Wirtschaft
International

Entwurf für EU-Gipfelerklärung: Europas Industrie verwundbar

epa11219945 A woman works at a power inverter production line during a location summit on 'Impulses for Europe as a business location' organized by the Austrian Government at the headquarter ...
Bild: keystone

Entwurf für EU-Gipfelerklärung: Europas Industrie verwundbar

10.04.2024, 07:3707.05.2024, 10:34

Die Staats- und Regierungschefs der EU-Staaten werden sich auf ihrem Gipfeltreffen in der kommenden Woche voraussichtlich vehement für mehr wirtschaftsfreundliche Massnahmen aussprechen. Das zeigte ein Entwurf für eine gemeinsame Gipfelerklärung.

Vor allem Subventionen internationaler Konkurrenten hätten Schwächen der Europäischen Union (EU) offengelegt, heisst es in einem Entwurf für eine gemeinsame Gipfelerklärung, welcher der deutschen Nachrichtenagentur DPA vorliegt.

Angesichts demografischer und technologischer Trends brauche es dringend politische Massnahmen. Im Entwurf wird das Ziel beschrieben, die EU-Wirtschaft durch Innovation, Nachhaltigkeit und digitale Transformation zukunftssicher zu machen.

Mehr Unabhängigkeit

Der Entwurf soll im Rahmen des Gipfels beschlossen werden. In dem Papier wird betont, es sei notwendig, Europas technologische und industrielle Basis zu stärken, um strategische Abhängigkeiten zu verringern. Dies gelte insbesondere für Bereiche wie Energie, Rohstoffe und Technologien.

Die EU ist unter anderem abhängig von Importen bestimmter Rohstoffe - teils wird mehr als 90 Prozent des Bedarfs an einzelnen Rohstoffen durch ein einziges Land ausserhalb der Union gedeckt.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Förderung einer digitalen und zirkulären Wirtschaft sowie die Unterstützung der Digitalisierung, um Arbeitsplätze zu schaffen. Die Staats- und Regierungschefs wollen dem Entwurf zufolge auch die Kapitalmarktunion vorantreiben. Bei dieser geht es im Kern darum, bürokratische Hürden zwischen den EU-Staaten abzubauen, um Unternehmen mehr Möglichkeiten zu geben, sich Geld zu beschaffen. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Missbrauch in Berner Kita: Hinweis auf Täter kam aus den USA – die Sonntagsnews
Ex-Raiffeisen-Chef Pierin Vincenz wegen Steuerhinterziehung verurteilt und nicht ausbezahlte Gelder für Opfer und Hinterbliebene von Crans-Montana: Das findet sich in den Sonntagszeitungen.
Der frühere Raiffeisen-Chef Pierin Vincenz ist nach Angaben der «SonntagsZeitung» wegen Steuerhinterziehung rechtskräftig zu einer Busse von fast einer Million Franken verurteilt worden. Das Bundesgericht bestätigte ein Urteil des Obergerichts Appenzell Ausserrhoden vom Februar 2025, wie die Zeitung schrieb. Bisher sei das Steuerverfahren nicht bekannt gewesen. Denn im Gegensatz zu Strafrechtsprozessen seien Steuerprozesse nicht öffentlich. Die Ausserrhoder Steuerfahnder hätten seit 2021 ermittelt. Der Vorwurf laute, dass Vincenz 3,4 Millionen Franken Einkommen nie versteuert habe. Zusätzlich zur Busse müsse Vincenz Nachsteuern zahlen. Wie hoch dieser Betrag ist, gehe aus dem Urteil nicht hervor. Vincenz habe die Vorwürfe bestritten.
Zur Story