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Ölpreise geben weiter nach – die Gründe

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In der vergangenen Woche waren die Ölpreise unter anderem wegen der Erholung von Ölexporten aus der Golfregion und der Freigabe von Ölnotreserven durch die G7-Staaten gefallen.Bild: AP ENERGY DEPARTMENT

Ölpreise geben weiter nach – die Gründe

05.10.2026, 10:3905.10.2026, 10:39

Die Ölpreise haben am Montag im frühen Handel weiter nachgegeben. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Referenzsorte Brent aus der Nordsee zur Lieferung im Dezember fiel zuletzt um ein Prozent auf 101.23 US-Dollar.

Damit entfernte sich der Brent-Preis weiter von seinem Mitte September erreichten Zwischenhoch von knapp 110 Dollar. In der vergangenen Woche waren die Ölpreise unter anderem wegen der Erholung von Ölexporten aus der Golfregion und der Freigabe von Ölnotreserven durch die G7-Staaten gefallen.

Am Wochenende hatten unterdessen wichtige Ölexportländer des Verbunds Opec+ bekannt gegeben, dass sie ihre Förderziele auch im November nicht anheben wollen. Das teilten Saudi-Arabien, Russland und weitere fünf Staaten nach einer Online-Sitzung mit. Somit bleiben die Produktionslimits der Gruppe den zweiten Monat in Folge unverändert.

Saudi-Arabien senkte am Wochenende angesichts steigender Liefermengen überraschend die Preise für seine wichtigste Ölsorte für Kunden in Asien. Der staatliche saudische Ölkonzern Saudi Aramco reduzierte den Preis für die Sorte Arab Light für asiatische Kunden in diesem Monat. Dieser liegt nun fünf US-Dollar unter dem Preis der regionalen Referenzsorte. Das ist der niedrigste Stand seit 2020. Die Entscheidung widersprach den Erwartungen von Händlern und Raffinerien, die mit einer Anhebung um fünf US-Dollar gerechnet hatten.

Inzwischen haben die Schiffsbewegungen in der Region wieder zugenommen. Die Risiken für die Schifffahrt bleiben angesichts mehrerer Angriffe in den vergangenen Tagen jedoch hoch. Die britische Schifffahrtsbehörde UK Maritime Trade Operations meldete einen Zwischenfall am 4. Oktober in der Strasse von Hormus. Ein weiterer Zwischenfall wurde vor der jemenitischen Stadt Al-Mukha im Roten Meer gemeldet.

«Pipeline-, Raffinerie- und Verladeinfrastruktur bleibt anfällig für Angriffe der Huthi», sagte June Goh, leitende Ölmarktanalystin beim Rohstoffdatenanbieter Sparta Commodities, der Nachrichtenagentur Bloomberg. Dies dürfte es Saudi-Arabien erschweren, die Förderung auf hohem Niveau zu halten und den Markt über das Rote Meer zu versorgen. (sda/awp/dpa)

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