von van der Poels Vorwürfen allerdings nichts wissen. «Das sind grosse Worte und sonst nichts», sagt der technische Direktor Remy de Wit gegenüber schaatsen.nl. Er glaube, dass die Eismeister in Peking gut in der Lage seien, die Qualität des Eises selber zu verwalten.

Van der Poel tritt am Freitag über 10'000 Meter zum nächsten Mal an. Er glaubt dort trotz allen Widrigkeiten an seinen nächsten olympischen Triumph. (abu)

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quelle: keystone / wu hong
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