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Riesiger Eisblock versperrt den Aufstieg auf den Mount Everest

Video: watson/Lucas Zollinger

Wegen diesem Eisblock stauen sich vielleicht bald wieder die Bergsteiger am Mount Everest

24.04.2026, 20:2724.04.2026, 20:27

Beim Mount Everest beginnt bald die Hauptsaison für Bergsteigerinnen und Bergsteiger. Wer gerade den höchsten Berg der Welt erklimmen will, muss sich aber noch gedulden. Das Problem: Der Weg ist aktuell noch von einem riesigen Eisblock versperrt, wie die britische BBC berichtet. Im Video siehst du, wie das aussieht:

Video: watson/Lucas Zollinger

Der Sérac, wie man solche Fortsätze aus Gletschereis auch nennt, ragt kurz vor Camp 1 in die Aufstiegsroute. Die sogenannten «Icefall Doctors» – die für die Instandhaltung des unteren Teils der Route verantwortlich sind und Seile und Leitern befestigen – konnten keinen Weg um den 30 Meter hohen Eisblock herum finden.

Die einzige Lösung ist deshalb: Warten. Man hofft, dass der Block in den nächsten Tagen schmilzt. Wegen der Verzögerung liegen die Vorbereitungen für die Frühjahrssaison, in der das Wetter für Everest-Besteigungen normalerweise am besten ist, um Wochen hinter dem Zeitplan zurück. Nun wächst die Befürchtung, dass sich die Bergsteigerinnen und Bergsteiger auch in diesem Jahr wieder in einer Warteschlange anstellen müssen, um den 8848 Meter hohen Gipfel zu erreichen.

Warum es keine Alternative gibt

Die «Icefall Doctors» arbeiten für das Sagarmatha Pollution Control Committee (SPCC), das von lokalen Sherpas betrieben wird. Sie haben das Basislager vor drei Wochen erreicht, schreibt BBC. Normalerweise hätten sie zu diesem Zeitpunkt im April die Route bis zum Lager 3 gesichert, doch seit sie am 10. April den Sérac circa 600 Meter unterhalb von Camp 1 erreicht haben, stecken sie fest.

Übersichtskarte Mount Everest im April 2026.
Die Kletterroute auf den Mount Everest führt an fünf Camps vorbei.Bild: screenshot google maps, bearbeitet von Nina Stiefel

Eine Besteigung davon des Eisblocks stufte das SPCC als zu riskant ein. In der Folge habe man vier Tage lang die Gegend erkundet und jeden Punkt des Berges rechts und links davon unter die Lupe genommen, aber keine sichere Umgehung finden können. Rechtzeitig eine Alternativroute zu Camp 1 einzurichten, wäre schwierig. Gegenüber BBC sagte das SPCC, man habe keinen Weg gefunden, die Schmelze des Gletschereises künstlich zu beschleunigen. Deshalb sei Warten tatsächlich die einzige Option. (lzo)

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