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Samsung stürzt ab – darum hat sich der Gewinn halbiert

epa07490476 Visitor (C) inspects one of mobile innovation for Galaxy S10 at Galaxy Studio in Dubai, United Arab Emirates, 07 April 2019. Samsung Gulf electronics has brought back the Galaxy Studio to  ...
Das aktuelle Flaggschiffmodell der Koreaner, das Galaxy S10.Bild: EPA/EPA

Samsung stürzt ab – darum hat sich der Gewinn halbiert

Angeblich dank einer Strafzahlung von Apple wurde es nicht noch schlimmer.
05.07.2019, 06:5205.07.2019, 10:06

Der südkoreanische Technologieriese Samsung hat im zweiten Quartal wohl 56 Prozent weniger operativ verdient als vor einem Jahr. Der Betriebsgewinn sei auf umgerechnet 4.93 Milliarden Euro eingebrochen, der Umsatz um 4.2 Prozent auf 42.45 Milliarden gesunken.

Die Zahlen teilte das Unternehmen am Freitag in seinem Ergebnisausblick für die Monate April bis Juni mit.

Es wäre der niedrigste Gewinn von Samsung seit dem dritten Quartal 2016, als das Unternehmen vom Debakel der Galaxy Note 7 betroffen war, berichtet The Verge.

Die Gründe

Samsung gibt keine vollständigen Erklärungen zusammen mit seiner Gewinnprognose.

Analysten gehen davon aus, dass der Handelskrieg der USA gegen China und Huawei einen erheblichen Einfluss auf das kritische Chip-Geschäft von Samsung hatte.

Überraschend seien die Zahlen angesichts fallender Chippreise nicht. Mit Halbleitern verdient Samsung das meiste Geld.

Die Südkoreaner sprachen seit Beginn des Jahres mehrmals von Unsicherheiten im gesamtwirtschaftlichen Umfeld. Auch von einer Reduzierung der Bestände bei Kunden war die Rede. Ein Überangebot belastet die Branche.

Dank Apple wurde es nicht noch schlimmer

Dennoch liegt der Ausblick von Samsung über den Markterwartungen. «Die Schätzungen enthalten einen einmaligen Gewinn im Display-Geschäft», hiess es in der Firmenmitteilung. Details wurden nicht genannt.

Für Samsung hätte es in diesem Quartal noch schlimmer kommen können, wenn es nicht von einem einmaligen Gewinn in der Display-Division profitiert hätte, der den Gewinn steigerte. Laut Analysten, die mit Reuters sprachen, wurde Samsung von Apple etwa 800 Milliarden Won (684 Millionen Dollar) erstattet, weil das US-Unternehmen, das die OLED-Bildschirme von Samsung in seinen iPhones verwendet, ein vereinbartes Umsatzziel verfehlt hat.

Auf lange Sicht könnte Samsung auch von Huaweis Problemen profitieren. Wenn die US-Sanktionen bestehen bleiben, könnten die Koreaner gemäss Analysten-Schätzung jährlich 37 Millionen mehr Android-Smartphones verkaufen.

Hoffen auf 5G

Bei Smartphones setzt die Konkurrenz aus China den Marktführer immer stärker unter Druck. Samsung setzt seine Hoffnung unter anderem auf die 5G-Version aus seiner Galaxy S10-Reihe. Der Konzern hatte das weltweit erste verfügbare Smartphone mit eingebautem Mobilfunkchip für die neuen Hochgeschwindigkeitsnetze (5G) im April auf den Markt gebracht. Den Verkaufsstart des ersten faltbaren Smartphones mussten die Koreaner nach technischen Problem verschieben. Ein neuer Termin ist noch nicht bekannt.

Die Samsung-Aktie tendierte an der Börse in Seoul gegen den allgemeinen Trend ein Prozent schwächer.

Die endgültigen Geschäftszahlen sollen Ende Juli vorgelegt werden.

(dsc/sda/reu/dpa)

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