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Roger Federer

Wimbledon: Rafael Nadal weiss, dass er «grösser» als Ashleigh Barty ist

Rafael Nadal gibt sich für einmal wenig bescheiden.
Rafael Nadal gibt sich für einmal wenig bescheiden. bild: wimbledon

Nadal muss sich für seinen Centre-Court-Auftritt rechtfertigen – seine Antwort: Grandios!

09.07.2019, 11:2809.07.2019, 15:57

Rafael Nadal ist gestern mit einer Gala-Vorstellung gegen João Sousa in den Wimbledon-Viertelfinal gestürmt. Beim 6:2-6:2-6:2-Erfolg erhielt der 33-jährige Spanier nur wenig Gegenwehr. Anstrengender wurde für Nadal die anschliessende Pressekonferenz: Ein australischer Journalist wollte von ihm wissen, ob es nicht besser gewesen wäre, man hätte statt seiner Blitzpartie den hart umkämpften Dreisätzer von Ashleigh Barty gegen Allison Riske auf den Centre Court angesetzt – sie sei ja schliesslich die Weltnummer 1.

Nadals Antwort kam wie aus der Pistole geschossen und war für einmal ziemlich atypisch für den sonst so bescheidenen Mallorquiner:

«Ich bin die Weltnummer 2 und habe 18 Grand Slams gewonnen. Das entscheiden die Organisatoren. Sie als Journalist stellen nun Ashleigh Barty über mich. Für mich sind beide Entscheidungen okay. Aber in der Tenniswelt, ehrlich gesagt, bin ich etwas wichtiger als Ashleigh Barty, auch wenn sie die Nummer 1 ist, die French Open gewann und unglaublich gut spielt.»
Rafael Nadal
Nadal entwaffnet den Journalisten. Video: streamable

Roger Federer zeigte sich nach seinem lockeren Achtelfinal-Sieg gegen Matteo Berrettini ebenfalls von seiner schlagfertigen Seite, hatte es aber wesentlich einfacher als Erzrivale Nadal. Mit einem in der Szene bekannten Tennisjournalisten aus Italien lieferte er sich ein lustiges Wortgefecht:

Journalist: «Roger, heute brauche ich für einmal deine Hilfe. Ich habe gesehen, wie Berrettini in Stuttgart gewann und in Halle den Halbfinal erreichte …»

Federer unterbricht sofort: «Ich habe dich in Halle nicht gesehen …»

Der Journalist entgegnet: «Aber ich habe die Spiele gesehen.»

Federer: «Ah, du hast den einfachen Weg gewählt und im Schlafzimmer vor dem TV geschaut, ganz relaxt.»

Journalist: «Korrekt. Aber ich habe die Spiele gesehen. Heute Morgen habe ich geschrieben, dass ich nicht glaube, dass Berrettini Federer schlagen kann, aber ich glaube nicht, dass er 1:6, 2:6, 2:6 verliert. Und das war dann genau das Resultat. Jetzt möchte ich von dir wissen …»

Federer geht erneut dazwischen: «… ob du deinen Job wechseln solltest oder nicht? Ist das die Frage? Du solltest darüber nachdenken.»
Federers Hin und Her mit dem italienischen Journalisten.Video: streamable

Nach dieser lustigen Episode durfte der Journalist seine eigentliche Frage doch noch stellen. «Ich versuche herauszufinden, was du ihm vor dem Spiel gesagt hast. Du bist sein Idol. Hast du ihn mit deinen Worten geschockt oder wie erklärst du dir das Resultat?» Federer entgegnete, dass er lediglich «Hallo» gesagt habe. Dass sich Berrettini nach dem verwandelten Matchball am Netz beim Schweizer für die Lektion bedankt haben soll, konnte der «Maestro» nicht bestätigen: «Das sagte er? Mein Italienisch ist nicht gut genug.» (pre)

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