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Coca-Cola stellt Produktion von «Gen-Z-Cola» wieder ein – nach 6 Monaten

Coca-Cola stellt «kühnste Markeninnovation» wieder ein – nach nur 6 Monaten

Es sollte der nächste Verkaufsschlager werden und insbesondere junge Menschen ansprechen. Doch nun stellt Coca-Cola die Produktion der Geschmacksrichtung «Spiced» nach nur sechs Monaten wieder ein.
25.09.2024, 08:0525.09.2024, 10:31

Typischer Cola-Geschmack, vermischt mit intensiven Himbeernoten: Mit diesem Mix wollte US-Getränkehersteller Coca-Cola neue junge Trinker anlocken, konkret aus der Generation Z (je nach Definition unterschiedlich, aber ungefähr die Jahrgänge 1995 bis 2010).

Coca cola spiced
So sehen, oder bald sahen, die Spiced-Versionen aus.Bild: coca cola

Die Gen Z soll kräftigere Aromen bevorzugen, weshalb seit längerem mit alternativen Cola-Sorten experimentiert wird. Im Februar dieses Jahres schliesslich führte die Firma in den USA «Spiced» ein und rührte dafür kräftig die Werbetrommel. Angekündigt wurde die Neuheit als «bisher kühnste Markeninnovation» Coca-Colas. Zudem wurde die neue Geschmacksrichtung als «dauerhaft» angepriesen, die Variante sollte es also langfristig ins Sortiment des Getränkegiganten schaffen.

Doch daraus wird nichts, wie das Unternehmen in einer Medienmitteilung bekanntgab. Coca-Cola stellt die Produktion der Himbeercolasorte nach nur sechs Monaten bereits wieder ein. Als Grund gibt die Firma an, dass man immer darauf achte, «was die Kunden mögen» und die Geschmacksrichtungen deshalb «laufend anpasse», wie CNN schreibt. Das dürfte, frei übersetzt aus PR-Sprache, nichts anderes heissen, als dass die Nachfrage zu klein war. Stattdessen will Coca-Cola nun 2025 mit «einer neuen aufregenden Geschmackssorte» aufwarten.

Auf Anfrage von CNN führte Sue Lynne Cha, Vize-Marketingchefin von Coca-Cola, aus, dass die Kundschaft zu kräftigeren und gewürzten Aromen auf dem Markt tendiere:

„Die Verbraucher suchen nach kräftigeren Aromen und komplexeren Geschmacksprofilen. Das ist ein Trend, den wir bei Lebensmitteln, aber auch bei Getränken beobachten, und wir dachten, das wäre ein einzigartiger Bereich für uns.

Genaue Verkaufszahlen zu einzelnen Geschmacksrichtungen gibt Coca-Cola nicht bekannt. Weltweit stieg der Umsatz der Firma im zweiten Quartal um 2,9 Prozent. In Nordamerika jedoch, dort wo «Spiced» verkauft wurde, sanken die Umsätze um ein Prozent.

In der Schweiz war «Spiced» nie im Detailhandel erhältlich. Konsumenten mussten die Geschmackssorte aus Nordamerika bestellen, um sie zu probieren. Coca-Cola schloss die Markteinführung ausserhalb der USA und Kanada im Februar nicht aus, doch vermutlich war eine solche erfolgsabhängig – mit der vorzeitigen Produktionseinstellung hat sich das Thema nun erübrigt. (con)

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