Wirtschaft
International

35 Prozent teurer: Erdgaspreis schnellt nach russischem Lieferstopp hoch

35 Prozent teurer als am Freitag: Erdgaspreis schnellt nach russischem Lieferstopp hoch

05.09.2022, 10:4605.09.2022, 12:05

Der vorläufige Lieferstopp Russlands über die wichtige Pipeline Nord Stream 1 hat den europäischen Gaspreis am Montag nach oben schnellen lassen. Am Vormittag sprang der Preis des Terminkontrakts TTF für niederländisches Erdgas um etwa 72.5 Euro auf zuletzt 281 Euro je Megawattstunde. Das waren rund 35 Prozent mehr als am Freitag. Der TTF-Kontrakt wird häufig als Richtschnur für das europäische Preisniveau verwendet.

epa01598274 A Gazprom employee works at the gas measuring station Sudzha, just 200 metres from the Ukrainian border, Kursk region, Russian Federation, 13 January 2009. Russian gas monopoly Gazprom urg ...
Gazprom-Mitarbeiter schraubt in Sudzha an einer Leitung. Bild: EPA

Ausschlaggebend für den Preissprung zum Wochenstart war, dass Russland seine Erdgaslieferungen über die Pipeline Nord Stream 1 bis auf Weiteres ruhen lässt. Als Grund gab der Konzern Gazprom am Wochenende technische Probleme an. Vermutet wird aber, dass Russland den Westen im Ukraine-Konflikt noch mehr unter Druck setzen will.

Dagegen waren die Erdgaspreise in der vergangenen Woche spürbar gefallen. Auslöser war, dass die Auffüllung der Erdgasspeicher in Europa schneller als geplant vonstatten geht. In den Monaten zuvor waren die Preise jedoch sehr stark gestiegen. Ende vergangenen Jahres hatte Erdgas noch weniger als 100 Euro je Megawattstunde gekostet.

Die Abhängigkeit Europas und Deutschlands von russischem Erdgas ist hoch. Seit dem Ukraine-Krieg werden grosse Anstrengungen unternommen, um die Abhängigkeit zu verringern. (sda/awp/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Lieblingsmitarbeiter bei watson? Der Chef hat es uns verraten
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Fairford-Verdächtige verrieten sich offenbar mit eigenem Notruf
Fünf Männer wurden Ende September nahe dem britischen Luftwaffenstützpunkt RAF Fairford wegen Terrorverdachts festgenommen. Eine Recherche der «New York Times» zeigt nun: Einer der Verdächtigen soll die Polizei selbst auf die Gruppe aufmerksam gemacht haben.
Drei weisse Lieferwagen waren in der Nacht auf den 27. September in Richtung des Militärflugplatzes RAF Fairford im Südwesten Englands unterwegs. Der Stützpunkt wird von der US-Luftwaffe genutzt und spielte auch bei Angriffen gegen den Iran eine Rolle.
Zur Story