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Schweizer Reporterin wegen Frage an Selenskyj in der Kritik

Video: watson/lucas zollinger

Schweizer Journalistin fragt Selenskyj nach Kriegsmüdigkeit – so antwortet ein Soldat

21.06.2024, 14:4821.06.2024, 15:52
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Am 16. Juni, dem zweiten Tag des «Gipfels für den Frieden in der Ukraine» auf dem Bürgenstock, stellte sich der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj den anwesenden Journalistinnen und Journalisten, um Fragen zu beantworten.

Ann Guenter von «20 Minuten» nutzte die Gelegenheit, um Präsident Wolodymyr Selenskyj zu fragen, was er gegen die Kriegsmüdigkeit in der Ukraine tue. Das Publikum und auch der ukrainische Regierungschef reagierten irritiert.

Irritiert zeigte sich auch ein ukrainischer Soldat, der sich auf Instagram «der kleine Prinz» nennt und der Journalistin auf der Social-Media-Plattform in einem zynisch-sarkastischen Video antwortete:

Video: watson/lucas zollinger

Guenter, die schweizerisch-finnische Doppelbürgerin ist und laut eigenen Aussagen selbst neun Monate aus der Ukraine über den Krieg berichtete, war bestürzt über die negativen Reaktionen, die ihre Frage ausgelöst hat. Auf X (vormals Twitter) entschuldigt sie sich bei den Ukrainerinnen und Ukrainern:

Wie der ukrainische Soldat in einem weiteren Video erzählt, habe sie sich bei ihm gemeldet und die beiden hätten ein klärendes Gespräch geführt.

Er erklärte dabei auch nochmal, warum er so gereizt reagiert habe. So herrsche zwischen der ukrainischen Zivilbevölkerung und den Soldatinnen und Soldaten eine Art stiller Pakt: Niemand beschwere sich über den Krieg, weil beide Parteien das Leid und die Opfer der anderen nicht richtig nachvollziehen könnten. Gerade deshalb sei es vielen auch so unverschämt vorgekommen, dass Menschen aus dem Westen sich beklagen, während die Betroffenen selbst genau dies eben nicht dürften.

Übrigens: So hat Selenskyj auf die Frage geantwortet

Video: extern / rest/ebu

(lzo)

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Video: watson/Ralph Steiner
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113 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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The Guitar Player
21.06.2024 13:47registriert Oktober 2023
Und es gibt immer noch Menschen im Westen, die meinen, man solle viel mehr Rücksicht auf die Befindlichkeiten der russischen Kriegsverbrecher nehmen. Als ob die Ukrainer nicht extrem unter diesem von Putin befohlenen Krieg leiden würden.
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flausch
21.06.2024 14:58registriert Februar 2017
Ja ne. Seit ihr müde davon grundlos Bombardiert zu werden? Ich glaube sowohl die Zivilbevölkerung als auch die Soldaten und Soldatinnen würden gerne mit Ja antworten können, würden gerne ein paar Nächte durchschlafen oder aber aufwachen und merken das alles nur ein schlimmer Traum war. Leider geht dies nicht. Wer im überlebenskampf nicht mehr kämpfen mag der stirbt. Viele in europa verstehen dies nicht, schon gar nicht die Herren der SVP und AfD, aber auch grosse Teile der bevölkerung denken scheinbar es sei alles nur ein Spiel. Als könnte man sich die Hand geben, weglaufen und es wäre vorüber
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Wysel Gyr
21.06.2024 16:00registriert Oktober 2021
Es ist schändlich, sich im Westen als "kriegsmüde" zu bezeichnen.
Es ist aber notwendig, dass wir Putinverstehermüde sind, dass wir es müde sind, dass Firmen wegen angeblichen Kriegsauswirkungen einfach die Preise erhöhen und hoch halten, wir sollten es müde sein, dass es Inflationsprofiteure gibt und wir sollten der Propaganda müde sein.
Lasst uns unseren eigenen "Krieg" kämpfen, nämlich gegen all die Üblen, die den Angriffskrieg unterstützen oder verstehen oder welche von diesem Krieg profitieren möchten. Es wird ein langer "Krieg". Und auch dann dürfen wir nicht kriegsmüde sein.
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