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Serie A: Lazio Rom fordert eine Fussball-Fortsetzung in Italien

epa06665277 Lazio's Marco Parolo reacts after losing the UEFA Europa League quarter final second leg soccer match between RB Salzburg and SS Lazio in Salzburg, Austria, 12 April 2018. EPA/CHRISTI ...
Marco Parolo kann die Entscheidungen der Regierung nicht nachvollziehen.Bild: EPA

«Wir fühlen uns diskriminiert» – Lazio Rom drückt auf eine Fussball-Fortsetzung

29.04.2020, 09:1829.04.2020, 09:18

Auch in Italien hat das Coronavirus den Fussball zu stillstehen gebracht. Seit eineinhalb Monaten konnte sein Serie-A-Spiel mehr stattfinden, ob und wann der Betrieb wieder aufgenommen wird, ist offen.

Bei der Frage, ob weitergespielt werden soll, hielten sich bisher die meisten grossen Vereine zurück. Mit einer Ausnahme: Lazio Rom und vor allem Klub-Präsident Claudio Lotito drücken seit geraumer Zeit auf eine Weiterführung der Meisterschaft.

epa07986191 Lazio's president Claudio Lotito (L) with Lazio's player Ciro Immobile (R) during the Serie A soccer match between SS Lazio and US Lecce at the Olimpico stadium in Rome, Italy, 1 ...
Claudio Lotito (links) und Stürmerstar Ciro ImmobileBild: EPA

Der Fussball sei enorm wichtig in Italien, nicht nur wirtschaftlich, begründet Lotito seine Position: «Ich finde, dass der Fussball einen riesigen sozialen Wert hat. Vor allem in Rom gehören «panem und circenses» (Brot und Spiele, Anm. d. Red.) zu unserer Geschichte. Das sollte man bedenken. Aber stattdessen sprechen viele, ohne dass sie die Situation wirklich kennen», so der Präsident gegenüber «Rai Sport».

Kein Verständnis für die letzten Entscheidungen

Auch Vizecaptain Marco Parolo missfällt der Entscheid, dass die Trainingsaufnahme weiter verschoben worden ist. So sagt er gegenüber dem Vereinssender von Lazio: «Ich verstehe nicht, warum wir Fussballer nicht trainieren dürfen. Schliesslich darf man ja in den Park joggen gehen. Vielleicht gibt es jemanden, der die Wiederaufnahme verhindern will.»

Zudem kommt es bei Lazio nicht gut an, dass sich die anderen Vereine weitgehend zurückhalten. «Ich kann mir nicht erklären, warum Teams wie Juventus und Inter keine Stellung beziehen», so Sportchef Igli Tare, «wir fühlen uns diskriminiert durch die Entscheidungen der Regierung.»

Nach 26 von 38 Runden liegt Lazio Rom in der Serie A auf dem zweiten Platz. Der Rückstand der überraschenden Römer auf Leader Juventus beträgt nur einen Punkt. (dab)

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