Wawrinkas Karriere endet mit einer Niederlage in Basel
Der 985. Match auf der ATP Tour ist für Stan Wawrinka der letzte. In der 1. Runde der Swiss Indoors in Basel verliert der 41-jährige Ausnahmeathlet 5:7, 6:7 (2:7) gegen den Tschechen Jiri Lehecka.
«Felicità» (Glück) lässt der Stadion-DJ aus den Boxen erschallen. Da führt Stan Wawrinka gegen den Weltranglisten-21. Jiri Lehecka im ersten Satz 3:2. Am Ende verlässt ihn das Glück aber. Der Waadtländer legt im letzten Turnier seiner Profikarriere noch einmal alles in die Waagschale, vergeblich. Seine grossartige Karriere endet am Abend des 27. Oktober um 23.01Uhr in der Basler St. Jakobshalle.
Wawrinka hat seine Emotionen im Griff. Die erste Standing Ovation der 9200 Fans brandet beim Einmarsch des Romands auf den Centre Court auf, die zweite bei der Präsentation durch den Speaker, bei 5:4 im zweiten Satz folgt eine von mehreren Wellen, am Ende inspiriert es den Waadtländer noch einmal zu einem grossen Effort.
Nur ein Break
Wawrinka zeigt im letzten Match seiner Profikarriere noch einmal eine starke Leistung. Der dreifache Grand-Slam-Champion schlägt gut auf, kommt selber jedoch auch nur einmal - beim Stand von 1:1 - zu zwei Breakchancen. Lehecka wehrt sie beide ab. Der 24-jährige Tscheche gehört zu den grundsoliden Spielern auf der ATP Tour mit wuchtigem Aufschlag und gefährlicher Vorhand. Er stand in diesem Jahr in Miami (gegen Jannik Sinner) und vor drei Wochen in Tokio (gegen Carlos Alcaraz) im Final. So nutzt er seine Chance zum 6:5 im ersten Satz kaltblütig.
Im zweiten Durchgang steht Wawrinka bei 5:4 und 30:30 bei gegnerischem Aufschlag zwei Punkte vor dem Satzausgleich, doch Lehecka behält die Nerven - auch im folgenden Tiebreak. «Ich bin bisschen traurig, dass du aufhörst», meint der Tscheche im Platzinterview nach 1:50 Stunden. «Stan the Man» hat noch einmal die Fans verzückt, wie er es so viele Jahre getan hat. «Merci. Stan» hallt es am Ende durch die Halle.
Wawrinka bedankt sich am Ende noch einmal für die Unterstützung. «Es war schwierig gegen einen starken Gegner», gibt er zu, ehe er dann doch noch von den Emotionen übermannt wird. (sda)
