Wirtschaft
International

Aktienkurs schnellt in die Höhe und immer mehr Nutzer: Netflix bleibt auf der Überholspur

Bild
Bild: Paul Sakuma/AP/KEYSTONE

Aktienkurs schnellt in die Höhe und immer mehr Nutzer: Netflix bleibt auf der Überholspur

Netflix bleibt auf der Überholspur und zählt weltweit bereits 65,6 Millionen Nutzer. Das liess den Aktienkurs in die Höhe schnellen – trotz bescheidenem Gewinn.
16.07.2015, 04:0216.07.2015, 08:52

Im nachbörslichen Handel legte die Netflix-Aktie nach der Veröffentlichung des Finanzberichts am Mittwochabend zunächst um fast zehn Prozent zu. Verantwortlich dafür war nicht der (bescheidene) Gewinn, sondern das überraschend hohe Nutzerwachstum.

Im zweiten Quartal steigerte das Unternehmen die Abonnentenzahl insgesamt um 3,3 Millionen und legte damit fast doppelt so stark zu wie im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Vor allem international expandiert die Firma aus dem kalifornischen Los Gatos in rasantem Tempo: 2,4 Millionen Mitglieder kamen zuletzt im Ausland dazu.

Bis Ende 2016 will Netflix in 200 Ländern verfügbar sein. Zu den nächsten Zielen sagte Netflix-Chef Reed Hastings: «Im Herbst werden wir mit dem Start in Japan unseren ersten Streifzug nach Asien machen und die Weichen stellen, um unseren Dienst rund um den Globus anzubieten.»

Teure Expansion

Im Frühjahr hatte das Unternehmen Premiere in Neuseeland und Australien gefeiert. Auch in China sondiert Netflix bereits seine Optionen. In der Schweiz und Deutschland ging Netflix im September 2014 an den Start.

Reed Hastings, Netflix-CEO, in Zürich.
Reed Hastings, Netflix-CEO, in Zürich.Bild: KEYSTONE

Die Finanzergebnisse sind allerdings nicht ganz so beeindruckend wie das starke Nutzerwachstum. Der Umsatz kletterte zwar um 23 Prozent zum Vorjahr auf 1,64 Milliarden Dollar. Der Gewinn schrumpfte aber um 63 Prozent auf 26 Millionen Dollar zusammen. 

Der starke Dollar, der die Auslandseinnahmen bei Umrechnung in US-Währung drückt, belastete die Bilanz. Ausserdem schlugen die hohen Expansionskosten negativ zu Buche. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Warum verbreiten Tech-CEOs die KI-Weltuntergangsszenarien? 6 Theorien
Es gibt glaubhafte Gründe zur Sorge über die Sicherheit von KI. Es gibt gleichzeitig aber auch ökonomische Gründe, weshalb die sich jüngst zuspitzende Weltuntergangsrhetorik und die Forderung nach Regulierung den Tech-Firmen zugute kommen. Wie das Silicon Valley davon profitieren könnte und was Sam Altman, Dario Amodei, Elon Musk und Co. damit womöglich bezwecken: sechs Theorien im grossen Überblick.
Der Sommer 2026 war geprägt von zwei sehr bedrohlichen Themen: Hitze und Klimawandel sowie KI. Während die Gefahr durch Ersteres immer weiter zunimmt und lange unterschätzt wurde, werden im Falle der Letzteren die misstrauischen Stimmen immer lauter.
Zur Story