Wirtschaft
Konsum

Plastiksack bei Lidl und Aldi könnte bald wieder gratis sein

IMAGE DISTRIBUTED FOR LIDL SCHWEIZ FOR EDITORIAL USE ONLY - Lidl Schweiz // Weiterer Text ueber ots und http://presseportal.ch/fr/pm/100016795/100924776 (obs/Lidl Schweiz/CHRISTIAN BEUTLER via KEYSTON ...
Eine Mitarbeiterin von Lidl Schweiz scannt einen Einkauf.Bild: keystone

Seit 2016 kosten Plastiksäckli im Laden 5 Rappen – das könnte sich wieder ändern

08.06.2025, 07:2908.06.2025, 12:59

Die fünf Rappen pro Plastiksack an der Ladenkasse könnten gemäss der «SonntagsZeitung» bald verschwinden. Der Handelsverband Swiss Retail Federation prüft, einen entsprechenden Vertrag auf Ende Jahr zu kündigen, wie die Zeitung schrieb.

Zum Verband gehören demnach Detailhändler wie Aldi, Lidl, Landi und Volg. Seit die Gebühr auf die Plastiksäcke eingeführt wurde, konnte der Verbrauch um 88 Prozent reduziert werden.

Da die Ziele erreicht seien, könne man auf die mit der Vereinbarung verbundene Administration verzichten, hiess es laut der Zeitung vom Verband.

Zwar kündigen oben genannte Detailhändler nicht das Ende der Sackgebühren an. Sie wollen sich dazu jedoch nicht mehr verpflichten. Die Sackgebühren würden demnach nur noch auf Basis eines Commitments erhoben.

Anders sehen dies Coop und Migros. Sie wollen an den Sackgebühren festhalten und die Vereinbarung weiterführen.

Coop Kasse Saeckli
Bei Coop und Migros sollen die Säckli weiterhin fünf Rappen kosten.bild: keystone

Umweltverbände sind alarmiert

Umweltverbände wie Greenpeace und Oceancare glauben gemäss der «SonntagsZeitung» nicht daran, dass die Detailhändler an den Sackgebühren festhalten, wenn sie die Vereinbarung nicht mehr weiterführen. Die Umweltverbände betonen, dass immer mehr kleine Plastikteilchen in Mensch und Wasser nachgewiesen werden.

Sollte die Anzahl der Säckchen wieder steigen, könnte der Bundesrat ein Verbot verhängen, teilte das Bundesamt für Umwelt der Zeitung mit. Ob Umweltminister Albert Rösti zu einem solchen Schritt bereit wäre, ist jedoch unklar. (sda/cma)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Diese 10 Probleme kennen wir alle beim Einkaufen
1 / 15
Diese 10 Probleme kennen wir alle beim Einkaufen
Was du einkaufen möchtest.
quelle: watson
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Der grosse Plastik-Selbsttest der watsons
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Die Gerüchteküche zum UBS-Wegzug brodelt, Experte sagt: «Ich habe darauf gewartet»
Gerüchte um einen UBS-Wegzug erscheinen zurzeit fast täglich, insbesondere in den angelsächsischen Wirtschafts- und Finanzmedien. Der Ökonom Aymo Brunetti sagt, was er davon hält – und wieso ihm das bekannt vorkommt.
Nicht nur die Schweizer Presse berichtet über die bevorstehende Regulierung von Schweizer Grossbanken, die sogenannte «Lex UBS». Gerade diese Woche fielen erneut zahlreiche Schwergewichte aus dem internationalen Finanz- und Wirtschaftsjournalismus mit Berichten auf, die wissen wollen, dass die UBS eine drastische Reaktion auf die neue Regulierung erwägt.
Zur Story