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Trump droht: Tieferer Leitzins oder Handelstopp mit gewissen Ländern

Trump droht: tieferer Leitzins in den USA oder Handelstopp mit Defizit-Ländern

US-Präsident Donald Trump droht mit einem Handelsstopp mit bestimmten Ländern, sollte die US-Notenbank Federal Reserve ihre Geldpolitik nicht lockern.
04.09.2026, 18:2004.09.2026, 18:25

«Senkt die Zinsen, oder ich breche den Handel mit Ländern ab, mit denen wir ein Defizit haben», schrieb er auf seiner Plattform Truth Social.

epa13208157 US President Donald Trump speaks during an End of Summer BBQ event with Republican lawmakers in the Rose Garden of the White House in Washington, DC, USA, 02 September 2026. EPA/Samuel Cor ...
Will um jeden Preis tiefere Zinsen: US-Präsident Donald Trump.Bild: keystone

Trump argumentierte, dass der Arbeitsmarkt deutlich stärker gewachsen sei als gedacht und dies ausreiche, um geringere Zinsen zu legitimieren. Ökonomen merken allerdings an, dass ein starker Arbeitsmarkt die Lohnentwicklung und damit auch die Inflationsgefahren verstärken kann.

Trump liess aussen vor, dass die Inflation in seinem Land seit mehr als fünf Jahren über dem von der Fed angestrebten Ziel von 2 Prozent liegt. Der US-Präsident liess zudem offen, welchen Zusammenhang er zwischen gewünschter Zinssenkung in den USA und dem Handelsdefizit mit einigen Ländern sieht.

Die Schweiz ist auch im Visier des US-Präsidenten, wenn es um das Handelsdefizit geht. Dies hatte Trump Anfang August einmal mehr klar gemacht. Damals drohte er in einem Interview mit einem Importstopp für Schweizer Uhren und andere Waren. Damit könnten die USA ihr Handelsdefizit mit der Schweiz auf einen Schlag beseitigen.

Federal Reserve Board Chairman Kevin Warsh speaks during a news conference at the Federal Reserve in Washington, Wednesday, July 29, 2026. (AP Photo/Mark Schiefelbein)
Kevin Warsh
Tendiert bezüglich Zinsen eher in die andere Richtung: Fed-Chef Kevin Warsh.Bild: keystone

Arbeitsmarkt zuletzt stark

Niedrigere Zinsen können dafür sorgen, dass Unternehmen schneller wachsen. Zugleich heizen sie die Inflation an. Fed-Chef Kevin Warsh hatte jüngst klargemacht, dass er der Preisstabilität eine höhere Priorität einräumt, und sich zu höheren Zinsen bereit gezeigt. Kommende Woche Freitag werden neue Inflationszahlen in den USA veröffentlicht.

Zuvor hatte das US-Arbeitsministerium einen überraschend starken Arbeitsmarktbericht für den August vorgelegt. So stieg die Beschäftigtenzahl um 162'000 – Volkswirte hatten im Schnitt lediglich mit 55'000 zusätzlichen Stellen gerechnet. Im Juli hatte der Arbeitsmarkt noch enttäuscht. (sda/awp/dpa/con)

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