Wirtschaft
International

Juncker zum Brexit: «Es reicht jetzt mit dem langen Schweigen»

Juncker zum Brexit: «Es reicht jetzt mit dem langen Schweigen»

01.04.2019, 13:4801.04.2019, 13:48
European Commission President Jean-Claude Juncker arrives at the European Parliament in Strasbourg, France, Wednesday March 27, 2019. The Parliament discusses the conclusions of the 21-22 March EU sum ...
Jean-Claude JunckerBild: AP/AP

EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hat vom britischen Parlament rasche Klarheit über die Pläne des Landes zum EU-Austritt gefordert. «Eine Sphinx ist ein offenes Buch im Vergleich zum britischen Parlament», sagte er am Montag. Das Unterhaus wollte am Montagabend erneut über Brexit-Pläne abstimmen.

«Und wir müssen diese Sphinx jetzt zum Reden bringen. Es reicht jetzt mit dem langen Schweigen», sagte der EU-Kommissionschef bei einer Sondersitzung des saarländischen Landtags in Saarbrücken.

Juncker beklagte, dass in Sachen Brexit «niemand weiss, wo es lang geht». Die EU wisse, was das britische Parlament nicht wolle: «Was es aber will, haben wir bislang noch nicht in Erfahrung gebracht.»

Er bedauerte, dass die EU vor dem britischen Brexit-Referendum vom Juni 2016 nicht in Grossbritannien ihre Argumente für Europa habe vortragen dürfen. Dies sei der EU-Kommission vom damaligen Premierminister David Cameron verboten worden: «Von Herrn Cameron, der zu den grössten Zerstörern der neuzeitlichen Geschichte gehört.» (aeg/sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Die Brexit-Frage spaltet Grossbritannien
1 / 28
Die Brexit-Frage spaltet Grossbritannien
Die 24-jährige Madeleina Kay will in der EU bleiben, London, 14. Februar 2019.
quelle: ap/ap / matt dunham
Auf Facebook teilenAuf X teilen
EU-Ratspräsident Tusk beweist Galgenhumor
Video: srf
Allianz-Bericht: So stark leidet Europas Wirtschaft unter der Hitze
Die Hitzewelle dieses Sommers hat die europäische Wirtschaftsleistung für das laufende Jahr nach Schätzung der Allianz um 113 Milliarden Euro reduziert. Italien liege dabei auf Platz eins mit geschätzten Einbussen von 28 Milliarden Euro.
Auf Platz zwei kommt Deutschland mit 25 Milliarden Euro, wie der Münchner Dax-Konzern mitteilte. An dritter Stelle steht Frankreich mit einer geschätzten Minderung des Bruttoinlandsprodukts um 20 Milliarden Euro.
Zur Story